Erfahrungsaustausch „Zukunft Innenstadt“ IHK Frankfurt am Main begrüßt die Aufstockung des hessischen Landesprogramms um 11 Millionen Euro


22. April 2026
Wie können Innenstädte und Ortszentren auch künftig attraktiv und wirtschaftlich leistungsfähig bleiben, wenn sich die Förderinfrastruktur ausdünnt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches „Zukunft Innenstadt“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main, zu dem Vertreter aus Kommunen, Wirtschaftsförderungen und Stadtentwicklung im Massif Central in Frankfurt zusammenkamen. Die IHK Frankfurt begrüßt in diesem Zusammenhang die Aufstockung des hessischen Landesprogramms „Zukunft Innenstadt“ um rund 11 Millionen Euro im Jahr 2026.
Der strukturelle Wandel in den deutschen und hessischen Innenstädten schreitet mit großen Schritten weiter voran: Wachsende Leerstände, verändertes Konsumverhalten und neue Nutzungsansprüche stellen Kommunen aller Größen vor große Herausforderungen. Zugleich drohen die zur Verfügung stehenden Mittel knapper zu werden. Das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) ist Ende 2025 ausgelaufen. Eine Verlängerung ist nicht vorgesehen.
„Lebendige Innenstädte sind ein entscheidender Standortfaktor für Handel, Dienstleistungen und Gastronomie“, betont Markus Buch, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main. „Wenn Bundesmittel wegfallen, sollten Kommunen und Wirtschaft noch enger zusammenarbeiten, um Investitionen zu ermöglichen, Frequenz zu sichern und Innenstädte wettbewerbsfähig aufzustellen.“

Gleichzeitig gab es in jüngster Zeit positive Impulse aus Hessen: Im Rahmen der 12. Sitzung des Hessischen Bündnisses Innenstadt im März im Stadthof Hanau hat Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori bekannt gegeben, dass im Jahr 2026 weitere rund 11 Millionen Euro im Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ für die Weiterentwicklung hessischer Innenstädte bereitgestellt werden sollen. Darüber hinaus ist eine Evaluierung geplant, in der die Erfahrungen aus den bisherigen Förderrunden ausgewertet und bei den künftigen Ausschreibungen berücksichtigt werden sollen.
„Wir begrüßen ausdrücklich die Fortsetzung und Aufstockung des Landesprogramms ‚Zukunft Innenstadt‘“, führt Markus Buch weiter aus. „Dass Hessen 2026 außerplanmäßig zusätzliche Fördermittel bewilligt, schafft bessere Standortbedingungen für die Unternehmen in Innenstadtlagen. Insbesondere der Einzelhandel und die Gastronomie, die unter der gedämpften Konsumstimmung stark leiden, profitieren davon.“