Zuschüsse

Während es für viele erfolgreiche Manager eine Selbstverständlichkeit ist, sich beraten zu lassen, verhalten sich Unternehmer von kleinen und mittleren Betrieben eher zurückhaltend. Dabei zeigen Untersuchungen, dass gerade mittelständische Unternehmen und Existenzgründer professionelle Unterstützung dringend brauchen könnten.


Da in der Gründungsphase und in den ersten Jahren danach hierfür meistens das Geld fehlt, können Unternehmensberatungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen finanziell gefördert werden. Die Förderungen beinhalten Zuschüsse für Existenzgründungsberatungen, allgemeine Unternehmensberatungen und spezielle Beratungsprogramme.

 

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Beratungsförderung im Vorgründungsbereich (RKW Hessen)


Im Auftrag des Landes führt das RKW Hessen seit über 40 Jahren geförderte Gründungsberatungen mit großem Erfolg durch. 


Wer wird gefördert? 

  • Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und Angehörige wirtschaftsnaher Freier Berufe vor der Gründung.


Was wird gefördert? 

  • die Beurteilung der Marktfähigkeit des Konzeptes.
  • die Umsatz-, Kosten-, Erlös-, Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsplanung des Unternehmens.
  • Gründungsformalitäten und Handlungshilfen.


Wie sind die Konditionen? 

  • Zuschuss i. H. v. 420 € der Beratungskosten.
  • Das Beraterhonorar ist im Existenzgründungsprogramm vorgegeben und mit 705 EUR (zzgl. MwSt.) je Beratungstag bewusst unterhalb der marktüblichen Honorarsätze festgesetzt.
  • Anzahl der Beratungstage: max. 5 Tage.


Wie erfolgt die Antragstellung? 

  • RKW Hessen GmbH
    Düsseldorfer Str. 40
    65760 Eschborn
    Telefon: 0 61 96 / 97 02 – 40 Telefax: 0 61 96 / 97 02 – 99
     

Weitere Informationen

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Gründungszuschuss (Bundesagentur für Arbeit)


Arbeitslose, die sich selbstständig machen wollen, erhalten zur Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit den so genannten Gründungszuschuss.


Wer wird gefördert?

  • Personen, die durch Aufnahme einer selbstständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden.


Was wird gefördert?

  • Sicherung des Lebensunterhalts und soziale Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung.


Welche Voraussetzungen müssen bestehen?

  • bestehender Anspruch auf Entgeltersatzleistungen nach dem SGB III oder Beschäftigung in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach dem SGB III.
  • Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen.
  • Nachweis der notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit.


Wie sind die Konditionen?

  • Der Gründungszuschuss wird in zwei Phasen geleistet.
  • Für sechs Monate wird der Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts und 300 € zur sozialen Absicherung gewährt.
  • Für weitere neun Monate können 300 € pro Monat zur sozialen Absicherung gewährt werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten dargelegt werden.


Wie erfolgt die Antragstellung?

  • Der Antrag ist vor der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit bei der für Ihren Wohnsitz zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.
     

Weitere Informationen

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Förderung unternehmerischen Know-hows (BAFA)

 

Das Bundesförderprogramm „BAFA-Förderung unternehmerischen Know-hows“ bietet in seinen drei Modulen Zuschüsse für Beratungsleistungen für bestehende Unternehmen an. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

 

Wer wird gefördert?

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden - unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

 

Was wird gefördert?

 

Die Beratung junger und etablierter Unternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

  • Allgemeine Beratungen
  • Zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
  • Spezielle Beratungen
  • Beratungen von Unternehmen, die von Frauen oder von Migrantinnen oder Migranten oder von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur altersgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz 
  • Unternehmenssicherungsberatung
  • Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten einen Beratungszuschuss zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
  • Zusätzlich kann eine weitere allgemeine Beratung zur Vertiefung der Maßnahmen zur Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit gefördert werden.

 

Wer darf beraten?

  • Selbständige Beraterinnen und Berater bzw. Beratungsunternehmen, die ihren überwiegenden Umsatz (> 50 %) aus ihrer Beratungstätigkeit erzielen. Sie müssen darüber hinaus über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und einen Qualitätsnachweis erbringen, der die Planung, Durchführung, Überprüfung und Umsetzung der Arbeits- und Organisationsabläufe aufzeigt.
  • Die Beraterin oder der Berater muss eine richtlinienkonforme Durchführung der Beratung gewährleisten.

 

Wie hoch ist der Beratungszuschuss?

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens.

  • Junge Unternehmen bis zu 2 Jahre am Markt 50 % Zuschuss bei einer Bemessungsgrundlage von 4.000 Euro (alte BL).
  • Bestandsunternehmen ab dem 3. Jahr nach Gründung 50 % Zuschuss bei einer Bemessungsgrundlage von 3.000 Euro (alte BL).
  • Unternehmen in Schwierigkeiten unabhängig vom Alter und Standort 90% Zuschuss bei einer Bemessungsgrundlage von 3.000 Euro Euro.

 

Wo und wie wird der Antrag gestellt?

  • Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA.
  • Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen.

Weitere Informationen

 

Das Programm „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
BMWI

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  ESF

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EU

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EU

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unternehmensWert:Mensch

Mit dem Programm werden Unternehmen bei der Gestaltung einer zukunftsgerechten Personalpolitik unterstützt. Unter Beteiligung
der Beschäftigten werden mit professioneller Prozessberatung nachhaltige Veränderungen angestoßen.

 

Wer wird gefördert?

  • kleine und mittelständische Unternehmen, die vorausschauende und mitarbeiterorientierte Personalstrategien entwickeln möchten.
  • Sitz und Arbeitsstätte in Deutschland
  • Jahresumsatz geringer als 50 Mio. EUR oder
  • Jahresbilanzsumme geringer als 43 Mio. EUR
  • weniger als 250 Beschäftigte
  • mind. eine/n sozialversicherungspflichtige/n Beschäftigte/n in Vollzeit
  • mind. zweijähriges Bestehen des Unternehmens

Wie sind die Konditionen?

  • Das Programm bezuschusst die Kosten der Beratung je nach Unternehmensgröße zu 50 oder 80 Prozent. Die Restkosten tragen die Unternehmen selbst. Die Beratung direkt im Unternehmen kann max. zehn Tage dauern und max. 1.000 Euro pro Beratungstag kosten. 

Wie erfolgt die Antragstellung?

  • Wenden Sie sich an eine regionale Beratungsstelle in Ihrer Nähe. Hier wird im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung die Förderfähigkeit geprüft und gemeinsam der Beratungsbedarf ermittelt.

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