Leistungsfähigere Kapitalmärkte erleichtern die Unternehmensfinanzierung: IHK Frankfurt begrüßt europäische Einigung zur Belebung des Verbriefungsmarktes
22. Oktober 2026
Die IHK Frankfurt am Main begrüßt, dass sich Rat und Europäisches Parlament am Mittwochabend vorläufig auf eine Reform des europäischen Verbriefungsrahmens verständigt haben. Ziel ist es, den Verbriefungsmarkt zu stärken, Kapitalanforderungen für risikoarme Verbriefungen zu mindern und Sorgfaltspflichten für Marktteilnehmer zu reduzieren. Kreditinstitute sollen dadurch mehr Spielraum für die Finanzierung von Unternehmen, Infrastrukturprojekten und privaten Haushalten erhalten. „Europa braucht tiefere Kapitalmärkte, damit Unternehmen leichter wachsen, investieren und Zukunftstechnologien finanzieren können. Die Reform richtet die Vorgaben für Verbriefungen stärker am tatsächlichen Risiko aus. Das ist wichtiges Signal für den Finanzplatz Frankfurt“, sagt Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main. Rat und Parlament sollten die Einigung deshalb zügig förmlich bestätigen.
Verbriefungen können dazu beitragen, dass Kreditinstitute zusätzliches Kapital für Investitionen mobilisieren. Die IHK Frankfurt setzt sich seit Langem dafür ein, den europäischen Verbriefungsmarkt zu stärken und übermäßige regulatorische Anforderungen abzubauen. Aus Sicht der IHK haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass viele Vorschriften zwar zur Finanzstabilität beigetragen, gleichzeitig aber Finanzierungsmöglichkeiten eingeschränkt und damit mittelbar die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas geschwächt haben. Caspar fordert, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen und auch bei weiteren Teilvorhaben der Savings and Investments Union konsequent auf Wettbewerbsfähigkeit, Verhältnismäßigkeit und Bürokratieabbau setzen.
