Gemeinsame Identität

Internationaler Finanzplatz und Messezentrum, Logistikdrehscheibe, innovativer Industriestandort und dynamisches Dienstleistungszentrum – all das hat die Metropolregion FrankfurtRheinMain zu einem der wichtigsten Wirtschaftsräume in Europa gemacht.

Von Mainz bis Aschaffenburg, von der Wetterau bis Darmstadt: Knapp drei Millionen Erwerbstätige erwirtschaften mehr als acht Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung. Die Metropolregion sticht durch ihre Vielfältigkeit im wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben hervor. Das ist die besondere Stärke von Frankfurt-RheinMain. Darin offenbart sich aber auch eine Schwierigkeit der Metropol-region: ihre Heterogenität.

Die Industrie- und Handelskammern in FrankfurtRheinMain haben schon früh die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der Akteure in der Metropolregion erkannt. Mit dem IHK-Forum Rhein-Main, das bereits zu Beginn der Neunzigerjahre gegründet wurde, ist das Fundament für das Zusammenwachsen der Region gelegt worden. Es vertritt die Interessen von fast 370 000 Unternehmen, es bezieht Stellung zu wichtigen Themen und bietet gleichzeitig eine Diskussionsplattform bei strittigen Themen. Zudem wirkt es an der Außendarstellung der Region entscheidend mit.

Der Wettbewerb der Wirtschaftszentren in Europa und der demografische Wandel sind zwei der großen Herausforderungen, denen sich die Metropolregion stellen muss. Es sind bereits zahlreiche Anstrengungen in diesem Prozess unternommen worden, um die Region zukunftsfähig aufzustellen. So ist beispielsweise das Bekenntnis zur Wissensregion FrankfurtRheinMain ein wichtiger Schritt im Wettbewerb um die klugen Köpfe. Die enge Vernetzung zwischen Wissenschaft und Unternehmen schafft Innovationen und Wachstum, zieht Unternehmen und High-Potentials an und sichert FrankfurtRheinMain seinen Platz im Standortwettbewerb. Die Region ist näher zusammengerückt – die Identifizierung mit der Metropolregion ist aber in den Köpfen noch nicht fest verwurzelt. Hier sind Initiativen wichtig, die auch nach innen wirken. Die Initiative KulturRegion FrankfurtRheinMain ist ein gutes Beispiel, wie eine gemeinsame Identität in der Region gefördert werden kann. Aber auch eine Internationale Bauausstellung kann ähnliche Impulse setzen. Kurzum: Die Metropolregion FrankfurtRheinMain hat viel erreicht – vieles gilt es noch zu erreichen.


Matthias Gräßle
Hauptgeschäftsführer
Industrie- und Handelskammer
Frankfurt am Main

IHK WirtschaftsForum
November 2008

 

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