Nr. 5317074

Caspar: FrankfurtRheinMain gewinnt den internationalen Standortwettbewerb nur als gemeinsam auftretende Region.


26. Juni 2026
Die IHK Frankfurt am Main fordert mehr verfügbare Gewerbeflächen und schnellere Verfahren, um weitere internationale Unternehmen für die Region zu gewinnen. Als Gastredner der IHK Vollversammlung am 25. Juni 2026 berichtete Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, über die Ansiedlungsarbeit der Gesellschaft. Die Nachfrage internationaler Unternehmen ist hoch, doch könne die Region Investitionen verlieren, wenn sie nicht genügend Flächen anbieten könne. „Nur gemeinsam als Metropolregion haben wir im intensiv geführten, internationalen Standortwettbewerb eine Chance zu bestehen“, so Menges.
Die IHK begrüßt die Koordinierungsleistung der FRM GmbH, die eine Anfrage eines potentiellen Investors an die Akteure in der gesamten Metropolregion weiterreicht und die Angebote dann gebündelt an die Interessenten zurückgibt. IHK-Präsident Ulrich Caspar lobt den Ansatz als Ausdruck einer gemeinsamen wirtschaftlichen Identität über Landes- und Kommunalgrenzen hinweg. Den von Menges benannten Engpass bei den kommunalen Flächenangeboten kritisiert die IHK mit Nachdruck und fordert die Städte und Gemeinden auf, kurzfristig vermarktbare Flächen auszuweisen, beispielsweise für Gewerbestandorte einschließlich Logistik und Rechenzentren. Zudem sollten die Kommunen die Verfahren der Ausländerbehörden für internationale Fach- und Führungskräfte beschleunigen.
Zudem fordert die IHK die Kommunen auf, dazu beitragen, eine zuverlässige Energieversorgung mit wettbewerbsfähigen Preisen zu gewährleisten, um wieder mehr Investitionen von Industrieunternehmen zu ermöglichen. Caspar: „Dazu sollten die Kommunen den Ausbau und die Modernisierung der Versorgungsnetze bei Strom, Gas und Fernwärme unterstützen und vorantreiben.“
Caspar: „Verbessern sich diese Rahmenbedingungen vor Ort, dann wird unsere Region ihre Stärken im internationalen Wettbewerb noch besser ausspielen, wie etwa den Flughafen, den Finanzplatz, ein führendes Life-Sciences-Cluster und die hohe Internationalität. Dann kann die Region noch mehr zusätzliche Wirtschaftskraft nach FrankfurtRheinMain holen.“

formie gewinnt den Preis der Metropolregion 2026


24. Juni 2026
Im Namen der Wirtschaftskammern in FrankfurtRheinMain vergibt PERFORM jährlich den „Preis der Metropolregion“. Gewürdigt wird ein herausragendes Projekt, das die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes in ausgewählten Themenfeldern stärkt. Im Finale beim „Tag der Metropolregion“ am 23. Juni 2026 in der IHK Frankfurt am Main überzeugte die formie GmbH das Publikum: Die gleichnamige App des Wiesbadener Unternehmens wurde im Live-Voting zum Sieger des mit 10.000 Euro dotierten Awads gekürt.
Das Rhein-Main-Gebiet zählt zu den attraktivsten Regionen Europas und der Welt. Das anhaltende Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum bringt Chancen mit sich und stellt die Metropolregion zugleich vor Herausforderungen – etwa beim Ausbau von Infrastruktur, Wohnraum und Gewerbeflächen. Gleichzeitig gilt es, die Innovationskraft und Resilienz der Region zu fördern sowie qualifizierte Fach- und Führungskräfte aus dem In- und Ausland anzuziehen, um künftige Wertschöpfung, Wohlstand und Lebensqualität zu sichern.
Damit FrankfurtRheinMain auch morgen international zur Spitze gehört, braucht es engagierte Menschen und mutige Ideen. Mit dem „Preis der Metropolregion“ würdigt PERFORM im Namen der regionalen Wirtschaftskammern seit 2024 jährlich ein herausragendes Projekt, das die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes in ausgewählten Themenfeldern stärkt. Nachdem eine Jury aus allen Einreichungen fünf Projekte für das Finale nominiert hatte, präsentierten sich diese am 23. Juni 2026 beim „Tag der Metropolregion“ auf großer Bühne in der IHK Frankfurt am Main. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis konnte die formie GmbH aus Wiesbaden mit ihrer gleichnamigen App im Publikums-Voting für sich entscheiden.

