Ein Blick auf den Arbeitsmarkt im IHK-Bezirk Frankfurt am Main im dritten Quartal 2026
IHK-Bewertung: Arbeitsmarkt im dritten Quartal
Der Arbeitsmarkt im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zeigt auch im dritten Quartal 2026 nur geringe Dynamik. Zwar sind vereinzelt saisonale Entlastungen erkennbar, von einer nachhaltigen Erholung kann jedoch weiterhin keine Rede sein.
Dieses Bild deckt sich mit den Ergebnissen der jüngsten IHK-Konjunkturumfragen: Die Beschäftigungspläne vieler Unternehmen bleiben verhalten, während steigende Arbeitskosten von immer mehr Betrieben als Geschäftsrisiko genannt werden. Vor diesem Hintergrund überrascht die anhaltend schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt nicht.
Gleichzeitig zeigt sich ein interessantes Spannungsfeld: Während der Fach- und Arbeitskräftemangel in den aktuellen Konjunkturumfragen aufgrund der verhaltenen Wirtschaftslage für viele Unternehmen im Vergleich zu anderen Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung vorübergehend an Bedeutung verliert, werden die Auswirkungen des demografischen Wandels am Arbeitsmarkt zunehmend sichtbar. Die folgenden Auswertungen beleuchten die wichtigsten Entwicklungen auf Bundes-, Regional- und Kreisebene. Aktuelle Arbeitsmarktzahlen im IHK-Bezirk im Überblick:
Dieses Bild deckt sich mit den Ergebnissen der jüngsten IHK-Konjunkturumfragen: Die Beschäftigungspläne vieler Unternehmen bleiben verhalten, während steigende Arbeitskosten von immer mehr Betrieben als Geschäftsrisiko genannt werden. Vor diesem Hintergrund überrascht die anhaltend schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt nicht.
Gleichzeitig zeigt sich ein interessantes Spannungsfeld: Während der Fach- und Arbeitskräftemangel in den aktuellen Konjunkturumfragen aufgrund der verhaltenen Wirtschaftslage für viele Unternehmen im Vergleich zu anderen Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung vorübergehend an Bedeutung verliert, werden die Auswirkungen des demografischen Wandels am Arbeitsmarkt zunehmend sichtbar. Die folgenden Auswertungen beleuchten die wichtigsten Entwicklungen auf Bundes-, Regional- und Kreisebene. Aktuelle Arbeitsmarktzahlen im IHK-Bezirk im Überblick:
Aktuelle Arbeitsmarktzahlen im Überblick
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Arbeitslosigkeit 2026 (Q3) |
Arbeitslosenquote¹ 2026 (Q3) in Prozent |
Durchschnittliche Arbeitslosenquote |
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| Jul | Aug | Sep | Jul | Aug | Sep | Q3 | |
| FFM | 32.453 | 32.574 | 31.856 | 7,2 | 7,2 | 7,1 | 7,2 |
| HTK | 6.268 | 6.346 | 6.409 | 5,0 | 5,0 | 5,1 | 5,0 |
| MTK | 7.462 | 7.901 | 7.666 | 5,5 | 5,8 | 5,6 | 5,6 |
| IHK-Bezirk | 46.183 | 46.821 | 45.931 | 6,5 | 6,6 | 6,4 | 6,5 |
| Arbeitslosigkeit Vorjahresmonat |
Prozentuale Veränderung (Stand Sep 2026) zum |
||
| Sep25 | Quartalsbeginn | Vorjahresmonat | |
| FFM | 30.937 | -1,8 | 3,0 |
| HTK | 6.040 | 2,2 | 6,1 |
| MTK | 7.444 | 2,7 | 3,0 |
| IHK-Bezirk | 44.421 | -0,5 | 3,4 |
¹ bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen
Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Bundesweite Eckdaten
Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt auch zum Ende des dritten Quartals 2026 unter Druck. Die übliche Herbstbelebung fällt schwach aus. Zwar sank die Zahl der Arbeitslosen im September leicht, jedoch deutlich weniger als saisonal üblich. Gleichzeitig gehen Erwerbstätigkeit und Beschäftigung weiter zurück. Neben der anhaltenden konjunkturellen Schwäche wirken zunehmend strukturelle Faktoren: Insbesondere der demografisch bedingte Rückgang des Arbeitskräfteangebots bremst das Beschäftigungswachstum. Vor diesem Hintergrund gewinnen Maßnahmen zur Stärkung der Erwerbsbeteiligung sowie eine beschleunigte Erwerbsmigration weiter an Bedeutung.
- Arbeitslosigkeit bleibt auf hohem Niveau: Im September 2026 waren bundesweit 2,994 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber August geringfügig von 6,5 auf 6,4 Prozent.
- Erwerbstätigkeit weiter rückläufig: Im August 2026 waren rund 45,6 Millionen Menschen erwerbstätig. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um 236.000 Personen.
- Berufseinstieg für junge Fachkräfte erschwert: Die schwache Konjunktur wirkt sich zunehmend auf die Beschäftigungschancen junger Menschen aus. Besonders Hochschulabsolventinnen und -absolventen haben derzeit größere Schwierigkeiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. So hat sich Stand August 2026 unter anderem die Zahl der unter 30-jährigen Arbeitslosen mit akademischem Abschluss seit Juli 2022 auf 48.000 mehr als verdoppelt. Insgesamt führt die OECD die aktuellen Einstiegsprobleme Jüngerer in ihrem aktuellen Beschäftigungsausblick 2026 insbesondere auf konjunkturelle Schwäche und strukturelle Veränderungen zurück. Demnach lassen sich bislang allenfalls begrenzte empirische Belege dafür finden, dass der Einsatz von KI einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Einstiegschancen am Arbeitsmarkt hat.
