Fahrzeugbau (FrankfurtRheinMain)
Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des Fahrzeugbaus in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Geschäftsklimaindex steigt wieder auf 85 Punkte
Im Herbst 2025 war der Geschäftsklimaindex im Fahrzeugbau der Metropolregion FrankfurtRheinMain auf den tiefsten Stand seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 gefallen. Zum Jahresanfang 2026 ist der IHK-Geschäftsklimaindex nun wieder deutlich gestiegen, bleibt mit 85 Punkten aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Geschäftslage wird von den Unternehmen sogar noch ungünstiger bewertet als in der Vorumfrage. Der IHK-Lageindikator sinkt um neun auf minus 29 Punkte. Der Anstieg des IHK-Geschäftsklimaindizes ist allein auf die Verbesserung der Erwartungshaltung zurückzuführen. Die Unternehmen erwarten, dass zumindest in kurzer Frist die Talsohle erreicht ist. Auf niedrigem Niveau stabilisiert hat sich die Auftragslage aus dem Inland, während die Nachfrage aus dem Ausland zuletzt noch rückläufig war.
Hoffnung auf besseres Exportgeschäft
Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen des Fahrzeugbaus jedoch eine Stabilisierung des Exportgeschäfts. Der IHK-Indikator der Exporterwartungen steigt von minus 25 auf minus acht Punkte. Momentan wächst die Nachfrage aus Teilen des EU-Binnenmarktes, insbesondere aus Süd- und Osteuropa. Belastend wirkt jedoch die stark volatile Nachfrage aus den USA und die Unsicherheit über den weiteren wirtschaftspolitischen Kurs der Trump-Administration. Zudem wirkt sich der strukturelle Nachfragerückgang bei deutschen Marken in China negativ auf den heimischen Fahrzeugbau aus.
Investitions- und Beschäftigungsbereitschaft weiterhin gering
Die heimischen Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen befinden sich in vielfacher Hinsicht unter massivem Druck. Die Region FrankfurtRheinMain ist stark zulieferergeprägt. Es besteht aufgrund der nachlassenden Nachfrage insbesondere bei Verbrenner-nahen Komponenten eine hohe Unsicherheit in Bezug auf die Inlandsnachfrage. Zudem stehen die Fahrzeugbauer unter einem zunehmenden Wettbewerbsdruck seitens chinesischer Hersteller. Ferner leidet die Branche – wie die Industrie insgesamt – unter den hohen Produktionskosten am Standort Deutschland. Vor allem aber belastet die Branche die hohe regulatorische Unsicherheit. 86 Prozent der Unternehmen des Fahrzeugbaus sehen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen ein Hauptrisiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung (Mehrfachnennungen waren möglich). Die schlechten Standortbedingungen führen auch dazu, dass die Investitionsbereitschaft und auch die Einstellungsbereitschaft gering ist. Der IHK-Investitionsindikator liegt mit minus 29 Punkten ebenso deutlich im negativen Bereich wie der IHK-Beschäftigungsindikator mit minus 22 Punkten. In den kommenden Monaten ist daher ebenso mit einem Rückgang des Investitionsvolumens zu rechnen wie mit einem weiteren Rückgang der Beschäftigtenzahl. Zum 30.06.2025 waren in der Metropolregion FrankfurtRheinMain nur noch 33.254 Personen im Fahrzeugbau sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind über 3.000 Personen weniger als noch zum 30.06.2024.
Fahrzeugbau | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren
|
IHK-Indikatoren
|
Okt 2025
(2025-III)
|
Jan 2026
(2026-I)
|
Veränderung
|
|---|---|---|---|
|
Auftragseingänge Inland
|
-22
|
-11
|
+11
|
|
Auftragseingänge Ausland
|
-29
|
-33
|
-4
|
|
Geschäftslage
|
-20
|
-29
|
-9
|
|
Geschäftserwartungen
|
-73
|
+/-0
|
+73
|
|
Exporterwartungen
|
-25
|
-8
|
+17
|
|
Investitionsvolumen
|
-40
|
-29
|
+11
|
|
Beschäftigung
|
-73
|
-22
|
+51
|
Fahrzeugbau | FrankfurtRheinMain | Diagramme
Fahrzeugbau | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate
|
Produktion
|
Investitions-
volumen |
Beschäftigung
|
Export
|
|---|---|---|---|
| sinkend | sinkend | sinkend | leicht sinkend |
