Gewerbetreibende an Planungen für Umgestaltung der Triftstraße beteiligen
14. Januar 2026
In Niederrad beschäftigt sich der zuständige Ortsbeirat derzeit mit der Einrichtung eines Radwegs auf der Triftstraße. Den Vorschlag des Ortsbeirats, einen Sicherheitstreifen parallel zum Parkstreifen einzurichten, um Radfahrer besser vor dem sogenannten Dooring zu schützen, lehnte der Magistrat Mitte Dezember in einer Stellungnahme ab. Stattdessen bietet er dem Ortsbeirat 5 an, die straßenbegleitenden Stellplätze auf dem 500 Meter langen Streckenabschnitt gänzlich zu entfernen.
„Dieses Vorgehen weckt bei uns die Sorge, dass der Magistrat drauf und dran ist, nun in der Triftstraße die Fehler aus der Eschersheimer Landstraße zu wiederholen“, kommentiert Susanne von Verschuer, Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main, den Magistratsvorschlag. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main hatte im vergangenen Jahr beobachtet, dass sich die Abschaffung von Parkplätzen an der Eschersheimer Landstraße und die damit verbundene Umgestaltung des Straßenraums negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der dort ansässigen Betriebe auswirkte. Da die betroffenen Unternehmen vorab weder informiert noch einbezogen worden waren, wurden erst mit deutlicher zeitlicher Verzögerung und nach anhaltender Kritik einige Anpassungen umgesetzt, die die Bedürfnisse der Gewerbetreibenden berücksichtigten. Eine Reihe von Unternehmen hatte in der Zwischenzeit teils existenzbedrohende Umsatzrückgänge und eine deutliche niedrigere Kundenfrequenz zu verzeichnen. Die Bedrohung der damit verbundenen Existenzen wäre allerdings vermeidbar gewesen, wären die Bedarfe der Gewerbetreibenden frühzeitig im Planungsprozess erfasst und bei der Umsetzung berücksichtigt worden.
IHK-Vizepräsidentin von Verschuer bezieht daher klar Position: „Ein Szenario wie an der Eschersheimer Landstraße sollte unbedingt vermieden werden. Bei der Entscheidung des Ortsbeirats über die künftige Gestaltung der Triftstraße gilt es auch die Belange der Wirtschaft einzubeziehen. Der Ortsbeirat 5 ist gut beraten, frühzeitig und umfassend den Dialog mit den ansässigen Gewerbetreibenden in der Triftstraße zu suchen und deren Bedarfe in seinen Plänen zu berücksichtigen, bevor auf den Vorschlag des Magistrats eingegangen wird.”
