Konjunkturbericht für Hessen
Geschäftsklima rutscht deutlich ab – Erwartungen stark eingetrübt
Die zu Jahresbeginn aufkeimende Hoffnung auf eine Erholung der konjunkturellen Lage ist bis zum Frühsommer der Realität gewichen. Die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten und Osteuropa haben dem Erholungskurs der hessischen Wirtschaft einen Dämpfer versetzt:
- Der Geschäftsklimaindex rutscht zum Frühsommer 2026 deutlich von 95 auf 86 Punkte ab.
- Der Rückgang des Geschäftsklimaindex wird insbesondere von den Geschäftserwartungen beeinflusst: Der Saldo geht von minus zehn auf minus 23 Punkte zurück.
- Der Saldo der Geschäftslage verringert sich von null auf minus fünf Punkte.
- Der Investitionssaldo geht von minus neun auf minus 14 Punkte zurück.
- Nach den Personalplänen gefragt, äußern sich die Unternehmen zunehmend zurückhaltend: Der Saldo verringert sich von minus zehn auf minus 16 Punkte.
- Die Exporterwartungen zeigen die größte Veränderung: Der Saldo bricht von minus sieben auf minus 22 Punkte ein. Auch die hier betrachteten Branchen zeigen grundsätzlich negative Entwicklungen.
- Die Handelsbranche bildet nach wie vor das Schlusslicht und liegt mit 69 Punkten deutlich hinter den anderen Branchen.
- Auch der Geschäftsklimaindex der Dienstleistungsbranche fällt mit 91 Punkten deutlich schlechter aus als noch zu Jahresbeginn.
Die Bewertung der größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung aus Unternehmenssicht bleibt stabil, mit einer Verschiebung:
- Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bleiben mit 63 Prozent das größte Risiko.
- Deutlich an Bedeutung gewinnt die kritische Einschätzung der Energie- und Rohstoffpreise, die mit 61 Prozent auf den zweiten Platz vorrücken.
- Darauf folgt die Inlandsnachfrage mit 59 Prozent.
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