App-Innovation aus Wiesbaden vereinfacht Behördengänge

Elterngeld zu beantragen, ist ein komplexer bürokratischer Prozess. Diesen hat formie digitalisiert und auf wenige Minuten verkürzt. Die App nimmt werdenden und wachsenden Familien den mentalen Stress, den Behördengänge und das Ausfüllen von Anträgen mit sich bringen können. Darüber hinaus ermittelt formie automatisch den optimalen Bemessungszeitraum und berechnet in Echtzeit den voraussichtlichen Elterngeldanspruch. Das unterstützt die App-Nutzer, finanziell das Beste aus ihrem Leistungsanspruch herauszuholen.
Selbstständige, Freiberufler, Eltern mit atypischen Beschäftigungsverhältnissen sowie Alleinerziehende gehören laut formie zu den Menschen, die besonders von der App profitieren. Darüber hinaus baut formie Sprachbarrieren ab, da die App „Behördendeutsch“ in einfache, logisch aufeinander aufbauende Fragen übersetzt.
„Perspektivisch soll formie zur mehrsprachigen, zentralen Antragsplattform ausgebaut werden und Behördengänge über verschiedene Lebensbereiche hinweg erleichtern. Damit treibt formie Innovationen aus FrankfurtRheinMain voran und hat das Potenzial, einen neuen Effizienzstandard für die digitale Verwaltung zu setzen. Das hat nicht nur unsere Jury überzeugt, sondern auch das Publikum beim Tag der Metropolregion 2026“, erklärte Ulrich Caspar, Vorsitzender von PERFORM und Präsident der IHK Frankfurt am Main, im Anschluss an die Preisverleihung.
„Wir freuen uns riesig, dass wir den Preis der Metropolregion 2026 gewonnen haben und sowohl die Jury in der Vorauswahl als auch das Publikum im Finale von unserer Idee überzeugen konnten“, sagte Alicia Grein, Co-Founderin und CEO der formie GmbH, und ergänzte: „Das Preisgeld sowie die weiteren Möglichkeiten, die uns diese Auszeichnung geschaffen hat, unterstützen uns in unserem Ziel, die Bürokratie in Deutschland für alle Menschen spürbar zu vereinfachen.“

Zukunftsregion – ein gemeinschaftlicher Gestaltungsauftrag

Neben Ulrich Caspar und Dr. Heike Wenzel, Stellvertretende Vorsitzende von PERFORM und Präsidentin der IHK Aschaffenburg, die Teil der diesjährigen Jury war, gratulierte auch Staatssekretär Benedikt Kuhn der stolzen Gewinnerin. Um die Idee hinter dem „Preis der Metropolregion“ bekannter zu machen, unterstützt der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Vorsitzende des Länderübergreifenden Strategieforums FrankfurtRheinMain die Auszeichnung als Schirmherr. Er erklärte zu Beginn des Finales, dass es eine Gemeinschaftsaufgabe sei, die Metropolregion dauerhaft leistungsstark und lebenswert zu gestalten. Der „Preis der Metropolregion“ mache Ideen sichtbar, die die Attraktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes stärken. Auch wenn nur ein Projekt gewinnen könne: Die Finalistinnen und Finalisten seien alle leuchtende Beispiele für die Region.
Neben formie standen folgende Projekte im Finale 2026:
  • Green Rocks: Nachhaltiger Standard für moderne Rechenzentren (Green Mountain KMW Data Center GmbH, Mainz)
  • Handwerkerparkausweis: Problemlos in der gesamten Metropolregion zum Einsatzort (ivm GmbH, Frankfurt am Main)
  • KI-Straßenzustandsmonitoring (Landkreis Bergstraße und ZAKB – Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße)
  • Nachhaltigere Pendlermobilität: Pilotprojekt zur Skalierung betrieblicher Fahrgemeinschaften (Fraport AG, traffiQ – lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main, Karos mobility)
Auf den Preis der Metropolregion 2026 konnten sich Kommunen, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Vereine und Initiativen mit Hauptsitz in FrankfurtRheinMain bewerben. Gesucht wurden Ideen, die die Entwicklung folgender Themenfelder vorantreiben:
  • Interkommunale und/oder bundesländerübergreifende Zusammenarbeit
  • Fließender Verkehr und nahtlose, nachhaltige Mobilität
  • Smarte Städte und Gemeinden sowie E-Governance
  • Resiliente Region: belastbare und krisenfeste Strukturen
  • Führende Gründungs- und Innnovationsregion
  • Gemeinsame Identität und gute Willkommenskultur
Alle Hintergrundinformationen: perform-frm.de/preisdermetropolregion
Vorherige Preisträger:
Preis der Metropolregion 2025: Startup-Inkubator LAUNCH Rhein-Main
Preis der Metropolregion 2024: Circle – der Hub für Urban Mining
Preis der Metropolregion 2023: Staatsminister a. D. Axel Wintermeyer (symbolisch zur Ankündigung der ersten offiziellen Ausschreibung im Jahr 2024 und ohne Preisgeld)
Jurymitglieder 2026:
Jörg Brömer, Präsident der IHK Wiesbaden
Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main
Susanne Haus, Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
Christian Jöst, Präsident der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar
Dr. Heike Wenzel, Präsidentin der IHK Aschaffenburg

