Neujahrsempfang der französischen Business Community in der IHK Frankfurt: Ausdruck einer starken Verbindung für die Region
12. Februar 2026
Am Mittwochabend (11.2.) hatte der Club des Affaires de la Hesse zusammen mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main und in Kooperation mit weiteren Partnern unter der Schirmherrschaft des französischen Generalkonsulats die französische Business Community zum Neujahrsempfang 2026 in den Räumen der IHK eingeladen. Die Veranstaltung unterstrich die große Bedeutung der Unternehmen der französischen Business Community für Wachstum, Innovation und Beschäftigung in Frankfurt RheinMain sowie die enge deutsch-französische Partnerschaft.
„Die französische Business Community ist ein unverzichtbarer Teil unseres Wirtschaftsstandorts. Französische Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, investieren langfristig und stärken FrankfurtRheinMain als international vernetzte Region. Gerade in Zeiten geopolitischer Umbrüche sind solche starken Partnerschaften wichtig – für Investitionen, Innovation und die digitale Zukunft Europas“, erklärte Klaus-Stefan Ruoff, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main.
Ein inhaltlicher Fokus des Abends lag auf dem Thema digitale Infrastruktur. Hier profitiert der Standort Frankfurt RheinMain, einer der führenden Digitalstandorte weltweit, von einer engen deutsch-französischen Kooperation: Mit einer geplanten Investition von zwei Milliarden Euro im Rhein-Main-Gebiet setzt das französische Unternehmen Data4 ein starkes Signal für die digitale Zukunft der Region und stärkt ihre Bedeutung für die digitale Zukunftsfähigkeit Europas weiter.
Dr. Clemens Christmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main, mahnte: „Rechenzentren bilden heute eine kritische Infrastruktur. Und wenn Frankfurt seine Rolle als führender Digitalstandort sichern will, braucht es verlässliche und realistische Rahmenbedingungen, die derartige Investitionen in Rechenzentren möglich machen – und keine zusätzlichen Vorgaben und Ausschlussgebiete, die Rechenzentren faktisch verhindern. Die Wärmeplanung sollte die Abwärme konsequent berücksichtigen und wirtschaftlich tragfähige Lösungen im Dialog mit den Betreibern entwickeln.“
Emmanuelle Bitton-Glaab, Präsidentin Club des Affaires de la Hesse e.V. und Secrétaire de la Commission Europe des Conseillers du Commerce Extérieur de la France (CCE) - Referentin Ukraine, kommentierte: „Hessen, insbesondere die Region FrankfurtRheinMain, ist ein äußerst attraktiver Standort für französische Unternehmen. Hier haben sich bedeutende Cluster in Schlüsselbranchen wie Life Sciences und Pharma, Finanztechnologie sowie Chemie gebildet. Über 750 französische Unternehmen sind inzwischen in Hessen angesiedelt und tragen maßgeblich zur wirtschaftlichen Dynamik sowie zur Innovationskraft der Region bei. Besonders freut es mich, dass wir auf einen langjährigen, vertrauensvoll-partnerschaftlichen Austausch mit unseren deutschen Partnern – allen voran der IHK Frankfurt am Main – zurückblicken können und sich gerade im Start-up-Bereich die Zusammenarbeit um Kernthemen wie KI intensiviert.“ Die Bedeutung der Netzwerkveranstaltung für die französische Community wurde unterstrichen durch die Anwesenheit von Jérôme Brouillet, Leiter der Wirtschaftsabteilung der französischen Botschaft in Berlin. Er betonte in seinem Vortrag die Wichtigkeit grenzüberschreitender Initiativen im Bereich generativer KI.
Partner der Veranstaltung war das Team France Allemagne, das sich aus einer Reihe von Unternehmen und Organisationen zusammensetzt, die sich für die Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich einsetzen, darunter Business France und die Französische Handelskammer in Deutschland mit Sitz in Saarbrücken (CCFA).
Die wirtschaftliche Nähe zwischen Frankfurt RheinMain und Frankreich ist traditionell ausgesprochen stark: Frankreich ist der zweitwichtigste Auslandsmarkt für hessische Unternehmen. 2025 exportierten Unternehmen aus Hessen Waren im Wert von rund 6,2 Mrd. Euro nach Frankreich. Noch prägender für die Beziehungen ist jedoch das große Engagement französischer Unternehmen in der Region. Ihre Präsenz hat Tradition und hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich verstärkt. Nach einer Studie der IHK Frankfurt am Main aus dem Jahr 2025 sind rund 750 französische Unternehmen im IHK-Bezirk ansässig, 75 Prozent davon im Handelsregister eingetragen. 2006 waren es noch rund 430. Auch als Investoren spielen französische Unternehmen eine zentrale Rolle – etwa in Schlüsselbranchen wie der Pharmaindustrie oder Rechenzentren.
v. I.: Dr. Clemens Christmann (Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main), Emmanuelle Bitton-Glaab (Präsidentin Club des Affaires de la Hesse e.V. und Secrétaire de la Commission Europe des Conseillers du Commerce Extérieur de la France (CCE) - Referentin Ukraine), Klaus-Stefan Ruoff, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main
Die Bilder sind für redaktionelle Zwecke rechtefrei nutzbar unter Nennung des Photocredit „Sauda/Club des Affaires de la Hesse“
