Industrieausschuss

Die Industrie- und Handelskammern leben von der Beteiligung und der fachlichen Expertise ihres Ehrenamts. Den Fachausschüssen kommt dabei eine wichtige Funktion zu, denn die dort engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer gestalten die Zukunft der Wirtschaftsregion mit und beraten die IHK-Vollversammlung, das wichtigste Organ einer IHK. Der Vorsitzende des Industrieausschusses der IHK Frankfurt am Main, Jürgen Vormann, spricht über sein ehrenamtliches Engagement und die Arbeit des Ausschusses.

Ausschussvorsitzender
Jürgen Vormann
Vorsitzender der Geschäftsführung
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG
Brüningstr. 50 / Geb. C 770
65926 Frankfurt am Main
Dr. jur. Constantin Alsheimer
Vorsitzender des Vorstandes
Mainova AG
Solmsstr. 38
60486 Frankfurt am Main
Dr. Karl-Heinz Baringhaus
Site Director
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
R&D Resources / Site Direction FF
Industriepark Höchst
65926 Frankfurt am Main
Mario Beck
Geschäftsführer
Süwag Vertrieb AG & Co. KG
Schützenbleiche 9 - 11
65929 Frankfurt am Main
Dipl. - Ing. Dagmar Bollin-Flade
Geschäftsführende Gesellschafterin
Christian Bollin Armaturenfabrik GmbH
Willy-Brandt-Straße 15
61440 Oberursel
Carmelo Bonanno
Geschäftsführung
FRABONA GmbH Industrielle
Fertigung von Metallwaren
Genfer Str. 4 a
60437 Frankfurt am Main
Stefan Bosbach
Glockenbrot Bäckerei GmbH & Co. OHG
Robert-Bosch-Straße 3
60386 Frankfurt am Main
Heinrich Brümmer
Intern. Sales Management
Messe Frankfurt Exhibition GmbH
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Jürgen Bruder
CSO/Prokurist
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Robert-Bosch-Straße 16
64293 Darmstadt
Dr. Thomas W. Büttner
twb management und consulting
Wanebachstr. 6
60320 Frankfurt am Main
Andrea Eckert
Weppler Filter GmbH
Zimmersmühlenweg 61
61440 Oberursel
Dr. Andreas Förster
Geschäftsführer
DECHEMA Gesellschaft für
Chemische Technik und
Biotechnologie e. V.
VBU-Geschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 25
60486 Frankfurt am Main
Dr. Berthold Fuld
Geschäftsführer
Dr. Fuld Ingenieurges. mbH
Frankfurter Landstr. 112
61352 Bad Homburg
Carola Grünewald
Geschäftsführerin
Grünewald Feinmaschinenbau GmbH & Co. KG
Industriestr. 4
61279 Grävenwiesbach
Wolfram Gstrein
Geschäftsführer
VTU Engineering Deutschland GmbH
Philipp-Reis-Straße 2
65795 Hattersheim
Torsten Hannusch
Geschäftsführer
GIG international facility management GmbH
Lurgiallee 5
60439 Frankfurt am Main
Rainer Hetzer
Mitglied der Geschäftsleitung
Continental Automotive Technologies GmbH
Guerickestraße 7
60488 Frankfurt am Main
Detlev Hieber
Leiter
Siemens Aktiengesellschaft
Lyoner Str. 27
60527 Frankfurt am Main
Uwe Himmelstoß
Geschäftsführer
MESSKO GmbH
Messko-Platz 1
61440 Oberursel
Stefanie Kaulich
Geschäftsführerin
Beyer & Kaulich Unternehmensberatung GmbH
Speckgasse 9
60599 Frankfurt am Main
Matthias Kurreck
VARIO Verwaltung GmbH
Rossertstraße 6
65835 Liederbach am Taunus
Denny Lara
Partner
Umtec GmbH & Co. KG
Siemensstraße 34
63755 Alzenau
Dipl. - Ing. Thomas Moog
Geschäftsführer
Kunzler Notstromtechnik GmbH
Hasselhorstweg 16
60599 Frankfurt am Main
Jörg Münch
Geschäftsführer
Münch + Münch GmbH & Co.
