Caspar: Öffentliches Ausschreibungsverfahren des Frankfurter Marathons bereits ab 2027 ermöglichen
22. Juni 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main begrüßt die Ankündigung der Stadt Frankfurt, den Frankfurt Marathon ab 2029 über ein definiertes Ausschreibungsverfahren zu vergeben – und fordert, dass auch die Jahre 2027 und 2028 nach denselben transparenten Spielregeln vergeben werden.
IHK-Präsident Ulrich Caspar sagt: „Wer öffentlichen Grund und städtische Infrastruktur nutzt, sollte sich dem Wettbewerb stellen. Kein Veranstalter hat ein Anrecht auf eine Dauervergabe, das gilt auch für so traditionsreiche Veranstaltungen wie den Frankfurt Marathon. Warum eine mögliche Neuvergabe erst ab 2029 möglich sein soll, ist aus Sicht der Wirtschaft allerdings nicht nachzuvollziehen.”
Die IHK Frankfurt sieht in der Marathon-Debatte ein Grundsatzthema: Wettbewerb um die Ausrichtung öffentlichkeitswirksamer Großveranstaltungen führt zu besseren Ergebnissen. Für den Wirtschaftsstandort, die Veranstaltungsqualität und für den Steuerzahler. Ein klar definiertes Kriteriensystem schützt die Interessen aller Beteiligten: Sportliche Qualität, wirtschaftliche Wertschöpfung für die Region und langfristige Veranstaltungsstrategie können so transparent gegeneinander abgewogen werden.
Dass die Stadt nun eine Fachanwaltskanzlei mit der Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen beauftragt hat, zeigt, dass die Frage der Vergabe längst über eine sportpolitische Debatte hinausgewachsen ist. Die Erfahrungen anderer Großstädte belegen: Ohne ein sauberes Vergabeverfahren drohen langwierige Rechtsstreitigkeiten, die am Ende alle Beteiligten: Veranstalter, Stadt und Teilnehmer belasten. Ein frühzeitig und verbindlich eingeleitetes Ausschreibungsverfahren, das auch die Jahre 2027 und 2028 einschließt, wäre hier die kluge und rechtssichere Entscheidung.
Caspar betont: „Der Frankfurt Marathon ist eines der wichtigsten Aushängeschilder des Sportstandorts Frankfurt. Er bringt jährlich Zehntausende Teilnehmer und Besucher in die Stadt, belebt den Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie und demonstriert Frankfurts Leistungsfähigkeit als internationale Metropole. Genau deshalb verdient die Frage, wer diese Veranstaltung ausrichtet, ein zügiges Verfahren, das wirtschaftliche Wertschöpfung für Frankfurt und sportliche Exzellenz gleichrangig in den Mittelpunkt stellt.”
