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Pop-Up-Store Berufliche Zukunft im Main-Taunus-Zentrum (MTZ) bietet Orientierung IHK Frankfurt informiert während der Osterferien über duale Ausbildung


01. April 2026
Während der hessischen Osterferien eröffnet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main einen „Pop-Up-Store“ zur beruflichen Orientierung. Unter dem Titel „Berufliche Zukunft“ können sich Besucherinnen und Besucher über die duale Berufsausbildung sowie über verschiedene Wege in den Beruf informieren. Der Infostand befindet sich im Main-Taunus-Zentrum und richtet sich an Schülerinnen und Schüler und insbesondere an Schulabgängerinnen und Schulabgänger sowie an Studierende, die zweifeln, ob ein Studium der richtige Weg für sie ist. Auch Eltern, Lehrkräfte und weitere Interessierte sind eingeladen, sich über Ausbildungsberufe und berufliche Perspektiven zu informieren.

Mit dem Pop-Up-Store bringt die IHK Frankfurt am Main ihre Beratungsangebote bewusst an einen Ort, an dem viele junge Menschen und ihre Familien ihre Freizeit verbringen. Ziel ist es, berufliche Orientierung niedrigschwellig anzubieten und persönliche Gespräche in einer offenen Atmosphäre zu ermöglichen. Das Team der Ausbildungsberatung der IHK steht vor Ort für individuelle Fragen zur Verfügung und informiert über Ausbildungswege, Berufsbilder und Einstiegsmöglichkeiten.

Neben persönlichen Beratungsgesprächen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein interaktives Programm. Dazu gehören unter anderem Angebote zur Berufserkundung mit Virtual Reality, kurze Workshops zur Berufsfindung sowie weitere Informationsangebote rund um Ausbildung und Beruf. Ergänzend sind an ausgewählten Tagen Partnerinstitutionen wie die Bundesagentur für Arbeit oder die Gesellschaft für Jugendbeschäftigung beteiligt.

Klaus-Stefan Ruoff, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main und Ausschussvorsitzender des Ausschusses Hochtaunus / Main-Taunus, unterstreicht die Bedeutung des Angebots und des Standorts: „Das Main-Taunus-Zentrum ist ein zentraler Anlaufpunkt für viele Menschen aus Frankfurt, dem Hochtaunus- und dem Main-Taunus-Kreis. Der Pop-Up-Store bietet hier eine gute Möglichkeit, sich über die Chancen und Möglichkeiten der dualen Berufsausbildung zu informieren. Gerade in unserer wirtschaftsstarken Region werden gut qualifizierte Fachkräfte dringend gebraucht.“
Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung der IHK Frankfurt am Main, betont: „Die Wahl des richtigen Berufs ist für viele junge Menschen eine große Entscheidung. Deshalb ist es wichtig, Orientierung frühzeitig und möglichst niedrigschwellig anzubieten. Mit dem Pop-Up-Store schaffen wir ein offenes Informations- und Beratungsangebot außerhalb des klassischen Schulkontextes. Jugendliche und ihre Eltern können hier unkompliziert vorbeikommen, Fragen stellen und sich über Ausbildungswege informieren.“

Wie wichtig solche Angebote sind, zeigt die Ausbildungsumfrage 2025 der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Diese belegt, dass knapp ein Drittel der befragten Ausbildungsbetriebe häufig oder regelmäßig Schwierigkeiten bei der Berufswahlkompetenz von Schulabgängern wahrnimmt. Besonders deutlich wird dies unter anderem bei der Fähigkeit, sich eigenständig über Ausbildungswege zu informieren. Offene Formate, die Informationsangebote direkt zur Zielgruppe bringen, senken die Hemmschwelle, sich aktiv mit der eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen.
Der Pop-Up-Store Berufliche Zukunft ist bis zum 11. April 2026 auf der Freifläche am Food Garden im Main-Taunus-Zentrum geöffnet. Besucherinnen und Besucher können montags bis samstags jeweils von 10 bis 20 Uhr ohne Anmeldung vorbeikommen und sich über berufliche Perspektiven informieren.

IHK Frankfurt am Main wird Ehrenplakette an Dr. Bettina Orlopp verleihen


01. April 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main wird auf ihrer Vollversammlung am Donnerstag, 16. April 2026, Dr. Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank AG, mit der IHK-Ehrenplakette auszeichnen. Mit der höchsten Auszeichnung der IHK Frankfurt würdigt die Kammer ihre herausragenden Verdienste um den Finanzplatz Frankfurt sowie ihr persönliches Engagement für die Förderung des Wirtschaftsstandortes.
Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main, sagte: „Mit der Ehrenplakette zeichnen wir eine Persönlichkeit aus, die in einer anspruchsvollen Phase der europäischen Bankengeschichte klare Führungsstärke beweist. Dr. Bettina Orlopp hat die Commerzbank strategisch neu ausgerichtet und damit auch dem Finanzplatz Frankfurt einen wichtigen Dienst erwiesen. Ein starker Finanzplatz braucht starke Persönlichkeiten, und diese Auszeichnung ist unser Zeichen des Dankes und der Anerkennung.“
Die IHK Frankfurt am Main verfolgt seit vielen Jahren mit großer Wertschätzung die Tätigkeit von Dr. Orlopp an der Spitze der Commerzbank. Unter ihrer Führung hat das Institut in einer anspruchsvollen Phase strategische Weichen gestellt und nachhaltige Impulse für die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzsektors sowie die Positionierung Frankfurts als führendem europäischen Bankenstandort gesetzt. Caspar lobte in diesem Zusammenhang auch die herausragende Bedeutung der Commerzbank für den gewerblichen Mittelstand. „Die Commerzbank übernimmt eine zentrale Rolle in der Begleitung und Finanzierung von Mittelstandsthemen. Damit stärkt sie die Rolle des Finanzplatzes Deutschland in Frankfurt.“
Die Verleihung der IHK-Ehrenplakette ist Persönlichkeiten vorbehalten, die sich in außergewöhnlicher Weise für die wirtschaftliche Entwicklung der Region eingesetzt haben. Zu den bisherigen Trägern zählen unter anderem der ehemalige Hessische Ministerpräsident Roland Koch, der frühere Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank Hans-Joachim Tonnellier sowie frühere Oberbürgermeister und IHK-Präsidenten. Die Auszeichnung wird im Rahmen der öffentlichen Vollversammlung der IHK Frankfurt am Main erfolgen.

