Caspar: Wichtig, dass Spitzenforschung schneller in der Wirtschaft ankommt
7. Oktober 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main begrüßt die Entscheidung, die Rhein-Main-Universitäten ab 2027 als Exzellenzverbund zu fördern. Die Goethe-Universität Frankfurt, die Technische Universität Darmstadt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhalten über sieben Jahre eine Förderung von bis zu 155 Millionen Euro.
„Die Auszeichnung ist ein starkes Signal für den Wissenschaftsstandort FrankfurtRheinMain. Für die Wirtschaft entsteht daraus insbesondere dann ein Mehrwert, wenn neue Erkenntnisse schneller ihren Weg in Unternehmen, neue Produkte und erfolgreiche Gründungen finden“, sagt IHK-Präsident Ulrich Caspar. „Entscheidend ist, diese Stärken noch enger miteinander zu verbinden. Wenn Forschung schneller in wirtschaftliche Anwendung gelangt, stärkt das Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung am Standort. Helfen könnte dabei auch, jungen Menschen im Rahmen der Schulausbildung frühzeitig Kenntnisse zu Unternehmertum, unternehmerischem Handeln und dem Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in wirtschaftliche Anwendungen zu vermitteln, damit neue Erkenntnisse häufiger in Innovationen, Gründungen und marktfähige Produkte münden.“
Wissenstransfer und Gründungen stärken
Frankfurt und die Region verfügen mit einem vielfältigen Branchenmix und einer breiten Unternehmenslandschaft, leistungsfähigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie einem wachsenden Startup-Ökosystem über gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wissenstransfer. Besondere Anknüpfungspunkte bestehen unter anderem in den Bereichen Finanzwirtschaft, Chemie und Pharma, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
Auch die Hochschulen sollten den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft weiter erleichtern und Gründungen aus der Wissenschaft gezielt unterstützen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen benötigen gut erreichbare Ansprechpartner und transparente Zugänge zu Forschungskompetenzen und Kooperationsmöglichkeiten.
Die drei Universitätsstädte können zudem dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für technologieorientierte Gründungen und forschungsnahe Unternehmen zu verbessern. Dafür sollten geeignete Flächen für Labore, Entwicklung und weiteres Wachstum zur Verfügung stehen.
IHK verbindet Wirtschaft und Wissenschaft
Die IHK Frankfurt unterstützt seit vielen Jahren den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Dazu zählen unter anderem die Initiative Wissensregion FrankfurtRheinMain, die Zusammenarbeit im Startup-Ökosystem und mit den Hochschulen sowie der IHK-Dissertationspreis und der Hans-Messer-Preis. Zudem verabschiedeten die IHK Frankfurt, die Goethe Universität Frankfurt, die Frankfurt School of Finance & Management, die Frankfurt University of Applied Sciences sowie die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main eine gemeinsame Resolution zur Förderung des Digital-Standorts Frankfurt am Main.
„Frankfurt und die Region verfügen über eine starke Wissenschafts- und Unternehmenslandschaft. Jetzt kommt es darauf an, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter zu stärken und gute Rahmenbedingungen für Innovationen und Ausgründungen zu schaffen“, erklärt IHK-Präsident Caspar.