- Beschäftigungsrückgang setzt sich fort: Die Institute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose sowie das IAB rechnen in ihren aktuellen Prognosen sowohl für 2026 als auch für 2027 mit einem weiteren Rückgang der Beschäftigung. Neben der schwachen Konjunktur spielt dabei vor allem die demografische Entwicklung eine zentrale Rolle.
IHK-Bezirk Frankfurt am Main
Wie auf Bundesebene zeigte sich auch im IHK-Bezirk Frankfurt am Main im dritten Quartal 2026 kaum Bewegung am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen blieb auf hohem Niveau und lag im September weiterhin über dem Vorjahreswert.
- Arbeitslosigkeit verharrt auf hohem Niveau: Im September 2026 waren im IHK-Bezirk Frankfurt am Main 45.931 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Quartalsbeginn entsprach dies einem leichten Rückgang um minus 0,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit blieb damit jedoch auf einem hohen Niveau.
- Arbeitslosenquote weitgehend stabil: Die Arbeitslosenquote lag im Juli bei 6,5 Prozent, stieg im August leicht auf 6,6 Prozent und sank im September wieder auf 6,4 Prozent. Im Durchschnitt des dritten Quartals betrug sie 6,5 Prozent und lag damit geringfügig über dem Niveau des zweiten Quartals.
- Jahresvergleich weiterhin negativ: Gegenüber September 2025 erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 3,4 Prozent. Dies verdeutlicht, dass die Belastungen am regionalen Arbeitsmarkt trotz weitgehend stabiler Entwicklung im Quartalsverlauf weiterhin bestehen.
Frankfurt am Main
Die Entwicklung am Frankfurter Arbeitsmarkt hat sich im dritten Quartal 2026 kaum verändert:
- Arbeitslosigkeit weiterhin auf hohem Niveau: Im September 2026 waren in Frankfurt am Main 31.856 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Quartalsbeginn entspricht dies einem Rückgang um 1,8 Prozent. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Frankfurt am Main zeigte sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat in allen Personengruppen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag im dritten Quartal bei 7,2 Prozent.
- Jahresvergleich weiterhin negativ: Trotz der leichten Entspannung im Quartalsverlauf lag die Zahl der Arbeitslosen im September um 3,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten nahezu alle Personengruppen einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, so die Agentur für Arbeit Frankfurt am Main.
- Weitere Informationen und Eckdaten finden Sie in unserem Webseitenartikel zu den Arbeitsmarktentwicklungen im ersten Halbjahr 2026.
Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis
Gegenüber dem ersten Halbjahr 2026 ergaben sich am Arbeitsmarkt im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis keine grundlegenden Veränderungen im dritten Quartal.
- Arbeitslosenquote weiterhin unter Bundesniveau: Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag im dritten Quartal bei 5,0 Prozent im Hochtaunuskreis und 5,6 Prozent im Main-Taunus-Kreis. Damit blieb sie in beiden Kreisen weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
- Arbeitslosigkeit über Vorquartalsniveau: Sowohl im Hochtaunuskreis als auch im Main-Taunus-Kreis lag die Zahl der Arbeitslosen im September über dem Niveau zu Beginn des Quartals. Im Hochtaunuskreis waren 6.409 Personen arbeitslos gemeldet, ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Quartalsbeginn. Im Main-Taunus-Kreis lag die Arbeitslosenzahl bei 7.666 Personen und damit 2,7 Prozent höher als zu Beginn des Quartals.
- Hochtaunuskreis mit stärkerem Anstieg im Jahresvergleich: Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im September im Hochtaunuskreis um 6,1 Prozent und damit deutlich stärker als im Main-Taunus-Kreis (plus 3,0 Prozent). Nach Angaben der Agentur für Arbeit blieb die übliche saisonale Entspannung im Hochtaunuskreis weitgehend aus.
- Hohe Hürden beim Berufseinstieg auch in den Landkreisen: Laut Agentur für Arbeit bleiben auch in den Landkreisen die Einstiegshürden insbesondere für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger weiterhin hoch. Unternehmen suchen erfahrene Fachkräfte, den jungen Menschen fehlt nach einer Ausbildung oder einem Studium häufig die Berufserfahrung.
- Weitere Informationen und Eckdaten finden Sie in unserem Webseitenartikel zu den Arbeitsmarktentwicklungen im ersten Halbjahr 2026.
Weitere Informationen
- Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose: Aufschwung mit Strukturproblemen - Finanzpolitik auf Abwegen
- IAB-Prognose 2026/2027: Erwerbstätigkeit schrumpft trotz besserer Konjunktur
- OECD-Beschäftigungsausblick 2026: OECD Employment Outlook 2026
- Pressemeldungen für den Agenturbezirk Frankfurt am Main: Der Arbeitsmarkt in Frankfurt am Main: Leichte Entspannung im Spätsommer
- Pressemeldungen für den Agenturbezirk Bad Homburg (HTK und MTK): Nur leichte Entspannungen am Arbeitsmarkt