Über PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain

FrankfurtRheinMain gehört zu den wirtschaftsstärksten und lebenswertesten Regionen Deutschlands und Europas. Damit das so bleibt, haben sich die regionalen Wirtschaftskammern 2016 unter dem Dach der Initiative „PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain“ zusammengeschlossen. Die Initiative setzt sich für eine koordinierte, zukunftsfähige Standortentwicklung der Drei-Länder-Region ein. Sie fördert die interkommunale und bundesländerübergreifende Zusammenarbeit von relevanten Akteurinnen und Akteuren in Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie vernetzt Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und stärkt die gemeinsame Identität der Metropolregion. Sie vermittelt Wissen, liefert wertvolle Impulse und setzt eigene Projekte zur wirtschaftlichen Entwicklung von FrankfurtRheinMain um.
Pressekontakt: Veronika Heibing, Leiterin der Geschäftsstelle, PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain, v.heibing@perform-frm.de, Tel.: 06151 871-1169

Wertschöpfung von morgen sichern: Unternehmerische Bildung, Technologietransfer und Wagniskapital sind zentrale Schlüssel


24. Juni 2026
Wie wird FrankfurtRheinMain zum führenden Startup- und Innovationsstandort Europas? Diese Frage stand beim Tag der Metropolregion 2026 in einem Expertentalk im Fokus. Staatssekretär Benedikt Kuhn, Chef der Hessischen Staatskanzlei und Vorsitzender des Länderübergreifenden Strategieforums FrankfurtRheinMain, erläuterte zu Beginn der Veranstaltung, mit welchen Maßnahmen das Land Hessen dazu beiträgt, die Rahmenbedingungen für Startups zu verbessern und das Gründungs- und Innovationsökosystem der Metropolregion zu stärken.
Die Innovationsfähigkeit eines Wirtschaftsstandortes entscheidet über zukunftsfähige Arbeitsplätze, nachhaltige Wertschöpfung und dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit. Schon heute ist FrankfurtRheinMain einer der führenden Wirtschafts- und Innovationsstandorte Europas. Wie kann die Metropolregion diese Position im globalen Standortwettbewerb nicht nur langfristig halten, sondern kontinuierlich weiter ausbauen? Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft tauschten sich dazu am 23. Juni 2026 in der IHK Frankfurt am Main aus.
Begrüßt wurden die Gäste von Staatssekretär Benedikt Kuhn. Hessen und die Metropolregion als führenden Startup- und Innovationsstandort zu positionieren, sei erklärtes Ziel der hessischen Landesregierung, unterstrich der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Vorsitzende des Länderübergreifenden Strategieforums FrankfurtRheinMain:
„Innovation entsteht nicht von allein. Sie braucht Menschen mit guten Ideen, Hochschulen mit starker Forschung und Unternehmen, die bereit sind, Neues auszuprobieren. Davon hat FrankfurtRheinMain eine ganze Menge. Die Stärke unserer Metropolregion liegt in ihrem einzigartigen Zusammenspiel aus Wissenschaft, Wirtschaft und Wachstumsorientierung. Deshalb investiert Hessen gezielt in die Startup-Förderung, stärkt den Zugang zu Beteiligungskapital und baut die Innovations- und Forschungslandschaft weiter aus“, sagte Staatssekretär Benedikt Kuhn am Dienstag in Frankfurt. Er fügte hinzu: „Im Länderübergreifenden Strategieforum FrankfurtRheinMain arbeiten wir daran, die Stärken der Region noch besser zusammenzuführen. Denn im globalen Wettbewerb können wir nur erfolgreich sein, wenn wir unsere Kräfte bündeln und über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. So sichern wir Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum auch für die kommenden Jahre.“
Ulrich Caspar, Vorsitzender von PERFORM und Präsident der IHK Frankfurt am Main, lobte die Bemühungen des Landes Hessen und begrüßte insbesondere den Ansatz, im Länderübergreifenden Strategieforum Leitlinien zur weiteren Stärkung des Startup- und Innovationsstandortes FrankfurtRheinMain zu entwickeln: „Wollen wir die Position von FrankfurtRheinMain als einer der führenden Startup- und Innovationsstandorte Europas weiter ausbauen, braucht es mehr als eine Vernetzung der relevanten Akteure. Es braucht gemeinsame Zielsetzungen der Länder Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie der Landkreise und Kommunen, der Wirtschaft und der Wissenschaft. Es gilt, Synergiepotenziale zu identifizieren, damit sich die Innovationskräfte unserer Region gegenseitig verstärken. Ein Innovationsprofil mit klaren Alleinstellungsmerkmalen würde zudem die internationale Sichtbarkeit und Strahlkraft unserer Metropolregion und damit ihre Chancen im globalen Wettbewerb um Startups, Unternehmen, Talente, Investoren und Fördermittel erhöhen.“

