Förderinstrumente / Finanzhilfen infolge des Coronavirus

Die Ausbreitung des Coronavirus führt bei immer mehr Unternehmen zu drastischen Umsatzeinbrüchen, die die Liquidität und häufig auch Arbeitsplätze bedrohen. Bund und Land Hessen bieten Hilfen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen aufgrund von Umsatzausfällen.

26.03.2020: Beantragung Corona-Soforthilfe Hessen

Nach Angaben des Hessischen Wirtschaftsministeriums beginnt die Beantragung der Corona-Hilfen spätestens am Montag, den 30. März mit der Veröffentlichung des elektronischen Antragsformulars auf der Website des Regierungspräsidiums Kassel. Antragsberechtigt sind existenzgefährdete Unternehmen, Selbstständige, Soloselbstständige und Angehörige freier Berufe. Das Soforthilfsprogramm des Landes setzt auf das Programm des Bundes für Kleinstunternehmen und Soloselbständige auf und ergänzt dieses. Hier geht es zu den Details.

Zuschuss 

Soforthilfeprogramm für Unternehmen

Mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen unterstützt das Land Hessen, Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen, Angehörige freier Berufe und Selbstständige. Die vom Bund beschlossenen Leistungen wurden vom Land Hessen aufgestockt und eine zusätzliche Gruppe bis zu 50 Beschäftigte eingeführt.

  • 9.000 Euro Bund + 1.000 Euro Land =  10.000 Euro Einmalzahlung für Unternehmen bis zu 5 Beschäftigte
  • 15.000 Euro Bund + 5.000 Euro Land = 20.000 Euro Einmalzahlung für Unternehmen bis zu 10 Beschäftigte
  • 30.000 Euro Einmalzahlung für Unternehmen bis zu 50 Beschäftige (nur Land Hessen)

Bewilligungs- und Vollzugsbehörde ist das Regierungspräsidium Kassel. Über die Seite: www.rpkshe.de/coronahilfe erfolgt die Beantragung. 
Um die Webseiten mit den Online-Anträgen nicht zu überlasten, werden Anträge nach 15-minütiger Inaktivität ungespeichert geschlossen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie alle benötigten Unterlagen und Daten bereits vor Beginn der Antragstellung bereithalten. Das Regierungspräsidium hat eine ausführliche Ausfüllhilfe bereitgestellt, die Sie unbedingt nutzen sollten.

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Förderkredite 
Anträge können bei Banken und Sparkassen gestellt werden

 

Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen

Antragsberechtigt sind Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft. Diese erhalten ein Darlehen zwischen 5.000 bis maximal 200.000 Euro mit einer Laufzeiten von 2 Jahren mit endfälliger Tilgung oder 5 Jahre mit Quartalstilgung. Der Endkreditnehmersollzinssatz 1,25 % p.a.. Es handelt sich um ein Nachrangdarlehen, für das keine Sicherheiten gestellt werden müssen. Eine Hausbank muss eine zusätzliche Kofinanzierung von 20 % stellen.

 

ERP-Gründerkredit Universell (076)
Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen" 
Zielgruppe: Jungunternehmen

 

KfW-Unternehmerkredit (047)

Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen"
Zielgruppe: Bestandsunternehmen

 

Sowohl für den Gründerkredit als auch den Unternehmerkredit gilt: Der Kredithöchstbetrag beträgt 1 Mrd. Euro für Investitionen und Betriebsmittel. Betriebsmittelfinanzierungen werden mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahre mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr und als endfällige Variante mit 2 Jahren Laufzeit angeboten. Die KfW bietet die Darlehen bis zu einer 90%-ige Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) der Hausbank an, abgesichert durch eine vollumfängliche Bundesgarantie. Zur beschleunigten Abwicklung der Verfahren wird die KfW bei Kreditbeträgen bis zu 3 Mio. Euro die Risikoprüfung der Finanzierungspartner übernehmen und auf eine eigene Risikoprüfung verzichten. Der Zinssatz beträgt für KMU zwischen 1,00 bis maximal 1,46 Prozent p.a.
Zur Informationsseite der Förderbank KfW 

Faktenblatt KfW Sonderprogramm 2020

 

Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen
Dieser Förderkredit richtet sich an KMU mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz. Über die Hausbank können diese Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten. Bankübliche Sicherheiten sind erforderlich.
 

Weitere öffentliche Förderprogramme (unabhängig der Coronahilfen)

Verschiedene staatliche Förderprogramme können zur Festiggung und Sicherung eines Unternehmens behilflich sein. Die IHK Frankfurt welche öffentlichen Förderungen möglich sind.

 

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Bürgschaften 

Anträge können bei Banken und Sparkassen gestellt werden

 

Bürgschaft der Bürgschaftsbank Hessen
Wenn Förderbanken oder Hausbanken Sicherheiten verlangen, steht die Bürgschaftsbank Unternehmen zur Seite, damit eine Finanzierung möglich wird. Der Bürgschaftshöchstbetrag wird auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt. Die Bürgschaftsquote beträgt 80%. 
 

Express-Bürgschaft der Bürgschaftsbank Hessen
Wenn es einmal schnell gehen muss. Mittels eines standardisierten Verfahrens kann eine Expressbürgschaft durch die Hausbank online beantragt werden. Hier beträgt der Bürgschaftshöchstbetrag 250.000 Euro. 

 

Landesbürgschaften
Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften i.d.R. über 2,5 Mio. Euro. In Kooperation mit der Hausbank kann dadurch sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abgesichert werden. 

 

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Telefon-Hotlines und Checklisten für Unternehmen

 

Hotline des BMWi für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:

Telefon: 030 18615 1515
Montag – Freitag 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

 

Hotline des BMWi zu Fördermaßnahmen:

Förderhotline: 030 18615 8000
Montag - Donnerstag 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

 

Hotlines der Förderbank des Landes Hessen und der Bürgschaftsbank

der WI Bank Hessen, Telefon: 0611 774-7333, sowie

der Bürgschaftsbank Hessen, Telefon: 0611 1507-77.

 

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Informationen, Meldungen und Checklisten

 

Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) 
Informationen des BMWi zu den Unterstützungsmaßnahmen.

 

Landesregierung Hessen 
Zusammenfassung aller aktuellen Informationen zum Corona-Virus (SARS-CoV-2-Infektion) in Hessen.

 

HIHK
Mit der Corona-Checkliste für Unternehmen (2 MB) bietet der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) Orientierung und Hilfestellung für Unternehmen.

 

DIHK
Die IHK-Organisation setzt sich für Sie als Unternehmerinnen  und Unternehmer ein. Frühzeitig und wiederholt mahnt der DIHK die Politik schnelle und unbürokratische Hilfen zu schaffen. 
 

Die IHK Frankfurt am Main steht Ihnen als Ansprechpartner gern zur Verfügung.

 

(Stand: 30.03.2020, 16:00 Uhr)

 
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