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Elektromobilität

​​Elektromobilität


Förderung von Elektromobilität

 

Die Elektromobilität wird in Deutschland auf drei Arten gefördert:

  1. Steuerliche Anreize
  2. Ausbau der Ladeinfrastruktur und
  3. Kaufprämie für Elektrofahrzeuge

 

1. Steuerliche Anreize

 

Die Nutzung von Elektrofahrzeugen wird durch folgende Regelungen steuerlich gefördert.

 

Kfz-Steuerbefreiung

Für seit dem 1.1.2016 erstmals zugelassene reine Elektrofahrzeuge (einschließlich Brennstoffzellenfahrzeuge) gilt derzeit eine 5-jährige Kfz-Steuer-Befreiung. Diese Befreiung wird rückwirkend zum 1.1.2016 auf 10 Jahre erweitert. Die Befreiung gilt für Personenkraftwagen, Nutzfahrzeuge, Leichtfahrzeuge und Krafträder für Zulassungen bis zum 31.12.2020 (§ 3d Abs. 1 KraftStG).

Auch eine vollständige Elektro-Umrüstung von Bestandsfahrzeugen wird in die 10-jährige Steuerbefreiung mit einbezogen, soweit es sich dabei um verkehrsrechtlich genehmigte Elektroumrüstungen handelt (§ 3d Abs. 4 KraftStG).

 

Absenkung der Dienstwagenbesteuerung für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge

Für Elektrofahrzeuge wird der geldwerte Vorteil für die private Nutzung eines Elektro-Dienstwagens ab 2019 halbiert. Die Ein-Prozent-Regelung berechnet sich ab 2019 bei E-Autos nur noch aus dem halben Bruttolistenpreis. Die Neuregelung ist anzuwenden für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die extern aufladbar sind und die im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden.

 

Steuerfreies Laden von Elektrofahrzeugen beim Arbeitgeber

Vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2020 ist das kostenlose „Betanken“ an Ladestationen beim Arbeitgeber (auf dessen Parkplatz, in dessen Garage, Parkhaus) sowohl für private Elektro- und Hybridfahrzeuge als auch für solche Dienstwagen, die zur privaten Nutzung überlassen wurden, jeweils steuerfrei.

 

Hierunter fallen auch Arbeitnehmer, die den geldwerten Vorteil für die private Nutzung des betrieblichen Kraftfahrzeugs nach der sogenannten Fahrtenbuchmethode ermitteln. Mit der Änderung wird das elektrische Aufladen eines vom Arbeitnehmer auch privat genutzten betrieblichen Kraftfahrzeugs in die Steuerfreiheit einbezogen. Die Steuerbefreiung gilt auch für Leiharbeitnehmer im Betrieb des Entleihers. 

 

Übereignung von Ladevorrichtungen an Arbeitnehmer

Ferner wird auch eine verbilligte oder unentgeltliche Übereignung von Ladevorrichtungen an einen Arbeitnehmer begünstigt. Dies ist der Fall, wenn der Arbeitnehmer einen Elektrodienstwagen erhält und dieser auch an der Wohnung des Arbeitnehmers geladen werden muss. Der Arbeitgeber kann die Kosten für die Anschaffung und Errichtung für die Garage, Wohnhaus, Parkplatz des Arbeitnehmers übernehmen. Diese Kosten kann durch den Arbeitgeber mit 25 % pauschal lohnversteuert werden. Gleiches gilt für Arbeitgeberzuschüsse zur Anschaffung einer Ladeeinrichtung durch den Arbeitnehmer (§ 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 EStG). In beiden Fällen wird jedoch Voraussetzung sein, dass die Vorteile zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Eine Entgeltumwandlung ist nicht begünstigt.

 

2. Ausbau der Ladeinfrastruktur

 

Unternehmen können sich den Aufbau von Ladeinfrastruktur am Betriebsstandort fördern lassen. Nachfolgend werden die zwei wichtigsten Förderprogramme für Unternehmen aus dem IHK Bezirk Frankfurt am Main aufgezeigt:

 

Bundesförderung Ladeinfrastruktur

Die Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ soll den Aufbau einer flächendeckenden und bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Fahrzeuge in Deutschland weiter vorantreiben. Bis 2020 fördert das BMVI den Aufbau von mindestens 15.000 Ladestationen mit einem Volumen von 300 Millionen Euro. Davon sind 100 Millionen für Normalladung bis 22 kW sowie 200 Millionen für Schnellladung ab 22 kW Ladeleistung vorgesehen. Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, also grundsätzlich alle Unternehmen.

