Neujahrsempfang des chinesischen Generalkonsulates in Frankfurt IHK begrüßt Jahr des Feuerpferdes gemeinsam mit Bürgermeisterin Dr. Eskandari-Grünberg und Generalkonsul Huang Yiyang Caspar: „In Zeiten globaler Unsicherheiten bleibt Dialog unverzichtbar.“


16. Februar 2026
Der jährliche Neujahrsempfang des Generalkonsulates der Volksrepublik China in Frankfurt, der seit vielen Jahren gemeinsam mit der Stadt Frankfurt ausgerichtet wird, fand am Freitagabend (13.2.) bereits zum zweiten Mal in den Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main statt. An dem Abendempfang nahmen rund 300 Gäste aus der Region und den angrenzenden Bundesländern teil. Der Abend stand ganz im Zeichen des Feuerpferdes, das nach dem chinesischen Kalender am 17. Februar die Führung der Tierkreiszeichen übernimmt. Traditionell finden in China rund um dieses Datum viele Festivitäten und Zusammenkünfte statt, bei denen Tanz und Musik eine zentrale Rolle spielen. So durfte auch in Frankfurt der chinesische Löwentanz nicht fehlen, der den Empfang eröffnete.
Trotz eines anspruchsvollen Marktumfeldes, geprägt von globalen Handelskonflikten sowie steigenden Preis- und Wettbewerbsdrucks auf dem Heimatmarkt, bleibt China für viele deutsche Unternehmen ein Schlüsselmarkt. Unternehmen aus dem Kammergebiet setzen weiterhin auf strategische Kooperationen mit chinesischen Partnern, etwa in den Bereichen intelligente Produktion, Medizintechnik oder Kreislaufwirtschaft. Besonders in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit erlangt der chinesische Markt für hessische Unternehmen einen immer wichtigeren Stellenwert. Auch im Außenhandel sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 erreichten die hessischen Ausfuhren nach China einen Wert von rund vier Milliarden. Euro. Damit lag die Volksrepublik auf Rang acht der hessischen Exportmärkte. Bei den Einfuhren steht China mit einem Warenwert von rund 15 Milliarden Euro hinter den USA auf Platz zwei.
Insbesondere die Region Frankfurt Rhein-Main fungiert für die chinesische Wirtschaft als zentraler Handelspartner: „Als internationale Wirtschaftsmetropole und Finanzzentrum ist unsere Region Heimat für zahlreiche chinesische Unternehmen, Institutionen und Familien“, erklärt Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main. „Insgesamt zählen wir in unserem IHK-Bezirk rund 1.000 chinesisch investierte Unternehmen und über 7.000 chinesische Bürgerinnen und Bürger. Es ist uns eine Freude, mit dieser Business-Community gemeinsam das chinesische Neujahr zu feiern. Wir verstehen diesen Abend auch als Wertschätzung und Bestätigung der engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Regionen“, ergänzt IHK-Präsident Ulrich Caspar.
Bürgermeisterin Dr. Eskandari-Grünberg betonte ebenfalls die Verbundenheit der beiden Partnerstädte Frankfurt und Guangzhou und bedankte sich für die langjährige und gute Zusammenarbeit mit dem chinesischen Generalkonsulat.
Auch wenn bei den chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten in der IHK Frankfurt vorrangig das seelische und leibliche Wohl der Gäste im Mittelpunkt stand, spielten die weltpolitischen Spannungen und Handelskonflikte in den Grußworten der deutschen und chinesischen Seite eine wichtige Rolle. Schlagworte wie Zölle, Exportkontrollen und Ausfuhrgenehmigungen prägen derzeit den Welthandel und haben auch auf Europa zunehmend Auswirkungen. Vor diesem Hintergrund betonte IHK-Präsident Ulrich Caspar: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass der deutsche Bundeskanzler, Friedrich Merz, Ende des Monats mit einer Wirtschaftsdelegation nach Peking reist. Aus Sicht der IHK Frankfurt ist dieser Besuch ein wichtiges und richtiges Signal – wirtschaftlich wie auch politisch. Gerade in einer Zeit globaler Unsicherheiten und wachsender geopolitischer Spannungen bleibt der politische Dialog auf höchster Ebene unverzichtbar.“