Einigung zur privaten Altersvorsorge stärkt Unternehmensfinanzierung. Caspar: „Marktwirtschaftliche Prinzipien sollten im Vordergrund stehen“
27. März 2026
Die IHK Frankfurt am Main begrüßt die heute vom Bundestag verabschiedete Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge. Mit den im Altersvorsorgereformgesetz beschlossenen Maßnahmen werden verstärkte Impulse zum privaten Vermögensaufbau über den Kapitalmarkt gesetzt. „Indem endlich Teile des bislang niedrig- oder nicht verzinst gehaltenen Sparvolumens künftig leichter in attraktive kapitalmarktbasierte Altersvorsorgeprodukte fließen können, werden zugleich die Finanzierungsoptionen der Unternehmen ausgeweitet. Das ist ein wichtiges Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, so Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main.
Kernelemente der beschlossenen Reform sind individuelle Altersvorsorgedepots ohne starre Garantievorgaben. Anleger sollen mehr Angebotsvielfalt, bessere Renditechancen, eine größere Wahlfreiheit sowie Flexibilität in der Auszahlungsphase erhalten.
Kernelemente der beschlossenen Reform sind individuelle Altersvorsorgedepots ohne starre Garantievorgaben. Anleger sollen mehr Angebotsvielfalt, bessere Renditechancen, eine größere Wahlfreiheit sowie Flexibilität in der Auszahlungsphase erhalten.
Allerdings sieht die IHK das zuletzt noch in das Gesetz integrierte und nun beschlossene öffentlich verwaltete Standarddepot kritisch. „Mit dem Staat als Marktteilnehmer droht eine unfaire Verzerrung des Wettbewerbs, der privatwirtschaftliche Lösungen schwächen und so die Angebotsvielfalt einschränken könnte. Wenn die im Kern richtige Reform langfristig Erfolg haben soll, sollten marktwirtschaftliche Prinzipien und ein breites Angebot der Privatwirtschaft klar im Vordergrund stehen“, so Caspar abschließend.
