Konjunkturbericht für Hessen

Leichte Aufhellung, kein Durchbruch
Im vierten Jahr in Folge zeigt sich die konjunkturelle Lage in einem stetigen auf und ab. Der Geschäftsklimaindex steigt zum Jahresbeginn 2026 von 92 auf 95 Punkte. Eine leichte Aufhellung, welche allerdings noch keine nachhaltige Erholung bedeutet. Ein Geschäftsklimaindex über dieser Schwelle konnte zuletzt zur Frühsommerbefragung im Jahr 2023 erreicht werden. Der Index wird aus der Geschäftslage und den Geschäftserwartungen gebildet. Der Anstieg des Geschäftsklimaindex wird von beiden Faktoren gleichermaßen beeinflusst. Der Saldo der Geschäftslage steigt um drei Punkte auf null Punkte. Der Saldo der Geschäftserwartungen steigt um zwei auf minus zehn Punkte.
Die Einzelindikatoren zeigen hier ähnlich positive Tendenzen. Der Investitionssaldo stagniert bei minus neun Punkten. Die Exporterwartungen zeigen die größten Veränderungen: Der Saldo verbessert sich merklich von minus 16 Punkte auf minus sieben Punkte, verharrt damit jedoch weiterhin im negativen Bereich. Nach den Personalplänen gefragt, agieren die befragten Unternehmen mit Vorsicht: Der Beschäftigungssaldo verbessert sich minimal von minus elf Punkte auf minus zehn Punkte und verbleibt damit ebenfalls deutlich im negativen Bereich. Nach wie vor geht die Mehrzahl der Unternehmen von einem Personalabbau aus.
Die Top-3-Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung haben sich auch zu Jahresbeginn nicht verändert. An der Spitze stehen weiterhin die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit 61 Prozent, gefolgt von der Inlandsnachfrage mit 59 Prozent und den Arbeitskosten mit 54 Prozent. Diese Faktoren belasten die Unternehmen spürbar und erschweren eine nachhaltige Erholung der Konjunktur.

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