Außerordentliche Wirtschaftshilfe - Novemberhilfe / Dezemberhilfe

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe für den Monat November und Dezember 2020 bietet eine finanzielle Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. 

 

Antragsberechtigung

  • Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die aufgrund der Beschlüsse der Bundes und der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. 
  • Ebenfalls antragsberechtigt sind Unternehmen, die indirekt stark betroffen sind. Das sind Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen, zum Beispiel eine Wäscherei, die vorwiegend für Hotels arbeitet.
  • Antragsberechtigt sind auch Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Unternehmen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent im November 2020 erleiden.

  • Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. 

 

Höhe des Zuschusses

  • Die Höhe der Hilfe beträgt 75 Prozent des Vergleichsumsatzes (November 2019 bzw. Dezember 2019) und wird anteilig für jeden Tag im jeweiligen Monat 2020 berechnet. 
  • Bei antragsberechtigten Unternehmen, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Umsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Monatsumsatz seit Gründung gewählt werden.
  • Die Hilfe wird als einmalige Kostenpauschale ausbezahlt.

  • Die Hilfe wird bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro gewährt, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).

 

Andere staatliche Leistungen und Umsätze

  • Andere staatliche Leistungen, wie z. B. die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld werden auf die November-/Dezemberhilfe angerechnet.

  • Reine Liquiditätshilfen, wie zum Beispiel rückzahlbare KfW-Kredite, werden nicht angerechnet.

  • Umsätze, die trotz der grundsätzlichen Schließung gemacht werden, werden bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.

  • Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichsumsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüber hinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

 

Beantragung

  • Die Antragstellung erfolgt elektronisch durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte.

  • Solo-Selbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können den Antrag selbst stellen – ohne prüfenden Dritten. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. 

 

Hotline Direktantrag Soloselbständige

  • Service-Hotline +49 30-1200 21034
  • Servicezeiten Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr

Zur ausführlichen Informations- und Antragsplattform des Bundes

Zu den FAQ´s des Bundes zu der November-/Dezemberhilfe

Zur Direktantragsseite 

Zur Bundessteuerberaterkammer

 

Stand: 11.01.2021