Caspar: FrankfurtRheinMain gewinnt den internationalen Standortwettbewerb nur als gemeinsam auftretende Region.
26. Juni 2026
Die IHK Frankfurt am Main fordert mehr verfügbare Gewerbeflächen und schnellere Verfahren, um weitere internationale Unternehmen für die Region zu gewinnen. Als Gastredner der IHK Vollversammlung am 25. Juni 2026 berichtete Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, über die Ansiedlungsarbeit der Gesellschaft. Die Nachfrage internationaler Unternehmen ist hoch, doch könne die Region Investitionen verlieren, wenn sie nicht genügend Flächen anbieten könne. „Nur gemeinsam als Metropolregion haben wir im intensiv geführten, internationalen Standortwettbewerb eine Chance zu bestehen“, so Menges.
Die IHK begrüßt die Koordinierungsleistung der FRM GmbH, die eine Anfrage eines potentiellen Investors an die Akteure in der gesamten Metropolregion weiterreicht und die Angebote dann gebündelt an die Interessenten zurückgibt. IHK-Präsident Ulrich Caspar lobt den Ansatz als Ausdruck einer gemeinsamen wirtschaftlichen Identität über Landes- und Kommunalgrenzen hinweg. Den von Menges benannten Engpass bei den kommunalen Flächenangeboten kritisiert die IHK mit Nachdruck und fordert die Städte und Gemeinden auf, kurzfristig vermarktbare Flächen auszuweisen, beispielsweise für Gewerbestandorte einschließlich Logistik und Rechenzentren. Zudem sollten die Kommunen die Verfahren der Ausländerbehörden für internationale Fach- und Führungskräfte beschleunigen.
Zudem fordert die IHK die Kommunen auf, dazu beitragen, eine zuverlässige Energieversorgung mit wettbewerbsfähigen Preisen zu gewährleisten, um wieder mehr Investitionen von Industrieunternehmen zu ermöglichen. Caspar: „Dazu sollten die Kommunen den Ausbau und die Modernisierung der Versorgungsnetze bei Strom, Gas und Fernwärme unterstützen und vorantreiben.“
Caspar: „Verbessern sich diese Rahmenbedingungen vor Ort, dann wird unsere Region ihre Stärken im internationalen Wettbewerb noch besser ausspielen, wie etwa den Flughafen, den Finanzplatz, ein führendes Life-Sciences-Cluster und die hohe Internationalität. Dann kann die Region noch mehr zusätzliche Wirtschaftskraft nach FrankfurtRheinMain holen.“