Im Fuchsloch 8
60437 Frankfurt am Main
Dr. Heinrich Polke
Industrie- Beteiligungs GmbH
Theodor-Storm-Str. 29 A
61350 Bad Homburg
Dirk Remmert
Geschäftsführer
FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH
Weidenbornstr. 40
60389 Frankfurt am Main
Michael Rentzsch
Geschäftsführer
WISAG Gebäudereinigung Frankfurt GmbH & Co. KG
Rebstöcker Str. 33 - 39
60326 Frankfurt am Main
Dr. Hilde Riethmüller-Winzen
Geschäftsführerin
Dr. Riethmüller M/R/S GmbH
Medical Research Services
Mittelweg 27
60318 Frankfurt am Main
Arno Dietmar Rockmann
Standortleiter
Celanese Chemicals Europe GmbH
Industriepark Höchst Geb. E 416
65844 Sulzbach (Taunus)
Dr. Rudolf M. Röper
Standortleiter Rhein-Main
Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
Industriepark Höchst Geb. C671
65926 Frankfurt am Main
Dipl. - Ing. Peter E. Schaaf
Geschäftsführer/CEO
PSC Dreieich GmbH
Staffordstr. 72a
63303 Dreieich
Otto Johannes Völker
Vorstand
Binding Brauerei AG
Darmstädter Landstr. 185
60598 Frankfurt am Main
Dr. Vladimir Freiherr von Schnurbein
Koordinator Landespolitik Deutschland
Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft
FRA CP/R
Lufthansa Aviation Center
60546 Frankfurt am Main
Dirk Weigel
Leiter
IBM Deutschland Aviation
Industry Services GmbH
Am Weiher 24
65451 Kelsterbach
Dr. Sylvia Wojczewski
Geschäftsführerin
BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH
Alt Fechenheim 34
60386 Frankfurt am Main
Ralf Robert Zarbock
Geschäftsf. Gesellschafter
Druck- und Verlagshaus Zarbrock GmbH & Co. KG
Sontraer Str. 6
60386 Frankfurt am Main
Dipl. - Ing. Rainer Zies
Geschäftsführer
MKV GmbH Kunststoffgranulate
Siemensstr. 5
65779 Kelkheim
Dr. Frank Zurmühlen
Bayer CropScience Aktiengesellschaft
Industriepark Höchst Geb. C 595
65926 Frankfurt am Main

Industrieausschuss

Wirtschaftsmotor Industrie: Frankfurt soll auch künftig ein attraktiver Industriestandort bleiben. Dafür machen sich die Mitglieder des Industrieausschusses der IHK Frankfurt als Bindeglied zwischen Unternehmen und Politik stark.
Als Industrieausschuss der IHK Frankfurt können wir es nicht oft genug betonen: Frankfurt ist nicht nur Finanzplatz, sondern auch Industriestandort. Trotz eines überdurchschnittlich hohen Beschäftigungsrückgangs im verarbeitenden Gewerbe in der Metropolregion FrankfurtRheinMain in den Jahren bis 2008 hat sich der Arbeitsmarkt in der Region gut entwickelt.
Der Grund liegt vor allem darin, dass hauptsächlich in den Branchen neue zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen wurden, die vom Outsourcing aus der verarbeitenden Industrie profitierten und zu den sogenannten industrienahen Dienstleistungen zählen. Das sind beispielsweise IT-Unternehmen, Logistikbetriebe, Sicherungsunternehmen und weitere Betriebe im Bereich der instandhaltungsnahen Dienstleistungen oder im Facilitymanagement. Gemeinsam mit dem verarbeitenden Gewerbe bilden diese Branchen das Netzwerk Industrie, das in der Metropolregion FrankfurtRheinMain über 1,1 Millionen Menschen beschäftigt.
Das industrielle Zentrum der Metropolregion ist – gemessen an der Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe – die Stadt Frankfurt. Aber auch in den zum IHK-Bezirk gehörenden Landkreisen Hochtaunus und Main-Taunus sind zahlreiche international aufgestellte Industrieunternehmen angesiedelt. Zu den großen und bekannten Unternehmen des IHK-Bezirks gehören zum Beispiel Binding, Celanese, Clariant, Continental, Diehl Aerospace, Messer Group, Nestlé, Rolls-Royce, Samson, Sanofi-Aventis oder Siemens.
Außerdem gibt es zahlreiche mittelständisch geprägte Unternehmen, die sogenannten Hidden Champions, die weltweit sehr erfolgreich sind, wie beispielsweise die Firma Arnold in Friedrichsdorf, EppsteinFoils in Eppstein, Glasbau Hahn in Frankfurt, Neubronner in Oberursel oder Rothenberger in Kelkheim. Diese und weitere Beispiele zeigen, dass der Standort FrankfurtRheinMain für Industrieunternehmen weiterhin attraktiv ist.
