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Bau- und Immobilienwirtschaft aktuell

Rund ein Jahr nach der Bundestagswahl rückt der Wohnungsbau erneut in den Fokus. Greifen die Maßnahmen der Bundesregierung wie der Wohnungsbauturbo oder bleiben sie hinter den Erwartungen zurück? Welche weiteren Impulse braucht die Branche? Und wo kann sie selbst ansetzen, um Tempo zu machen? Antworten auf diese Fragen erhalten Sie beim Kongress „Metropolregion FrankfurtRheinMain baut!“ am 1.6.2026 im KongressCenter im Kurhaus Bad Homburg. Zudem werden Themen wie Finanzierung, Deregulierung und Klimaschutz behandelt. Das Programm sowie die Anmeldung finden Sie ab sofort online.

Die regionalen Wirtschaftskammern verleihen im Rahmen der Initiative PERFORM zum dritten Mal den „Preis der Metropolregion“. Ausgezeichnet wird ein herausragendes Projekt, eine bedeutsame Initiative oder eine neuartige Maßnahme, die sich in besonderer Weise um die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts FrankfurtRheinMain verdient gemacht hat. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Kommunen, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Vereine und Initiativen mit Hauptsitz in der Metropolregion FrankfurtRheinMain sind aufgerufen, bis zum 31.03.2026 ihre Projekte einzureichen. Die Teilnahme an dem Wettbewerb ist kostenfrei.

Das Bundeskabinett hat am 5.11.2025 den Gesetzentwurf zum Bürokratierückbau beschlossen. Kernpunkt für die Immobilienbranche: Die gesetzliche Weiterbildungspflicht für Immobilienmaklerinnen und -makler sowie Wohnimmobilienverwalterinnen und -verwalter wird aufgehoben. Bislang mussten diese Berufsgruppen alle drei Jahre mindestens 20 Stunden Weiterbildung nachweisen (§ 34c GewO, § 15b MaBV).

Der Bundestag hat am 9.10.2025 den sogenannten „Bau-Turbo“ verabschiedet – ein Gesetzespaket der Koalitionsfraktionen, das den Wohnungsbau in Deutschland beschleunigen soll. Eine Woche später, am 17.10.2025, folgte auch die Zustimmung des Bundesrats. Ziel der Neuregelung ist es, Hürden beim Bau neuer Wohnungen abzubauen und so schneller Wohnraum zu schaffen.

Der Hessische Landtag hat am 02.10.2025 nach der dritten Lesung des Gesetzentwurfs die Novelle der Hessischen Bauordnung (HBO) beschlossen. Ziel ist es, das Baurecht zu modernisieren und die Schaffung von Wohnraum zu beschleunigen. Unter anderem lassen sich Dachgeschosse künftig leichter ausbauen, Stellplatzpflichten werden in Großstädten reduziert und Ablösesätze begrenzt. Abbruchmaßnahmen sollen behördlich weniger aufwändig geregelt werden, und Bauanträge können künftig als genehmigt gelten, wenn innerhalb bestimmter Fristen keine Rückfragen gestellt werden. Zudem wird eine Innovationsklausel eingeführt, und im unbeplanten Innenbereich wird bei bestimmten Projekten künftig auf eine Baugenehmigung verzichtet.

Wie entwickelt sich der Gewerbeimmobilienmarkt in Frankfurt am Main und den umliegenden Landkreisen Hochtaunus und Main-Taunus? Der aktuelle Gewerbemarktbericht 2025 der Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK Frankfurt liefert Antworten: Er analysiert aktuelle Entwicklungen in den Segmenten Büro, Einzelhandel, Logistik und Produktion – und zeigt, wo der Markt stabil bleibt, wo sich neue Dynamiken abzeichnen und wo Herausforderungen wachsen. Ob Großanmietungen im Bürosektor, stabile Mieten im Einzelhandel oder steigende Preise bei Logistikflächen: Der Bericht bietet fundierte Einblicke in die Lage im IHK-Bezirk Frankfurt am Main.

Die KfW-Neubauförderung KNN (Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment) ist ein Förderprogramm der KfW für den Bau und Ersterwerb von klimafreundlichen und preisgünstigen Wohngebäuden in Deutschland. Seit dem 01.9.2025 gelten verbesserte Förderbedingungen. Eine Anpassung der Wohnflächenberechnung und des Baukostenvergleichswerts erleichtern die Projektumsetzung. Der Antrag wird bei einer Hausbank oder einem Finanzierungspartner der KfW gestellt, wobei maximale Kreditbeträge von 100.000 Euro pro Wohneinheit sowie zinsverbilligte Kredite mit langfristiger Zinssicherung angeboten werden.