Spitzenforschung schneller in skalierbare Geschäftsmodelle überführen

In der anschließenden Podiumsdiskussion stellte eine Expertenrunde die Stärken von FrankfurtRheinMain als internationaler Startup- und Innovationsstandort heraus. Ulrich Caspar, Vorsitzender von PERFORM, Dr. Maximilian Fries, Co-Founder und COO von MAGNOTHERM Solutions, Dr. Jörg Goschin, CEO von KfW Capital, Melissa Ott, Managing Director von Futury, und Prof. Dr. Helmut Schoenenberger, CEO von UnternehmerTUM analysierten zudem, in welchen Bereichen die Metropolregion besser werden muss, um ihre Wertschöpfung von morgen zu sichern.
Einige der genannten Baustellen seien dabei kein regionales Phänomen, sondern symptomatisch für den Standort Deutschland – etwa die Verfügbarkeit von Wagniskapital. Davon gebe es weiterhin zu wenig, was zur Folge habe, dass deutsche Startups ins Ausland abwanderten. „Zu einer erheblichen Verbesserung der Finanzierungsbedingungen von Startups würden eine Umstellung der Altersvorsorge durch Kapitalbildung sowie eine stärkere Öffnung institutioneller Kapitalgeber für Wagniskapital beitragen“, sagte Caspar. „Auch sollte FrankfurtRheinMain zur ersten Adresse für die Ansiedlung internationaler Wagniskapital-Fonds werden.“
Bei der Aufgabe, die exzellente Forschung der Region schneller in marktfähige Anwendungen und skalierbare Geschäftsmodelle zu überführen, komme hochschulnahen, unternehmerisch orientierten Gründungszentren – sogenannten Startup-Factories – wie UnternehmerTUM und Futury eine besondere Rolle zu. Sie intensivieren die unternehmerische Bildung an den Hochschulen, erhöhen über die Vernetzung von Forschungseinrichtungen, Startups und Unternehmen den Technologietransfer und stellen wertvolle Kontakte zu Investoren her.
Caspar ergänzte: „Während ein gescheiterter Versuch in anderen Ländern als wichtiger Erfahrungswert verstanden wird, ist hierzulande die Angst vor dem Versagen weiterhin tief in den Köpfen vieler verankert. Dabei garantiert eine ‚Schnell scheitern, klüger weitermachen‘-Haltung eine steile Lernkurve. Kombiniert mit dieser sollte unternehmerische Bildung daher schon an Schulen als fester Bestandteil des Lehrplans vermitteln werden, um Risikofreude und Unternehmergeist zu fördern.“
Der PERFORM-Vorsitzende sprach sich außerdem für Reallabore und Freiräume aus, in denen neue Technologien unter realen Bedingungen ohne zu strenge Regulierungen getestet werden können. So könne FrankfurtRheinMain eine Sandbox für Wagniskapital-Innovationen werden, beispielsweise für grenzüberschreitende Fonds, tokenisierte Anteile oder neue Beteiligungsmodelle.

