Förderinstrumente / Finanzhilfen infolge des Coronavirus

Förderinstrumente / Finanzhilfen infolge des Coronavirus

Die Ausbreitung des Coronavirus führt bei vielen Unternehmen zu drastischen Umsatzeinbrüchen, die die Liquidität und häufig auch Arbeitsplätze bedrohen. Bund und Land Hessen bieten mehrere Förderprogramme an.

 

1. Zuschüsse 

 

1.1. Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

  • Mit der Überbrückungshilfe soll kleinen und mittelständischen Unternehmen, die durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate September bis Dezember 2020 eine weitergehende Liquiditätshilfe gewährt werden.
  • Erstattet werden fixe Betriebskosten.  
  • Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte im Sinne des § 3 Steuerberatungsgesetz (Steuerberatende inklusive Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfende, vereidigte Buchprüfende, Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt) im Namen des Antragstellenden.

Zur Überbrückungshilfe des Bundes

 

 

1.2 BAFA-Beratungsförderungen Unternehmen in Schwierigkeiten

  • Im Rahmen der BAFA-Unternehmensberatungsförderung erhalten KMU, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind einen Zuschuss für eine Beratungsleistung in Höhe von 90 %, maximal jedoch 3.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung).
  • Es können von betroffenen Unternehmen bis zur Ausschöpfung der maximalen Zuschusshöhe mehrere Beratungen im Rahmen des neuen Kontingentes beantragt werden.
  • Der Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde  auf das Konto des antragstellenden Unternehmens ausgezahlt.
  • Betroffene Unternehmen müssen ein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragstellung führen.

Zur BAFA-Förderung Unternehmen in Schwierigkeiten 

 

 

1.3 RKW-Perspektivenberatung Mittelstand als Corona-Hilfe

  • Erarbeitet werden Ideen, wie Unternehmen eine Perspektive gewinnen, um über diese schwierige Zeit hinweg zu kommen. Dazu zählen Überlegungen zum Geschäftsmodell, Liquidität, Auslastung und spezifische Belastungen. Es werden mögliche Hilfen wie Kurzarbeitergeld, Förderkredite, Bürgschaften, Zuschüsse, aber auch kurzfristige Einsparmöglichkeiten beleuchtet und entsprechende Empfehlungen gegeben.
  • Zielgruppe sind alle kleinen Unternehmen, Selbstständigen und Freiberufler in Hessen mit bis zu zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei gelten die KMU-Kriterien.

Zur RKW Perspektivenberatung 
 

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2. Kredite 

 

2.1 Direktbeantragung bei der WIBank Hessen:

 

2.1.1 Hessen-Mikoliquidität
Mit dem Förderprogramm Hessen-Mikroliquidität bietet die hessische Förderbank, WIBank, Überbrückungskredite zur kurzfristigen Abdeckung von Liquiditätsbedarfen für bestehende kleine Unternehmen und Selbständige an, die aufgrund der aktuellen Situation in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind. 

  • Antragsteller sind natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind  sowie Angehörige der Freien Berufe. Die Unternehmen der antragstellenden Personen (z.B. GmbH) dürfen maximal 50 Mitarbeitende (Vollzeitstellen) haben.
  • Darlehensbetrag zwischen 3 TEUR und 35 TEUR.
  • Sollzinssatz 0,75 % p.a. für die gesamte Darlehenslaufzeit.
  • Es ist kein notarielles Schuldversprechen abzugeben.
  • Laufzeit des Darlehens beträgt 7 Jahre. Die ersten 2 Jahre sind tilgungsfrei.
  • Pro Unternehmen können maximal 5 Darlehen an unterschiedliche geschäftsführende Gesellschafter/innen bewilligt werden.
  • Die WIBank Hessen kann einen Verzicht auf Rückzahlung von Teilbeträgen des Darlehens von bis zu 50 % des ursprünglichen Darlehensbetrages aussprechen. 

Zur Beantragung Hessen-Mikroliquidität

 

 

2.2 Förderkredite die über Banken und Sparkassen gestellt werden:

 

2.2.1 KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können kleine und mittelständische Unternehmen den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
  • für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Voraussetzung: Sie haben im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 einen Gewinn erzielt - oder im kürzeren Zeitraum, wenn Sie noch nicht seit 2017 am Markt sind.

