Hans-Messer-Preis 2025: IHK Frankfurt zeichnet Arbeiten zu Wasserstofftechnologie und internationalen Kapitalmärkten aus


26. Mai 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main hat den Hans-Messer-Preis 2025 an zwei Absolventen der Frankfurt University of Applied Sciences verliehen. Die Auszeichnung ging an Roxana Tennert (Master Maschinenbau) und Arvid Kühl (Bachelor International Finance). Der Preis ist mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Mit dem seit 1990 verliehenen Hans-Messer-Preis würdigt die IHK Frankfurt herausragende wissenschaftliche Arbeiten mit besonderer Bedeutung für Innovation, Wirtschaft und Praxis. Die Auszeichnung trägt den Namen des ehemaligen IHK-Präsidenten Hans Messer.
Roxana Tennert entwickelte in ihrer Masterarbeit innovative metallische Strömungsfelder für alkalische Elektrolyseure zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Durch den Einsatz additiver Fertigung gelang es ihr, die Effizienz der Wasserstoffproduktion signifikant zu steigern und damit einen wichtigen Beitrag zur industriellen Umsetzung der Energiewende zu leisten. Die Arbeit verbindet technologische Innovation mit hoher wirtschaftlicher Relevanz und zeigt praxisnah das Potenzial moderner Fertigungsmethoden für die Wasserstoffwirtschaft.
Arvid Kühl untersuchte in seiner Bachelorarbeit die Auswirkungen finanzmarktpolitischer Reformen auf ausländische Investitionen am Beispiel Südkoreas. Mithilfe einer umfangreichen empirischen Analyse von Kapitalmarkt- und Unternehmensdaten konnte er zeigen, dass institutionelle Reformen und regulatorische Verlässlichkeit entscheidende Faktoren für internationale Kapitalzuflüsse sind. Seine Arbeit liefert wertvolle Erkenntnisse für Wissenschaft, Politik und Finanzpraxis und verdeutlicht die Bedeutung stabiler wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen im globalen Wettbewerb.
„Gerade in Zeiten tiefgreifender wirtschaftlicher und technologischer Transformation braucht Deutschland mehr denn je wissenschaftliche Exzellenz, Innovationsmut und praxisorientierte Forschung. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, welchen Beitrag Hochschulen und junge Talente für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts leisten. Als IHK Frankfurt am Main ist es uns ein Anliegen, den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken und uns für verlässliche Rahmenbedingungen einzusetzen, damit Innovationen schneller den Weg in die industrielle Praxis finden und Zukunftstechnologien aus Deutschland heraus international erfolgreich werden“, erklärt Ulrich Caspar.