Dr. Adelt: Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung sendet wichtige Impulse für den Gründungs-Standort Frankfurt


23. Juli 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main begrüßt die gestern vom Bundeskabinett beschlossene Startup- und Scaleup-Strategie als wichtigen Schritt zur Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Deutschland. Insbesondere die zahlreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Wachstumsfinanzierung und des Venture-Capital-Ökosystems greifen zentrale Forderungen auf, die die IHK Frankfurt zuletzt in ihrem Positionspapier „Venture Capital – Praxisimpulse aus dem Finanzplatz Frankfurt am Main“ formuliert hat. „Die Bundesregierung setzt mit der Startup- und Scaleup-Strategie ein wichtiges Signal für mehr Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Besonders positiv bewerten wir den klaren Fokus auf Venture Capital, Wachstumskapital und die Mobilisierung privaten Kapitals für Zukunftstechnologien“, erklärt Dr. Marco Adelt, Startup-Ausschussvorsitzender der IHK Frankfurt und Autor des IHK-Positionspapiers Venture-Capital.
Aus Sicht der IHK Frankfurt kommt die Strategie zum richtigen Zeitpunkt. Die Zahl der Gründungen stieg in Deutschland jüngst auf einen Rekordwert. Auch der Wagniskapitalmarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 14 Prozent gut entwickelt. Investitionen von rund fünf Milliarden Euro wurden im ersten Halbjahr 2026 über Wagniskapital in Deutschland finanziert. Im internationalen Vergleich besteht jedoch weiterhin Nachholbedarf bei der Verfügbarkeit von Venture Capital, insbesondere in den Wachstumsphasen von Startups und Scaleups.
Besonders erfreulich ist aus IHK-Sicht die stärkere Einbindung institutioneller Investoren. Die Strategie sieht unter anderem zusätzliche Anreize für Venture-Capital-Investitionen im Bereich der Altersvorsorge sowie Verbesserungen im regulatorischen Umfeld für institutionelle Kapitalgeber vor. Dies entspricht der zentralen Forderung der IHK Frankfurt Versicherungen, Pensionsfonds und weitere Kapitalsammelstellen stärker für Investitionen in innovative Wachstumsunternehmen zu öffnen.
Auch über die Finanzierungsfragen hinaus enthält die Strategie aus Sicht der IHK Frankfurt wichtige Weichenstellungen. Die gezielte Förderung von DefenceTech- und Dual-Use-Startups sowie der verbesserte Zugang zu Finanzierung und öffentlichen Beschaffungsmärkten stärken die technologische Souveränität Deutschlands und schaffen zugleich neue Wachstumschancen für innovative Unternehmen auch in der Region FrankfurtRheinMain.
Ebenso begrüßt die IHK Frankfurt, dass die Bundesregierung mit dem Themenschwerpunkt „Bürokratierückbau" langjährige Forderungen der Wirtschaft aufgreift, um Gründungsverfahren zu beschleunigen. Entscheidend ist nun, dass die angekündigten Maßnahmen zügig und konsequent umgesetzt werden.
Positiv bewertet die IHK zudem den Schwerpunkt im Vergabe-und Wettbewerbsrecht, um den Zugang von Startups zu öffentlichen Aufträgen zu verbessern. „Innovationen sind für den Staat auch eine Chance – gerade in der öffentlichen Beschaffung können Startups wertvolle Partner sein. Wer jungen Unternehmen den Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtert, stärkt nicht nur deren Entwicklung, sondern investiert zugleich in die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts", betont Dr. Marco Adelt, Startup-Ausschussvorsitzender der IHK Frankfurt.