Industrienahe Dienstleister (FrankfurtRheinMain)

Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der industrienahen Dienstleistern in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
IHK-Geschäftsklimaindex fällt auf 84 Punkte
Die Rezession in der heimischen Industrie macht sich immer stärker auch im Dienstleistungssektor bemerkbar. Gegenüber dem Jahresanfang 2026 sinkt der IHK-Geschäftsklimaindex bei den industrienahen Dienstleistern (im engeren Sinne) der Metropolregion FrankfurtRheinMain kräftig um 12 Punkte auf nur noch 84 Punkte. Damit ist die Stimmung hier sogar noch etwas schlechter als im verarbeitenden Gewerbe (Index = 86 Punkte). Der IHK-Geschäftslageindikator fällt um zehn auf minus acht Punke. Vor allem aber die Erwartungen haben sich nochmals drastisch verschlechtert. Der IHK-Erwartungsindikator notiert im Frühsommer 2026 mit minus 23 Punkten nochmals um 13 Punkte niedriger als zum Jahresanfang. 34 Prozent der industrienahen Dienstleister i. e. S. befürchten eine weitere Verschlechterung ihrer Geschäftslage, lediglich 11 Prozent eine Verbesserung.
Schwache Binnennachfrage belastet
Für Zweidrittel der industrienahen Dienstleister stellt die schwache Entwicklung der Inlandsnachfrage das Hauptrisiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung dar. Jeder zweite industrienahe Dienstleister nennt zudem die Höhe der Arbeitskosten als Hauptrisiko. Nach wie vor stellt aber auch der Mangel an geeigneten Fachkräften für 32 Prozent der Unternehmen eine besondere Herausforderung dar (Mehrfachnennungen waren möglich).
2.500 Beschäftigte weniger innerhalb eines Jahres
Zum 30.09.2025 waren 584.644 Personen in den Unternehmen des industrienahen Dienstleistungssektors im engeren Sinne sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind rund 2.500 Beschäftigte weniger als noch ein Jahr zuvor. Damit hat der industrienahe Dienstleistungssektor längst seine Funktion als Wachstumsmotor der Metropolregion verloren, den er lange innehatte. Für den weiteren Verlauf des Jahres ist mit einem weiteren Stellenabbau zu rechnen. Der IHK-Beschäftigungsindikator befindet sich mit minus 15 Punkten deutlich im negativen Bereich. Zudem hat sich die Investitionsbereitschaft der industrienahen Dienstleister nochmals verringert. Der IHK-Investitionsindikator verliert gegenüber dem Jahresanfang nochmals elf Punkte und befindet sich mit minus 19 Punkten auf sehr niedrigem Niveau. 39 Prozent der industrienahen Dienstleister planen, in den nächsten Monaten weniger zu investieren, nur 20 Prozent wollen ihr Investitionsvolumen erhöhen. Nach dem Ersatzbedarf (60 Prozent der Nennungen) sind Rationalisierungsmaßnahmen das Hauptmotiv. Für jeden dritten Dienstleister stellt dies das Hauptmotiv für Investitionen dar (Mehrfachnennungen waren möglich).

Industrienahe Dienstleister | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Jan 2026
(2026-I)
Mai 2026
(2026-II)
Veränderung
Geschäftslage
+2
-8
-10
Geschäftserwartungen
-10
-23
-13
Exporterwartungen
+8
-16
-24
Investitionsvolumen
-8
-19
-11
Beschäftigung
-7
-15
-8

Industrienahe Dienstleister | FrankfurtRheinMain | Diagramme

Industrienahe Dienstleister | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
sinkend sinkend sinkend sinkend