Überbrückungshilfe III für kleine und mittlere Unternehmen

Die Überbrückungshilfe des Bundes ist ein Zuschussprogramm, das eine finanzielle Unterstüzung für kleine und mittlere Unternehmen bietet, die von Umsatzrückgängen wähend der Corona-Krise betroffen sind. Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021.

 

Als Überbrückungshilfe III Plus wird das Förderprogramm für den Zeitraum 01.07.2021 bis 31.09.2021 verlängert.

 

Wer kann Anträge stellen?

  • Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 750 Mio. Euro, Soloselbstständige sowie selbständige Freiberuflerinnen und Freiberufler, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen.
  • Von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche sind auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro erzielt haben.

Nicht antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt geführt werden
  • Unternehmen, ohne inländische Betriebsstätte
  • Unternehmen, die sich bereits zum 31. Dezember 2019 in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben
  • Unternehmen, die erst nach dem 31.10.2020 gegründet wurden
  • Öffentliche Unternehmen
  • Unternehmen mit mehr als 750 Mio. Euro Jahresumsatz in 2020
  • Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb

Höhe der Förderung

  • Überbrückungshilfe III kann nur für diejenigen Monate im Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 (bis September 2021 als ÜIII Plus) beantragt werden, in denen ein Corona-bedingter Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erreicht wird
  • Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt
    • 100% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch mehr als 70% 
    • 60% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70%
    • 40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30%
  • Die maximale Förderung beträgt 1,5 Mio. Euro pro Monat
  • Unternehmen, die November- und/oder Dezemberhilfe erhalten, sind bei der Überbrückungshilfe III entsprechend für November und/oder Dezember 2020 nicht antragsberechtigt

Was wird erstattet?

  • Fixkosten: Es gibt einen festen Musterkatalog betrieblicher Fixkosten, der erstattet werden kann.
    1. Mieten
    2. weitere Mietkosten
    3. Zinsaufwendungen
    4. Abschreibungen
    5. Leasingraten
    6. Notwendige Instandhaltung und Wartung
    7. Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung
    8. Grundsteuer
    9. Betriebliche Lizenzgebühren
    10. Versicherungen, Abonnements
    11. Kosten für den prüfenden Dritten
    12. Personalaufwendungen (pauschaliert)
    13. Kosten für Auszubildende
    14. Bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten. Investitionen in Digitalisierung 
    15. Marketing- und Werbekosten
    16. Ausgaben für Hygienemaßnahme
  • Eigenkapitalzuschuss: Bei einem monatlichen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent innerhalb des Zeitraums von November 2020 bis Juni 2021 werden folgende Aufschläge auf die Überbrückungshilfe III im jeweiligen Monat des Erreichens der Schwelle gewährt:
    • 25 Prozent auf die Summe der Fixkostenerstattung nach Nr. 1 bis 11 bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in drei Monaten,
    • 35 Prozent auf die Summe der Fixkostenerstattung nach Nr. 1 bis 11 bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in vier Monaten,
    • 40 Prozent auf die Summe der Fixkostenerstattung nach Nr. 1 bis 11 bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in fünf oder mehr Monaten.
  • Es bestehen Sonderregelungen für die Veranstaltungs- und Kulturbranche, für die Pyrotechnikbranche und dem Einzelhandel.

Antragstellung

  • Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte online. 

  • Einen Steuerberater finden Sie beispielsweise über die Steuerberaterkammer Hessen oder den bundesweiten Steuerberater-Suchdienst.

  • Eine direkte Antragstellung ohne Einschaltung Dritter ist dann möglich, wenn keine Beschäftigten (Vollzeitäquivalent < 1), bislang kein Steuerberater eingesetzt wurde und nicht mehr als die Betriebskostenpauschale beantragt wird.

  • Erst- und Änderungsanträge können bis zum 31.10.2021 gestellt werden.

Weitere Informationen:

  • Hotline für prüfende Dritte: 030 – 530 199 322

Informations- und Antragsportal des Bundes

Ausführliche FAQ zur Überbdrückungshilfe III

 

Stand: 23.06.2021