Zum KfW-Schnellkredit

 

 

2.2.2 KFW-Sonderprogramm 2020 - ERP-Gründerkredit Universell (076)
Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen" 
Zielgruppe: Jungunternehmen bis zum 5. Jahr nach Gründung

  • Der Kredithöchstbetrag beträgt 1 Mrd. Euro für Investitionen und Betriebsmittel 
  • Betriebsmittelfinanzierungen werden mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahre mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr und als endfällige Variante mit 2 Jahren Laufzeit angeboten
  • Die KfW bietet die Darlehen bis zu einer 90%-ige Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) der Hausbank an, abgesichert durch eine vollumfängliche Bundesgarantie
  • Zur beschleunigten Abwicklung der Verfahren wird die KfW bei Kreditbeträgen bis zu 3 Mio. Euro die Risikoprüfung der Finanzierungspartner übernehmen und auf eine eigene Risikoprüfung verzichten.
  • Der Zinssatz beträgt für KMU zwischen 1,00 bis maximal 1,46 Prozent p.a.

Zum ERP-Gründerkredit Universell 

 

 

2.2.3 KfW-Sonderprogramm 2020 - KfW-Unternehmerkredit (047)

Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen"
Zielgruppe: Bestandsunternehmen ab dem 5. Jahr nach Gründung

  • Der Kredithöchstbetrag beträgt 1 Mrd. Euro für Investitionen und Betriebsmittel 
  • Betriebsmittelfinanzierungen werden mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahre mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr und als endfällige Variante mit 2 Jahren Laufzeit angeboten
  • Die KfW bietet die Darlehen bis zu einer 90%-ige Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) der Hausbank an, abgesichert durch eine vollumfängliche Bundesgarantie
  • Zur beschleunigten Abwicklung der Verfahren wird die KfW bei Kreditbeträgen bis zu 3 Mio. Euro die Risikoprüfung der Finanzierungspartner übernehmen und auf eine eigene Risikoprüfung verzichten.
  • Der Zinssatz beträgt für KMU zwischen 1,00 bis maximal 1,46 Prozent p.a.

Zum KfW-Unternehmerkredit 

 

 

2.2.4 Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft.
  • Diese erhalten ein Darlehen zwischen 5.000 bis maximal 500.000 Euro
  • Die Laufzeiten betragen 2 Jahren mit endfälliger Tilgung oder 5 Jahre mit Quartalstilgung.
  • Der Endkreditnehmersollzinssatz 1,25 % p.a..
  • Es handelt sich um ein Nachrangdarlehen, für das keine Sicherheiten gestellt werden müssen.
  • Eine Hausbank muss eine zusätzliche Kofinanzierung von 20 % stellen.

Zur Liquiditätshilfe des Landes Hessen

 

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2.3 Weitere öffentliche Förderprogramme (unabhängig der Coronahilfen)

Verschiedene staatliche Förderprogramme können zur Festigung und Sicherung eines Unternehmens behilflich sein. Die IHK Frankfurt informiert, welche öffentlichen Förderungen möglich sind.

 

Zum Förderangebot

 

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3. Bürgschaften 

Anträge können bei Banken und Sparkassen gestellt werden

 

3.1 Bürgschaft der Bürgschaftsbank Hessen
Wenn Förderbanken oder Hausbanken Sicherheiten verlangen, steht die Bürgschaftsbank Unternehmen zur Seite, damit eine Finanzierung möglich wird. Der Bürgschaftshöchstbetrag wird auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt. Die Bürgschaftsquote beträgt 80%. 
 

3.2 Express-Bürgschaft der Bürgschaftsbank Hessen
Wenn es einmal schnell gehen muss. Mittels eines standardisierten Verfahrens kann eine Expressbürgschaft durch die Hausbank online beantragt werden. Hier beträgt der Bürgschaftshöchstbetrag 250.000 Euro. 

 

3.3 Landesbürgschaften
Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften i.d.R. über 2,5 Mio. Euro. In Kooperation mit der Hausbank kann dadurch sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abgesichert werden. 

 

Zu den Bürgschaften des Landes Hessen

 

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Telefon-Hotlines und Checklisten für Unternehmen

 

Hotline des BMWi für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus

Telefon: 030 12002-1031 / -1032
 

Hotlines der Förderbank des Landes Hessen und der Bürgschaftsbank

der WIBank Hessen, Telefon: 0611 774-7333, sowie

der Bürgschaftsbank Hessen, Telefon: 0611 1507-77.

 

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Informationen, Meldungen und Checklisten

 

Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) 
Informationen des BMWi zu den Unterstützungsmaßnahmen.

 

Landesregierung Hessen 
Zusammenfassung aller aktuellen Informationen zum Corona-Virus (SARS-CoV-2-Infektion) in Hessen.

 

HIHK
Mit der Corona-Checkliste für Unternehmen (3,3 MB) bietet der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) Orientierung und Hilfestellung für Unternehmen.

 

DIHK
Die IHK-Organisation setzt sich für Sie als Unternehmerinnen  und Unternehmer ein. Frühzeitig und wiederholt mahnt der DIHK die Politik schnelle und unbürokratische Hilfen zu schaffen. 
 

Die IHK Frankfurt am Main steht Ihnen als Ansprechpartner gern zur Verfügung.

 

(Stand: 21.10.2020)