Elektroindustrie (FrankfurtRheinMain)

Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen der Elektroindustrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Auftragslage bei Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Geräten stabilisiert sich
Auch zum Jahresanfang 2026 verlief die konjunkturelle Entwicklung in der Elektrotechnik in der Metropolregion FrankfurtRheinMain ungünstiger als im Bundesdurchschnitt. Während der ZVEI für den Dezember 2025 Auftragszuwächse aus dem In- und Ausland konstatiert, verzeichneten lediglich neun Prozent der Unternehmen der Elektroindustrie in FrankfurtRheinMain steigende Auftragseingänge aus dem Inland und 16 Prozent aus dem Ausland. Hingegen verzeichneten 38 Prozent rückläufige Auftragseingänge aus dem Inland und 36 Prozent aus dem Ausland. Vor allem die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen leiden unter Nachfragerückgängen, während sich die Auftragslage bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Geräten allmählich stabilisiert. Nachfrageimpulse kamen hier vor allem aus EU-Ländern wie Polen, Spanien, Italien und Frankreich, während die Aufträge aus China und den USA weiter rückläufig waren.
Geschäftsklima hellt sich auf
Das Geschäftsklima hat sich zum Jahresanfang 2026 etwas aufgehellt: Der IHK-Geschäftsklimaindex für die gesamte Elektroindustrie in der Metropolregion steigt gegenüber der Vorumfrage um elf auf 90 Punkte; bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Geräten liegt er mit 98 Punkten wieder sehr nahe an der 100-Punkte-Marke. Die Lagebeurteilung hat sich zwar geringfügig verbessert, bleibt aber insgesamt unbefriedigend. 29 Prozent der Unternehmen der Elektroindustrie beurteilen ihre Geschäftslage aktuell als „schlecht“, lediglich 16 Prozent als „gut“ (54 Prozent als „befriedigend“). Verbessert zeigen sich die Erwartungen der Unternehmen. Der IHK-Erwartungsindikator bleibt zwar mit minus acht Punkten im negativen Bereich, hat sich jedoch gegenüber der Vorumfrage deutlich um 13 Punkte verbessert. Vor allem vom Exportgeschäft erhoffen sich die Unternehmen der Elektroindustrie wieder mehr Impulse. So hofft man auf eine weiterhin anziehende Nachfrage aus dem Euro-Raum, eine Fortsetzung der wachsenden Geschäfte mit Drittstaaten wie Mexiko, Malaysia, Indonesien oder Thailand und eine Stabilisierung der Nachfrage aus Japan und Taiwan. Auch der indische Markt gewinnt für die heimische Elektroindustrie zunehmend an Bedeutung.
Anhaltender Stellenabbau
In der Elektroindustrie in FrankfurtRheinMain ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 2025 gegenüber 2024 (Stichtag: 30.06.) um über 1.000 Personen gesunken. Dies entspricht einem Rückgang um 2,6 Prozent. Der Beschäftigungsrückgang dürfte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen: 27 Prozent der Betriebe planen einen Stellenabbau, lediglich 14 Prozent möchten neue Arbeitsplätze schaffen. Wie in der gesamten Industrie belasten steigende Arbeitskosten die Branche. 55 Prozent der Unternehmen sehen darin eines der Hauptrisiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Hingegen benennen nur noch 27 Prozent der Betriebe den Fachkräftemangel als eines der Hauptrisiken (Mehrfachnennungen waren möglich).

Elektroindustrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Okt 2025
(2025-III)
Jan 2026
(2026-I)
Veränderung
Auftragseingänge Inland
-46
-28
+18
Auftragseingänge Ausland
-27
-21
+6
Geschäftslage
-20
-13
+7
Geschäftserwartungen
-21
-8
+13
Exporterwartungen
-6
+7
+13
Investitionsvolumen
-13
-18
-5
Beschäftigung
-20
-14
+6

Elektroindustrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme

Elektroindustrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
sinkend sinkend sinkend leicht steigend