Das Fokusthema der aktuellen Ausgabe des IHK WirtschaftsForums (08|09.2025) widmet sich der Immobilienwirtschaft. Die Titelstory beleuchtet zentrale Herausforderungen wie steigende Baukosten, den Fachkräftemangel und langwierige Genehmigungsprozesse. Im Mittelpunkt steht dabei ein zentrales Thema: Die Digitalisierung ist längst kein Zukunftsversprechen mehr – sie ist zur dringenden Notwendigkeit geworden. Ob digitale Zwillinge, BIM, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder automatisierte Genehmigungsverfahren – die Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Anhand von Praxisbeispielen aus der Region werden konkrete Potenziale aufgezeigt.

Der neue Immobilienmarktbericht Frankfurt am Main 2025 des Gutachterausschusses für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Frankfurt ist erschienen und steht kostenfrei als Download zur Verfügung. In diesem Bericht werden die Entwicklungen am Frankfurter Immobilienmarkt sowie die Bewertungsrelevanten Grundstücksmarktdaten dargestellt.

Die Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK Frankfurt am Main hat eine Kurzanalyse zu den Transaktionen von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Villen in Frankfurt am Main, im Hochtaunus- und im Main-Taunus-Kreis seit dem Jahr 2019 veröffentlicht. Die Auswertung der Kauffälle der vergangenen Jahre dient dazu, die Entwicklungen auf dem Kaufimmobilienmarkt seit 2019 nachzuvollziehen und ein Bild der Marktveränderungen im Zeitverlauf zu zeichnen.

Der Bund stellt ab sofort weitere 300 Millionen Euro für das KfW-Förderprogramm für den klimafreundlichen Neubau (KFN) bereit. Seit dem Start des Programms Anfang 2023 habe die staatliche KfW-Bank auf diesem Weg den Bau von insgesamt knapp 100.000 neuen Wohnungen unterstützt. Wer die Anträge stellen kann und was gefördert wird erfahren Sie auf der Internetseite der KFW.

Der neue Wohnungsmarktbericht der Frankfurter Immobilienbörse ist erschienen. Die Publikation enthält zu allen Gemeinden der Landkreise Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis sowie für die Stadt Frankfurt am Main Angaben zu Miet- und Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Reihenhäusern, Doppelhaushälften, Baugrundstücken sowie zum Jahresmietfaktor für das Jahr 2024 und gibt einen Ausblick auf die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen. Der Bericht steht kostenfrei als Download zur Verfügung.

Strukturelle Hemmnisse und gestiegene Kosten stellen eine erhebliche Belastung für die Bau- und Immobilienwirtschaft in der Metropolregion FrankfurtRheinMain dar. Das hat zu sinkenden Baugenehmigungs- und Fertigstellungsraten geführt. Viele Projekte wurden in den vergangenen Monaten ausgesetzt oder eingestellt. Das sind die Ergebnisse des aktuellen PERFORM-Branchenportrait „Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain“. In der Publikation werden die aktuellen Wirtschafts- und Konjunkturdaten der Branche beschrieben und analysiert.

Die Bauproduktenverordnung (BauPVO) legt den langfristigen gesetzlichen Rahmen für die Vermarktung von Bauprodukten im europäischen Binnenmarkt fest. Die Verordnung ist am 07.01.2025 in Kraft getreten und ist ab dem 08.01.2026 in allen Mitgliedstaaten wirksam.

Das Bundesministerium der Finanzen hat im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Justiz die Änderungsverordnung zu der Geldwäschegesetzmeldepflichtverordnung-Immobilien (GwGMeldV-Immobilien) erlassen. Sie wurde am 20.01.2025 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt am 17.02.2025 in Kraft.

Der Hessische Industrie- und Handelskammertag hat auf seiner Mitgliederversammlung das Positionspapier „Wohnraum schaffen“ verabschiedet. Die hessischen IHKs fordern die Politik und alle relevanten Akteurinnen und Akteure auf, schnell und effektiv Maßnahmen zur Sicherstellung von beziehbarem Wohnraum zu ergreifen. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Hessen zu stärken, Fachkräfte langfristig zu binden und die Lebensqualität für alle zu sichern.

Das aktuelle Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beleuchtet die Wohnungsbedarfe in Deutschland und zeigt, dass in vielen Städten der Neubau hinter der wachsenden Nachfrage zurückbleibt. Für den IHK-Bezirk Frankfurt am Main verdeutlicht die Studie die Herausforderungen und künftigen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt. Der Report steht als kostenfreier Download online zur Verfügung.