Industrienahe Dienstleister (FrankfurtRheinMain)

Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der industrienahen Dienstleistern in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Industrienahe Dienstleister verharren in der Stagnation
Zum Jahresanfang 2026 hat sich die Lage im verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert. Die Aufträge aus dem In- und Ausland sind weiter rückläufig. Zunehmend werden Arbeitsplätze abgebaut. Die Rezession in der heimischen Industrie hat selbstverständlich negative Auswirkungen auf den Dienstleistungssektor. Bei den industrienahen Dienstleistern (im engeren Sinne) der Metropolregion FrankfurtRheinMain verharrt der IHK-Geschäftsklimaindex gegenüber der Vorumfrage nahezu unverändert auf dem niedrigen Niveau von 96 Punkten. Dabei zeigen sich allerdings auch unverändert starke Unterschiede in der Lagebeurteilung zwischen den einzelnen Dienstleistungsbranchen. Während IT-Dienstleister sowie Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften mit ihrer Situation überwiegend zufrieden sind, ist dies bei Logistik-Unternehmen und Unternehmen des Großhandels mit Industriegütern nicht der Fall.
Umsatzrückgänge zu erwarten
Für den weiteren Verlauf des Jahres sind keine Wachstumsimpulse zu erwarten. Der IHK-Erwartungsindikator bleibt mit minus zehn Punkten im negativen Bereich. 28 Prozent der industrienahen Dienstleister befürchten eine weitere Verschlechterung ihrer Geschäftslage, lediglich 18 Prozent eine Verbesserung. Für 65 Prozent der industrienahen Dienstleister stellt die weitere – schwache – Entwicklung der Inlandsnachfrage das Hauptrisiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung dar. Mehr als jeder zweite industrienahe Dienstleister nennt zudem die Höhe der Arbeitskosten als Hauptrisiko. Nach wie vor stellt aber auch der Mangel an geeigneten Fachkräften für 37 Prozent der Unternehmen eine besondere Herausforderung dar (Mehrfachnennungen waren möglich).
Über 4.000 Beschäftigte weniger innerhalb eines Jahres
Zum 30.06.2025 waren 581.106 Personen in den Unternehmen des industrienahen Dienstleistungssektors im engeren Sinne sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind über 4.000 Beschäftigte weniger als noch ein Jahr zuvor. Dies entspricht einem Rückgang von 0,7 Prozent. Damit hat der industrienahe Dienstleistungssektor längst seine Funktion als Wachstumsmotor der Metropolregion verloren, den er so lange innehatte. Für den weiteren Verlauf des Jahres ist mit einem weiteren leichten Stellenabbau zu rechnen. Der IHK-Beschäftigungsindikator verharrt mit minus sieben Punkten im negativen Bereich. Zudem bleibt die Investitionsbereitschaft der industrienahen Dienstleister niedrig. Der IHK-Investitionsindikator ist bei minus acht Punkten im negativen Bereich. 32 Prozent der industrienahen Dienstleister planen, in den nächsten Monaten weniger zu investieren, nur 24 Prozent wollen mehr Investitionen. Nach dem Ersatzbedarf sind jeweils Rationalisierungsmaßnahmen sowie Produktinnovationen für jeden dritten Dienstleister das wichtigste Motiv für Investitionen (Mehrfachnennungen waren möglich).

Industrienahe Dienstleister | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Okt 2025
(2025-III)
Jan 2026
(2026-I)
Veränderung
Geschäftslage
+/-0
+2
+2
Geschäftserwartungen
-9
-10
-1
Exporterwartungen
-7
+8
+15
Investitionsvolumen
-10
-8
+2
Beschäftigung
-8
-7
+1

Industrienahe Dienstleister | FrankfurtRheinMain | Diagramme

Industrienahe Dienstleister | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
leicht sinkend leicht sinkend leicht steigend leicht sinkend