Deutschland bewirbt sich mit Frankfurt offiziell bei der EU als AMLA-Sitz

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF), die Hessische Landesregierung und die Stadt Frankfurt am Main haben am 9. November 2023 die offizielle Bewerbung Deutschlands mit Frankfurt als Sitz der zukünftigen EU-Behörde zur Geldwäschebekämpfung AMLA (Anti-Money Laundering Authority) bekanntgegeben.
Mit Frankfurt am Main verfügt Deutschland über einen idealen Standort zur Koordination der Geldwäschebekämpfung in Europa: Frankfurt ist der Finanzplatz Nummer 1 in der EU. Hier sind zahlreiche der Finanzinstitute ansässig, über die die AMLA die direkte Geldwäscheaufsicht führen wird, zudem die Europäische Zentralbank (EZB) und zahlreiche weitere europäische und internationale Institutionen, etwa der SSM-Aufsichtsarm der EZB oder das International Sustainability Standards Board (ISSB). Deutschland besitzt mithin einige Erfahrung bei der Ansiedlung internationaler Einrichtungen, so dass das Funktionieren der AMLA vom ersten Tag an sichergestellt ist.

Über 40 Forschungseinrichtungen und Universitäten in der Region sorgen für einen großen Talentpool. Die hervorragende Verkehrsanbindung Frankfurts gewährleistet, dass die anderen EU-Mitgliedstaaten sowie die Institutionen der Europäischen Union in Brüssel schnell und gut erreichbar sind; einer der weltweit größten Internetknotenpunkte sowie umfassende Rechenzentrumskapazitäten stehen ebenfalls zur Verfügung.

Die Bundesregierung, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt wollen die Ansiedlung und den Aufbau der AMLA in Frankfurt auch in finanzieller Hinsicht unterstützen und dafür über einen Zeitraum von 5 Jahren gemeinschaftlich insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung stellen.