Bürokratieabbau zieht Startups und Talente an – und fördert Innovation

Der Fokus der Diskussion lag auf technologiebasierten Startups mit schnell skalierbaren Geschäftsmodellen. Sie zeichnen sich durch hohe und bleibende Wertschöpfung aus und entwickeln Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. In seinem Schlusswort machte Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und Mitglied von PERFORM zugleich deutlich: „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Und Branchenvielfalt ist der Stabilitätsanker unserer Region. Innovationsförderung muss auch für kleine und mittlere Unternehmen zugänglich sein – ohne übermäßigen Verwaltungsaufwand. Unser Standort ist weiterhin nicht da, wo er hingehört, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wenn es beispielsweise um unbürokratische Prozesse und Genehmigungsverfahren bei der Existenzgründung oder der Umsetzung innovativer Ideen geht.“
Weniger Regulierung sei auch der Schlüssel, um attraktiver für internationale Fachkräfte zu werden, bekräftigten Riess und Caspar. FrankfurtRheinMain sei Zuzugsregion und die Wirtschaft auf gut ausgebildete Menschen aus dem In- und Ausland angewiesen. Selbst bei ausgewiesener Fachkompetenz und vorliegender Job-Zusage dauere es häufig sehr lang, eine Einreise- und Arbeitserlaubnis zu erhalten. Auch die Anerkennung ausländischer Qualifikationen gelte es weiter zu verbessern.

Über den Tag der Metropolregion:

Auf Einladung von PERFORM, der gemeinsamen Initiative der regionalen Wirtschaftskammern in FrankfurtRheinMain, bringt der „Tag der Metropolregion“ einmal im Jahr Menschen aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz zusammen, die eine tragende Rolle bei der Standortentwicklung und -vermarktung spielen, die Rahmenbedingungen für Standortattraktivität und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit setzen und die Position von FrankfurtRheinMain als führende Innovations- und Gründungsregion stärken. Gemeinsam tauschen sie sich über Chancen und Risiken für den Wirtschaftsstandort aus und entwickeln Lösungsansätze, um aktuellen Herausforderungen zu begegnen.
Ein besonderes Highlight ist neben der Podiumsdiskussion zu einem zentralen Standortentwicklungsthema das Finale und die Verleihung des „Preises der Metropolregion“.

Über das Länderübergreifende Strategieforum FrankfurtRheinMain

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain umfasst 18 Landkreise und sieben kreisfreie Städte der Länder Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie ist eine der wirtschaftlich bedeutendsten europäischen Metropolregionen, gleichbedeutend mit den Großräumen London, Paris oder Mailand. Im Länderübergreifenden Strategieforum FrankfurtRheinMain werden seit 2018 erstmals bundesländerübergreifend strategische Leitlinien für die gesamte Metropolregion entwickelt, um die wirtschaftliche Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken und um Potenziale besser zu heben. Das 16-köpfige Gremium setzt sich zusammen aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Wirtschaftskammern und Landesregierungen. Die Leitung hat der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatssekretär Benedikt Kuhn, inne.

Über die Kammerinitiative PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain

FrankfurtRheinMain gehört zu einer der wirtschaftsstärksten und lebenswertesten Regionen der Welt. Damit das so bleibt, haben sich die regionalen Wirtschaftskammern 2016 unter dem Dach von „PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain“ zusammengeschlossen. Die Initiative setzt sich für eine koordinierte, zukunftsfähige Standortentwicklung der Drei-Länder-Region ein. Sie fördert die interkommunale und bundesländerübergreifende Zusammenarbeit von relevanten Akteuren aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie vernetzt Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und stärkt die gemeinsame metropolitane Identität. Sie liefert Wissen, wertvolle Impulse und setzt eigene Projekte zur wirtschaftlichen Entwicklung von FrankfurtRheinMain um.
Pressekontakt PERFORM: Veronika Heibing, Leiterin der Geschäftsstelle, PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain, v.heibing@perform-frm.de, Tel.: 06151 871-1169