WIBank Hessen

Die Geschäftsaktivitäten der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) sind auf die nachhaltige Entwicklung des Landes Hessen ausgerichtet. Die Grundlage hierfür bildet der öffentliche Förderauftrag, der im WIBank-Gesetz verankert ist.
Die WIBank ist in allen monetären Förderangelegenheiten zentrale Ansprechpartnerin für Privatpersonen, für die gewerbliche Wirtschaft und Freiberufler sowie für Kommunen und Landkreise. Das Aufgabenportfolio reicht hierbei von der Konzeption über die Strukturierung und Bearbeitung von Förderprogrammen bis hin zur Beratung. Gemeinsam mit dem Land Hessen und den regionalen Kooperationspartnern und kommunalen Akteuren leistet die WIBank einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Bundeslandes sowie zur Steigerung der Lebensqualität. Die hessische Förderbank ist regional verankert und unterhält Standorte in Offenbach am Main (Hauptsitz), Kassel, Wetzlar und Wiesbaden. Das ermöglicht den direkten Austausch mit Kunden und Kooperationspartnern. Einen Schwerpunkt bildet das Engagement innerhalb des hessischen Gründerökosystems und der Austausch mit der Start-up Community. Dabei versteht sich die WIBank als Finanzierungspartnerin, Wissensträgerin und Netzwerkpartnerin, die Rahmenbedingungen gestaltet, Innovationen beflügelt und den Weg für zukunftsorientierte Geschäftsmodelle ebnet.
Die WIBank nimmt das monetäre Fördergeschäft für das Land Hessen wahr, d.h. die Förderung der Wirtschaft, Infrastruktur, des sozialen Wohnungswesens und Städtebaus, der Landwirtschaft sowie von Bildung und Beschäftigung in Hessen.
Geschäftsfeld gründen und wachsen
Das Geschäftsfeld umfasst die Aktivitäten der Wirtschafts- und Landwirtschaftsförderung. Eine Vielzahl an Programmen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups und Selbstständige bei Gründungs-, Wachstums-, Innovations- und Investitionsvorhaben. Weitere Fördermaßnahmen zur Ansiedlung von Unternehmen und der Entwicklung ländlicher Räume tragen entscheidend zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit Hessens bei. 
Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung ist das Programm GuW Hessen (ERP). Mit diesem Programm unterstützt die WIBank Existenzgründer bei der Realisierung ihrer Vorhaben. Aber auch bereits am Markt etablierte kleine und mittlere Unternehmen können vom GuW-Programm profitieren, um beispielsweise in neue Maschinen zu investieren, neue Märkte zu erschließen und weiter zu wachsen. Das sichert nicht nur vorhandene Arbeitsplätze und schafft neue Stellen in Hessen, sondern stößt auch Investitionen an, die für die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes Hessen essentiell sind. Die Projekte können eine Darlehensförderung von bis zu einer Millionen Euro erhalten.
Im Hausbankverfahren werden Nachrangdarlehen an Kleinunternehmen aus der gewerblichen Wirtschaft und an Freiberufler vergeben, das so genannte Kapital für Kleinunternehmen. Diese Förderung soll zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation dienen und zudem die Aufnahme weiteren Fremdkapitals ermöglichen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Programms ist, dass sich der Unternehmenssitz in Hessen befindet und nicht mehr als 15 sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter/-innen bei dem Unternehmen beschäftigt sind. Der Jahresumsatz darf zwei Millionen Euro nicht überschreiten. Die Darlehenshöhe liegt bei mindestens 25.000 Euro und maximal 150.000 Euro.
Ein wesentlicher Baustein in der Förderung von Existenzgründenden und jungen Unternehmen ist das Förderprogramm Hessen-Mikrodarlehen. Seit 2013 vergibt die WIBank kleinvolumige Kredite zwischen 3.000 und 35.000 Euro in Kooperation mit regionalen Förderinstitutionen. Hierzu zählen Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern sowie im öffentlichen Auftrag handelnde Wirtschaftsförderungsgesellschaften bzw. sonstige entsprechende Institutionen.
2020 wurde innerhalb weniger Wochen die neue Produktvariante Hessen-Mikroliquidität geschaffen, die auf dem bestehenden Programm Hessen-Mikrodarlehen beruht. Mit diesem Produkt konnten Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitenden und Soloselbständige bereits ab dem 03.04.2020 ohne Einbindung einer Hausbank durch die Corona-Krise entstandene Liquiditäts- bzw. Betriebsmittelbedarfe finanzieren. Die Antragstellung, Bewilligung und Auszahlung erfolgte in einem vereinfachten digitalen Prozess über ein neu geschaffenes Onlineportal und mit Unterstützung der bereits etablierten Kooperationspartner.