Begrünung auf Kosten der Betriebe: IHK fordert Baustopp an der Bleidenstraße


01. April 2026
Nachdem aufgrund der Mainova-Baustelle an der Bleidenstraße über ein Jahr lang die Erreichbarkeit der dortigen Geschäfte und Betriebe eingeschränkt wurde, gibt es kein Durchatmen für die dort ansässigen Betriebe. Ganz im Gegenteil müssen sie sich erneut auf weitere Belastungen einstellen. Denn die Stadt Frankfurt am Main wird Anfang April Entsiegelungsmaßnahmen in der Bleidenstraße durchführen.
Die betroffenen Gewerbetreibenden lehnen den geplanten Eingriff ab. Bei den zu entsiegelnden Flächen handelt es sich zum Teil um klassische Parkplätze für Kunden, zum Teil um Halteplätze, die im täglichen Betriebsablauf unverzichtbare Be- und Entladebereiche darstellen, die sowohl vom Handel als auch vom Handwerk sowie von Logistik- und Zustelldiensten genutzt werden. „Diese Parkplätze sind für unsere Belieferung und unsere Kunden von hoher Bedeutung. Wir konnten uns bisher kaum von der letzten Baustelle erholen, da kommt schon die nächste, die uns negativ betrifft. Das kann uns die Existenz kosten“, bekräftigt Herr Djurabchi, Geschäftsinhaber der Classico Teppichgalerie.
Darüber hinaus beklagen die Händler, dass die beiden Lieferzonen, die als Kompensation für die wegfallenden Flächen neu geplant werden, nicht in praktikabler Nähe liegen und daher weder den Betrieben noch ihren Zulieferern oder Kunden funktional dienen. Die IHK Frankfurt am Main fordert, in Rücksprache mit den Unternehmen eine Verschiebung der Ladezonen zu prüfen. Beispielsweise könnte die geplante Zone am Friedrich-Stoltze-Platz vor das Gebäude Bleidenstraße 6 verschoben werden.
Betroffen ist unter anderem die ortsansässige Metzgerei Heininger. Der Inhaber Richard Heininger betont: „Wir unterstützen umweltfreundliche Maßnahmen ausdrücklich und leisten unseren Beitrag, indem wir beispielsweise unsere Innenstadtlieferungen bereits per Lastenrad durchführen. Aber für weitere Strecken sind wir auf unsere Firmenfahrzeuge angewiesen. Diese Stellplätze sind dafür von zentraler Bedeutung für uns. Wenn wir hier nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können, werden die noch verbliebenen Handelsgeschäfte nach und nach aus der Innenstadt verschwinden.“
Große Unzufriedenheit besteht darüber hinaus hinsichtlich der Kommunikation seitens der Stadt Frankfurt. Die Unternehmen berichten, dass sie weder frühzeitig informiert noch in die Planung der Grünflächen oder der Lieferzonen eingebunden wurden. Vielmehr seien Gespräche im Rahmen einer Vor-Ort-Begehung erst sehr kurzfristig – lediglich rund zwei Wochen vor Baubeginn – zustande gekommen. „Schon wieder erleben wir, dass die Unternehmen nicht in die Umbaupläne der Stadt Frankfurt eingebunden werden“, bedauert Dr. Alexander Theiss, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt. „Dieses Vorgehen verstärkt das Gefühl, dass die Belange des Handels im Innenstadtbereich keine Priorität hat und systematisch ignoriert wird“, führt er weiter aus.
Die IHK Frankfurt am Main sieht die genannten Entwicklungen mit erheblicher Besorgnis. Sie fordert die Stadt auf, die Maßnahme zunächst zu stoppen und zuerst die notwendigen Abstimmungen mit den ansässigen Betrieben zu treffen. Bei künftigen Planungen sollte die Stadt Frankfurt frühzeitig einen transparenten, engen sowie frühzeitigen Austausch mit den betroffenen Unternehmen beginnen, um negative Auswirkungen auf die Wirtschaft zu vermeiden. Nur wenn ökologische Stadtentwicklungsziele und wirtschaftliche Anforderungen in Einklang gebracht werden, kann die Frankfurter Innenstadt als vielfältiger und wirtschaftlich starker Standort erhalten bleiben.
Hintergrund:
Die Maßnahme ist Teil des bereits 2022 vom Ortsbeirat beschlossenem Blockkonzepts zur Entwicklung der Innenstadt. Im Zuge dieser Maßnahme sollen die bestehenden Pflasterflächen in den Parkbuchten auf beiden Straßenseiten der Bleidenstraße entfernt und anschließend begrünt werden. Begleitend soll eine Lieferzonen am Friedrich-Stoltze-Platz eingerichtet und ein ehemaliger Behindertenparkplatz in eine weitere Lieferzone für den Wirtschaftsverkehr umgewandelt werden.