Elektroindustrie (Hessen)
Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen der Elektroindustrie in Hessen zur konjunkturellen Entwicklung.
Geschäftsklima hellt sich etwas auf
Gegenüber dem Herbst 2025 hat sich das Geschäftsklima in der hessischen Elektroindustrie zum Jahresanfang 2026 wieder etwas aufgehellt. Der IHK-Geschäftsklimaindex steigt gegenüber der Vorumfrage um sieben Punkte, bleibt aber mit 89 Punkten weiterhin auf niedrigem Niveau. Insgesamt zeigt sich die Stimmung bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie optischen und elektrischen Geräten deutlich freundlicher als bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen. Für die gesamte Branche beurteilen 32 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage als „schlecht“, lediglich 15 Prozent als „gut“ (53 Prozent als „befriedigend“). Damit hat sich die Lagebeurteilung gegenüber der Vorumfrage kaum verändert. Allerdings haben sich die Erwartungen verbessert. Der IHK-Indikator der Geschäftserwartungen steigt um elf Punkte, bleibt aber mit minus fünf Punkten noch leicht im negativen Bereich.
Schwache Nachfrage belastet
Zwar waren die Auftragsrückgänge zum Jahresanfang 2026 nicht mehr so stark wie im Herbst 2025, dennoch liegen die Auftragseingangsindikatoren für das In- und Ausland mit minus 19 bzw. minus 16 Punkten weiterhin im negativen Bereich. Die schwache Nachfrage bereitet den Unternehmen der hessischen Elektroindustrie weiterhin große Sorgen. 67 Prozent der Betriebe sehen zurzeit in der Inlandsnachfrage und 43 Prozent in der Auslandsnachfrage die Hauptrisiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung (Mehrfachnennungen waren möglich). Beim Exportgeschäft gab es zuletzt jedoch wieder positive Signale, so zog die Nachfrage aus dem Euroraum wieder an. Zudem wuchs das Exportgeschäft mit einzelnen Drittstaaten wie Malaysia oder Mexiko zuletzt kräftig. Die wichtigen Märkte USA und China entwickeln sich aber weiterhin schwach. Insgesamt steigt der IHK-Indikator der Exporterwartungen um 12 auf plus einen Punkt, so dass in den kommenden Monaten von einem stabilen Exportgeschäft auszugehen ist.
Sorge um Wettbewerbsfähigkeit
Sorge bereitet den Unternehmen die geopolitische Lage und der wachsende Protektionismus im Welthandel sowie die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie. Dies zeigt sich auch daran, dass derzeit die Importe stärker zunehmen als die Exporte. Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit setzen die Unternehmen aktuell vor allem auf Produktinnovationen. 42 Prozent der Betriebe der hessischen Elektroindustrie geben als Hauptmotiv für ihre Investitionsentscheidung „Produktinnovationen“ an. Allerdings hat sich die Bereitschaft, in den hessischen Standort zu investieren, insgesamt vermindert. Der IHK-Investitionsindikator sinkt gegenüber der Vorumfrage um vier auf nunmehr minus 18 Punkte. Auch der Stellenabbau dürfte sich angesichts des negativen Wertes des IHK-Beschäftigungsindikators von minus 12 Punkten weiter fortsetzen.
Elektroindustrie | Hessen | IHK-Indikatoren
|
IHK-Indikatoren
|
Okt 2025
(2025-III)
|
Jan 2026
(2026-I)
|
Veränderung
|
|---|---|---|---|
| Auftragseingänge Inland |
-38
|
-19
|
+19
|
| Auftragseingänge Ausland |
-25
|
-16
|
+9
|
| Geschäftslage |
-21
|
-17
|
+4
|
| Geschäftserwartungen |
-16
|
-5
|
+11
|
| Exporterwartungen |
-11
|
+1
|
+12
|
| Investitionsvolumen |
-14
|
-18
|
-4
|
| Beschäftigung |
-18
|
-12
|
+6
|
Elektroindustrie | Hessen | Diagramme
Elektroindustrie | Hessen | Trendprognose für die nächsten 6 Monate
|
Produktion
|
Investitions-
volumen |
Beschäftigung
|
Export
|
|---|---|---|---|
| sinkend | sinkend | sinkend | stagnierend |