 

Hessische Landesförderung Ladeinfrastruktur

Wer auf dem Betriebsgelände Ladesäulen aufstellt, bekommt 40 Prozent der Investitionskosten erstattet. Die Säulen sollen dabei nicht nur der Firmenflotte, sondern auch den Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Gefördert werden projektbezogene Ausgaben mit bis zu 40 %, die Fördersumme muss mindestens 8.000,- Euro betragen (entspricht mindestens 20.000,- Euro projektbezogene Ausgaben). Zu den förderfähigen Kosten gehören Planungsleistungen, Erdarbeiten und Netzanschlüsse. Förderfähig sind hessische Unternehmen aller Größen und sonstige juristische Personen in Hessen.

 

3. Kaufprämie für Elektrofahrzeuge (Umweltbonus)

 

Seit Juli 2016 können Käufer von Elektroautos eine Prämie beantragen. Sie erhalten einen Betrag von 4.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge und von 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Bund und Industrie tragen jeweils die Hälfte des Zuschusses. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). 

Das Amt vergibt die Förderung, solange bis die Bundesmittel von 600 Millionen Euro aufgebraucht sind. Das Programm läuft voraussichtlich noch über das Jahr 2019 hinaus. Eine Entscheidung durch die Bundesregierung steht jedoch noch aus.

 

4. Weiterführende Informationen und Links

 

Leitfaden zur Integration von Elektrofahrzeugen in die Unternehmensflotte

Die Nationale Organisation Wasserstoff (NOW) hat einen Handlungsleitfaden zur Integration von Elektrofahrzeugen in Flotten von Unternehmen bzw. Fuhrparkbetreibern veröffentlicht. Der Leitfaden zeigt Potenziale der Elektromobilität für Unternehmen auf, macht Handlungsoptionen für die Integration von Elektrofahrzeugen in den Fuhrpark deutlich und informiert mittels Praxisbeispielen.

 

Förderberatung des Bundes

Allgemeine Informationen zu Förderung von Elektromobilität in Unternehmen finden Sie auch auf der Seite Starterset Elektromobilität.

 

Beratung zur Umsetzung von Modellprojekten in Hessen

Die Projektleitstelle Bundesprojekte Strom bewegt der Geschäftsstelle Elektromobilität Hessen berät auf regionaler Ebene für Projekte, die einen modellhaften Charakter haben. Beispiele sind der Aufbau elektromobiler Fahrzeugflotten im kommunalen wie gewerblichen Bereich, die Entwicklung intermodaler Angebote oder die Elektrifizierung des Nahverkehrs.

 

Informationen zur Elektromobilität in der Region FrankfurtRheinMain

  • Die Wirtschaftsförderung Frankfurt informiert und berät rund um das Elektromobilität und Ladeinfrastruktur, Link zur Seite Frankfurt emobil
  • Über die Verkehrsinformationsseite MainZiel können Sie unter anderem den Standort vorhandener Ladestationen in Frankfurt abfragen, Link zu MainZiel

 

Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität

Bereits 2007 erklärte die Bundesregierung im Integrierten Energie- und Klimaprogramm die Förderung der Elektromobilität zu einem entscheidenden Baustein für den Klimaschutz. 2009 folgte mit dem "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" dann der maßgebliche Handlungsrahmen. Ziel ist die Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung und die Markteinführung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland voranzubringen. Bis spätestens zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren.

 

Am 3. Mai 2010 wurde deshalb die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) ins Leben gerufen, um Elektromobilität in Deutschland voran zu bringen und die Markteinführung innovativer Elektrofahrzeuge zu beschleunigen. Die NPE veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Fortschrittsberichte, aktuell den Fortschrittsbericht 2018 - Markthochlaufanalyse, der den erreichten Entwicklungsstand für Elektromobilität in Deutschland erfasst.

 

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Lukas Berkel Standortpolitik
Telefon: 069 2197-1303Fax: 069 2197-1485

PERFORM-Positionspapier für eine zukunftsfähige Mobilität in FrankfurtRheinMain

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