Bahnhofsumfeld ist Schlüssel für starken Tourismusstandort Frankfurt


16. Juni 2026
In der Sitzung des Ausschusses für Tourismus der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main am Montag (15.6.) wies Thomas Reichert, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Tourismus, nachdrücklich auf den drängenden Handlungsbedarf bei Sicherheit und Sauberkeit hin, insbesondere im Bahnhofsumfeld: „Der Hauptbahnhof und sein unmittelbares Umfeld zählen für viele Gäste zu den ersten Eindrücken unserer Stadt. Daher ist es wichtig, neben dem Hauptbahnhof auch das gesamte Bahnhofsviertel modern, sicher und sauber zu gestalten.“

Sicherheit am Hauptbahnhof im Fokus des neuen Koalitionsvertrages

Bahnhofsmanagerin Melanie Kühner stellte im Rahmen eines Impulsvortrags die Entwicklung des Frankfurter Hauptbahnhofs als touristischen Kontaktpunkt vor. Im Hinblick auf den Koalitionsvertrag wertete Reichert es positiv, dass die neue Koalition in Frankfurt die Sicherheit rund um den Bahnhof als drängendes Thema offenbar erkannt habe. Reichert: „Die im neuen Koalitionsvertrag genannten Maßnahmen für den öffentlichen Raum wie die Erhöhung der Polizeipräsenz, mehr Videoüberwachung, eine Verringerung aggressiven Bettelns sowie eine Reduktion drogenkonsumbezogener Verhaltensweisen begrüße ich sehr. Das sind für Besucher, Gäste, Kunden und Gewerbetreibende gute Nachrichten. Denn Sie tragen dazu bei, die Aufenthaltsqualität rund um den Hauptbahnhof zu erhöhen und das Image Frankfurts insgesamt zu verbessern.“
Mit Blick auf die touristischen Themen im neuen Koalitionsvertrag betont Reichert: „Ich freue mich, dass wichtige Forderungen der IHK in den Koalitionsvertrag eingeflossen sind. So sollen die Schlüsselprojekte des Masterplans Tourismus 2030 umgesetzt und das Kongress- und Messegeschäft durch intensive Akquise ausgebaut werden. Immens wichtig für die Weiterentwicklung des Sport- und Eventstandorts Frankfurt ist das Bekenntnis der Koalition zur geplanten Multifunktionsarena, die noch in dieser Wahlperiode zusammen mit einem Mobilitätskonzept realisiert werden soll. Erfreulich für die Gastronomie, aber auch für die Händler, ist zudem der Wille der neuen Koalition, die Sondernutzungssatzung und die Werberichtlinie im Sinne der Anforderungen des Gewerbes anzupassen.“
Im Ausschuss herrscht Einigkeit, dass die Gastronomie eine mögliche Verpackungsteuer weiterhin ablehnt. Zwar möchte die neue Koalition zusammen mit der Frankfurter Gastronomie an der Reduzierung von Verpackungsmüll arbeiten, um eine Verpackungsteuer überflüssig zu machen. Eine klare Absage sei dies jedoch nicht. „Die Stadt Frankfurt sollte von der Einführung einer kommunalen Verpackungsteuer absehen. Der erwartete Nutzen steht in keinem Verhältnis zu den Kosten, die Unternehmen und Verwaltung durch deren Umsetzung und Kontrolle entstehen würden. Eine Verpackungsteuer schafft neue Bürokratie und trifft besonders kleine und mittlere Betriebe wie Gastronomie, Einzelhandel und weitere Dienstleistungsbetriebe empfindlich“, so Reichert.