IHK-Bau- und Immobilienausschuss fordert Kurswechsel im Wohnungsbau
12. Februar 2026
In seiner Sitzung vom 11. Februar 2026 hat sich der Ausschuss Bau- und Immobilienwirtschaft der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main für einen klaren Kurswechsel einer künftigen Römerkoalition in der Wohnungsbaupolitik ausgesprochen. Angesichts steigender regulatorischer Vorgaben insbesondere der Stadt Frankfurt und sinkender Investitionen der Wirtschaft in den Bau von Wohnungen ist eine Neuausrichtung unausweichlich, um wieder Dynamik in die Bautätigkeit zu bringen.
„Die Kommunalwahl 2026 ist auch eine Abstimmung über die künftige Wohnungspolitik der Stadt Frankfurt. Für mehr beziehbaren Wohnraum und dringend benötigte Investitionen in den Wohnungsbau benötigt Frankfurt eine investitionsfreundlichere Politik. Wer Verantwortung übernehmen will, sollte auch sagen, wie Frankfurt einfacher und schneller bauen kann und nicht beschreiben, wie man Bauen durch kommunale Satzungen weiter verkompliziert“, erklärt Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main.
Die Bau- und Immobilienwirtschaft ist ein zentraler Treiber für wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Entwicklung im IHK-Bezirk Frankfurt am Main. Doch Flächenknappheit, überbordende Regulierung, langwierige Genehmigungsverfahren und steigende Kosten bremsen die Investitionstätigkeit und gefährden damit den dringend benötigten Wohnungsbau für die Fach- und Arbeitskräfte in der Region.
„Insbesondere die vielen kommunalen Satzungen in Frankfurt, wie die Gestaltungssatzung Freiraum und Klima, die Milieuschutz- und die Stellplatzsatzung sowie der sogenannte Frankfurter Baulandbeschluss behindern dringend benötigte Investitionen in den Bau von neuen Wohnungen“, betont Jürgen Conzelmann, Vorsitzender des IHK-Ausschusses Bau- und Immobilienwirtschaft. „Die künftige Koalition im Römer sollte alle Satzungen im Dialog mit der Wirtschaft kritisch prüfen, modernisieren oder gegebenenfalls vollständig streichen“, so Conzelmann weiter.
„Aus Sicht des Bau- und Immobilienausschusses ist zudem entscheidend, dass die Kommunen im gesamten IHK-Bezirk existierende Instrumente, wie den sogenannten „Bau-Turbo“, konsequent einsetzen und in den jeweiligen Genehmigungsstellen und Ämtern verankern. Wo die rechtlichen Voraussetzungen bereits bestehen, sollte die Anwendung gerade des „Bau-Turbos“ zum verbindlichen Standard werden, damit Planungs- und Genehmigungsprozesse spürbar beschleunigt werden“, appelliert Conzelmann.
Die IHK Frankfurt am Main steht bereit, den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft vor und nach der Kommunalwahl aktiv zu begleiten und praxisnahe Lösungen zu entwickeln.