Damit dies so bleibt, ist es notwendig, die Rahmenbedingungen immer wieder zu prüfen und anzupassen. An dieser Herausforderung arbeitet auch der Industrieausschuss der IHK Frankfurt. So begleitete er in den vergangenen Jahren intensiv die Arbeiten zum Masterplan Industrie der Stadt Frankfurt. Dabei zeigt sich: Die Arbeit hat sich gelohnt. Wahrnehmung und Akzeptanz der Industrie in der Politik haben sich deutlich verbessert.
So wurde durch den Masterplan Industrie unter anderem die Grundlage dafür geschaffen, eine Vereinbarung zwischen der Stadt Frankfurt sowie den Betreibern und Nutzern der drei Industrieparks in Höchst, Griesheim und Fechenheim hinsichtlich der Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie zu schließen. Die Vereinbarung sichert sowohl der Stadt Frankfurt, aber vor allem den in den Industrieparks tätigen Unternehmen langfristige Entwicklungsmöglichkeiten auf einer verlässlichen Basis; sie ist somit auch ein Bekenntnis der Stadt Frankfurt zur Industrie und zum Industriestandort.
Neben der Akzeptanz ist es vor allem die rasch voranschreitende Digitalisierung der Prozesse und Geschäftsmodelle, die die Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Dabei wird eine leistungsfähige und sichere digitale Infrastruktur zum zentralen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Region und ihrer Unternehmen.
Doch selbst innerhalb der Kernstädte der Region betrachten die Unternehmen die digitale Infrastruktur zum Teil als unzureichend und dies, obwohl Frankfurt mit seinen leistungsfähigen Rechenzentren als der kontinentaleuropäische Internetknoten gilt und weltweit die höchste Datentransferrate aufweist. Auch hier wird der Industrieausschuss im Rahmen des Masterplans Industrie weiter darauf hinarbeiten, die konkreten Hemmnisse zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten.
Zu guter Letzt steht für die Mitglieder des Industrieausschusses gerade mit Blick auf die rasant wachsende Nachfrage nach zusätzlichen Wohnbauflächen fest: Industrieflächen müssen langfristig auch außerhalb der Industrieparks ebenso verfügbar und entwicklungsfähig bleiben, wie dies auch für die für die Industrie lebensnotwendigen Kernelemente der Verkehrsinfrastruktur gilt, zum Beispiel für den Frankfurter Flughafen oder den Osthafen.
Der Druck auf industriell genutzte Flächen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain nimmt dabei nicht nur durch heranrückende Wohnbebauung immer stärker zu, sondern auch aufgrund des schleichenden Einsickerns von Büro- und Einzelhandelsnutzungen. Die Unternehmen sehen sich so um Entwicklungsmöglichkeiten gebracht und in ihrer Existenz bedroht.
Der Industrieausschuss hat sich daher intensiv an der Diskussion zum integrierten Stadtentwicklungskonzept für Frankfurt beteiligt. Wichtig war ihm dabei, dass die Ergebnisse des Masterplans Industrie Eingang in diese Debatte finden und durch entsprechende – und bei Bedarf auch kommunal übergreifende – Konzepte sowohl die Bereitstellung von Flächen für die industriell-gewerbliche Nutzung als auch für die Schaffung neuen und bezahlbaren Wohnraums sichergestellt wird. Namentlich betrifft dies die Flächenprognosen im Rahmen des räumlich-funktionalen Entwicklungskonzepts für Industrie- und Gewerbeflächen.
Auch hier hat sich der Einsatz gelohnt: Mittlerweile gehen fast alle Akteure von einem zusätzlichen Flächenbedarf bis zum Jahr 2030 von bis zu 93 Hektar für Industrie und Gewerbe aus, und die Schaffung bezahlbaren neuen Wohnraums für eine wachsende Erwerbsbevölkerung ist eine der Top-Prioritäten der Frankfurter Stadtpolitik.
Der Industrieausschuss ist sich im Klaren darüber, dass Erfolge auf den beschriebenen Aktionsfeldern einen langen Atem benötigen und auch nur gemeinsam mit Politik und Öffentlichkeit erzielt werden können. Das erklärte gemeinsame Ziel bleibt aber die Steigerung der Attraktivität des Industriestandorts FrankfurtRheinMain.
Autor
Jürgen Vormann
Vorsitzender, Industrieausschuss, IHK Frankfurt
juergen.vormann@infraserv.com