Beantragung Hessen-Mikroliquidität

Mit dem Förderprogramm Hessen-Mikroliquidität bietet das Land Hessen über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen Überbrückungskredite zur kurzfristigen Abdeckung von Liquiditätsbedarfen für bestehende kleine Unternehmen und Selbständige an, die aufgrund der aktuellen Situation in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind. 

 

Für den Neustart im Februar 2021 sind einige Programmänderungen verbunden.

 

Antragsberechtigte

  • Natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind (Inhaber, geschäftsführende-Gesellschafter) sowie Angehörige der Freien Berufe mit Betriebssitz in Hessen.
  • Das Unternehmen des Antragsstellenden darf max. 50 Mitarbeitende (Vollzeitstellen) haben. 

 

Verwendungszweck

  • Mitfinanziert werden Betriebsmittel für die Aufrechterhaltung der Tätigkeit bzw. die Überbrückung des Zeitraumes bis zur Wiederaufnahme derselben.

 

Förderumfang

  • Je Antragstellendem beträgt das maximale Kreditvolumen 35.000, - EUR.
  • Die Vergabe von mehreren Darlehen an die gleiche antragsstellende Person ist ausgeschlossen.
  • Aufstockungen bereits gewährter Darlehen sind nicht möglich.
  • Ersparte Ausgaben, die aufgrund der aktuellen Situation nicht anfallen, sind bei der Berechnung des Liquiditätsbedarfes in Abzug zu bringen.
  • Das Mindestkreditvolumen beträgt 3.000,- EUR.

 

Darlehenskonditionen

  • Die Laufzeit der Förderdarlehen beträgt 7 Jahre bei 2 tilgungsfreien Jahren.
  • Die Tilgung erfolgt monatlich vom Beginn des 3. bis zum Ende des 7. Jahres.
  • Die Auszahlung erfolgt zu 100 %. Die Kredite werden in einer Summe abgerufen.
  • Nach Ablauf der ersten 2 tilgungsfreien Anlaufjahre (ab Monat der Darlehenszusage), erfolgt die Ratentilgung in gleich hohen monatlichen Raten, die jeweils nachträglich zum Monatsletzten fällig sind.
  • Während der Tilgungsfreimonate sind lediglich die Zinsen auf die ausgezahlten Kreditbeträge zu entrichten.
  • Das Darlehen kann jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung vollständig vorzeitig zurückgezahlt werden

 

Antragstellung

  • Informieren Sie sich vor Antragstellung auf den Seiten der WIBank
  • Informieren Sie sich, ob nicht andere Förderhilfen in Ihrem Fall besser geeinet sind (Zuschüsse, höherer Kreditrahmen, etc.).
  • Ihren Antrag stellen Sie auf der Antragsplattform: agrarportal-hessen.de/mikrodarlehen
    • Als Mitglied der IHK Frankfurt am Main wählen Sie die IHK Frankfurt als Kooperationspartner aus. Weitere Angaben zum Kooperationspartner (Berater, Mail, Telefon/Fax) sind nicht erforderlich.
    • Füllen Sie den Antrag aus und laden Sie die Anlagen dazu hoch. 
    • Die IHK Frankfurt erhält Nachricht von dem erstellten Antrag, erhält Zugriff auf Ihre Unterlagen und leitete diese bei Vollständigkeit/Nachvollziehbarkeit an die WIBank weiter. 

Prüfen Sie sehr sorgfältig, wer ihr Kooperationspartner ist und tragen Sie diesen unbedingt im Antrag ein. Dies verindert Fehlleitungen und verkürzt die Bearbeitungszeit. Gewerbetreibende aus Frankfurt am Main, dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis wählen die IHK Frankfurt am Main. Nur Freie Berufe geben keinen Kooperationspartner an. Diese werden direkt von der WIBank bearbeitet.

 

Nachweise / Unterlagen 

  • Bei der Antragstellung sind durch eine im Sinne des § 3 Steuerberatungsgesetz (StBerG) befugte Person bestätigte Nachweise über die bisherige Geschäftstätigkeit einzureichen (vorzugsweise Steuerbescheide der letzten beiden abgeschlossenen Steuerjahre, aktuellere Zwischenbilanzen, [unterjährige] betriebswirtschaftliche Auswertung).
  • Mit Antragstellung sind Personen dazu verpflichtet ihre persönliche Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-IDNr.) anzugeben.
  • Um die aktuelle Anschrift der antragstellenden Person nachvollziehen zu können, muss - sofern der Wohnort der antragstellenden Person nicht aus dem Ausweisdokument ersichtlich (z.B. Reisepass) ist oder die Anschrift vom im Legitimationspapier genannten Ort abweicht - eine Meldebescheinigung eingereicht werden.

Bei Fragen zur Antragstellung steht Ihnen die IHK Frankfurt am Main zur Verfügung.