Warum ist mein Unternehmen nicht erfolgreich?

Die Fähigkeit eines Unternehmens sich an verändernde Bedingungen anzupassen ist entscheidend für seine Überlebensfähigkeit. Darüber hinaus müssen Unternehmen auch permanent ihre internen Strukturen, Prozesse und Controllinginstrumente an die sich ändernden Rahmenbedingungen anpassen.


Die von außen auf das Unternehmen einwirkenden Faktoren, die zu einer Unternehmenskrise führen können, werden als exogene Krisenursachen bezeichnet. Dies ist z. B. der technische Fortschritt, der den Produktlebenszyklus verkürzt, die Entwicklung von substituierenden Produkten oder auch der Eintritt neuer Wettbewerber in den Markt. Diese Einflüsse führen im Regelfall zu rückläufigen Margen und zu einem geringeren Absatz. Reagiert das Unternehmen nicht oder zu spät auf diese Veränderungen, so kann hierdurch der Grundstein für eine Unternehmenskrise oder gar eine Insolvenz gelegt werden.


Zu Unternehmenskrisen können auch Ursachen führen, die im Unternehmen begründet sind, die so genannten endogenen Krisenursachen. Eine z. B. unklare oder nicht vorhandene Marktstrategie führt häufig zu einer Defokussierung des Unternehmens, d. h. zu einer Verzettlung der Kräfte mit der Folge, dass hohe Umsätze mit margenschwachen Produkten getätigt werden, die nicht zu den Kernprodukten des Unternehmens gehören. Diese Fehlentwicklung wird häufig aufgrund der nicht mehr zeitgerechten Controllinginstrumente zu spät erkannt. Aber auch unklare Organisationsstrukturen können zu Unternehmenskrisen führen, da sich das Unternehmen primär mit sich selbst und nur in zweiter Linie mit den Wünschen und Bedürfnissen seiner Kunden befasst.


Einzelne Krisenfaktoren für sich mögen im Rahmen eines normalen Geschäftsbetriebes noch beherrschbar sein, die Kombination mehrerer Faktoren in einer Krise erschwert jedoch die Beherrschbarkeit derselben erheblich. Eine Unternehmenskrise tritt meistens dann zutage, wenn mehrere Faktoren gemeinsam eintreten und sich gegenseitig verstärken.