Konjunkturbericht für den IHK-Bezirk Frankfurt

Regionale Wirtschaft sendet deutliche Warnsignale: Exporte und Erwartungen sinken spürbar
Die Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main blicken im Frühjahr 2026 spürbar verhaltener auf die wirtschaftliche Entwicklung:
  • Der Geschäftsklimaindex bleibt erneut unterhalb der Wachstumsschwelle von 100: Er fällt gegenüber der Vorumfrage von 98 auf 92 Punkte.
  • Die aktuelle Geschäftslage wird schwächer eingeschätzt: Der Saldo sinkt um drei Punkte auf nur noch vier Punkte.
  • Der Ausblick wird noch negativer: Der Saldo der Geschäftserwartungen fällt von minus neun auf minus 19 Punkte.
  • Die Investitionsbereitschaft sinkt in fast allen Branchen: Der Investitionssaldo geht um sechs Punkte auf minus sechs Punkte zurück.
  • Bei den Beschäftigungsplänen überwiegt weiterhin Zurückhaltung: Der Beschäftigungssaldo sinkt um fünf Punkte auf minus sieben Punkte.
  • Der Ausblick für das Exportgeschäft verschlechtert sich besonders deutlich: Der Exportsaldo bricht um 22 Punkte auf minus 25 Punkte ein.
Die Bewertung der größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung aus Unternehmenssicht bleibt stabil, mit einer Verschiebung:
  1. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bleiben mit 59 Prozent das größte Risiko.
  2. Danach folgt die Inlandsnachfrage mit 55 Prozent.
  3. Deutlich an Bedeutung gewinnt die kritische Einschätzung der Energie- und Rohstoffpreise, die mit 51 Prozent auf Platz drei vorrücken.
Bei der Frage zu weiteren Risikofaktoren werden erneut am häufigsten Bürokratie und Überregulierung genannt.
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