Caspar: 43 Prozent weniger Mietwohnungsangebot in Frankfurt seit 2022
23. Juli 2026
Das Angebot an Mietwohnungen in Frankfurt am Main hat sich in den vergangenen vier Jahren nahezu halbiert. „Ein Minus von 43 Prozent beim Angebot an Mietwohnungen – das ist eine dramatische Verschlechterung für den Wirtschaftsstandort. Und in Zeiten eines Fach- und Arbeitskräftemangels eine schlechte Nachricht für alle Unternehmen, die neue Mitarbeiter suchen, die hier wohnen wollen. Zudem verzeichnet Frankfurt den stärksten Rückgang bei Mietinseraten unter den zehn untersuchten deutschen Großstädten“, sagt Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 sank die Zahl der in Frankfurt ausgegebenen Mietinserate im zweiten Quartal laut Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) um 8,8 Prozent.
„Wer eine neue Wohnung sucht, findet immer weniger Angebote. Beziehbarer Wohnraum ist aber eine zentrale Voraussetzung, damit Unternehmen Mitarbeiter halten und neue Fachkräfte für die Region gewinnen können“, so Caspar.
Die IHK fordert vor diesem Hintergrund bessere Rahmenbedingungen für den privatwirtschaftlichen Wohnungsbau. Caspar macht deutlich: „Allein mit mehr Wohnraum können wir den Mietmarkt nachhaltig entlasten und die Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort langfristig sichern. Dafür sollten mehr Flächen für den Wohnungsbau ausgewiesen, Baukosten gesenkt und Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Zudem sollten bestehende regulatorische Hemmnisse durch lokale Vorgaben und Satzungen überprüft werden. So können Investitionen attraktiver gestaltet und mehr Tempo beim Wohnungsbau ermöglicht werden.“
