Maschinenbau (FrankfurtRheinMain)

Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des Maschinenbaus in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Unverändert schlechte Geschäftslage im Maschinenbau
Zum Jahresanfang 2026 hat sich die Geschäftslage in den Unternehmen des Maschinenbaus in der Region FrankfurtRheinMain nicht verbessert. Der IHK-Indikator der Geschäftslage ist sogar gegenüber der Vorumfrage vom Herbst 2025 nochmals um vier auf nunmehr minus 26 Punkte gesunken. Inzwischen beurteilen 36 Prozent der Maschinenbauer ihre Geschäftslage als „schlecht“, nur noch zehn Prozent als „gut“ (54 Prozent als „befriedigend“). Geringfügig verbessert haben sich die Geschäftserwartungen. Eine Verbesserung der aktuellen Lage erwarten jedoch nur 15 Prozent der Unternehmen. Der IHK-Geschäftsklimaindex notiert nahezu unverändert (plus einen Punkt) bei 84 Punkten auf sehr niedrigem Niveau.
Strukturelle Veränderungen in China und Trumps Zollpolitik belasten Exportgeschäft
Der Maschinenbau in FrankfurtRheinMain ist stark vom Exportgeschäft abhängig. Ein Wachstumsmotor für die heimischen Unternehmen war in der Vergangenheit das China-Geschäft. In den letzten Jahren war das Exportgeschäft deutlich rückläufig. China hat massiv in seine eigene Maschinenbauindustrie investiert und exportiert selbst in zunehmendem Maße Maschinen und elektrische Ausrüstungen nach Deutschland und Europa. Bislang hatte insbesondere Deutschland die Technologieführerschaft im Maschinenbau inne. Mit dem Plan „Made in China 2025“ – einem strategischen Plan des chinesischen Premierministers Li Keqiang und dem chinesischen Staatsrat vom Mai 2015 und seinen Nachfolgeprogrammen – strebt China an, durch die Entwicklung technologisch anspruchsvollerer Produkte seine Abhängigkeit von „High-End-Importen“ zu reduzieren. Neben dem Rückgang der China-Exporte belastet derzeit die Außenwirtschaftspolitik der Trump-Administration den heimischen Maschinenbau in besonderer Weise. Der IHK-Auftragseingangsindikator für das Ausland liegt mit 44 Punkten weit im negativen Bereich. Aufgrund der geringen Investitionsbereitschaft der deutschen Industrie ist auch die Binnennachfrage schwach. Der IHK-Auftragseingangsindikator für das Inland liegt mit minus 49 Punkten weiterhin weit im negativen Bereich. Insgesamt befinden sich die Auftragsbestände weit unter dem langjährigen Durchschnitt.
Keine Wachstumsperspektiven für die kommenden zwölf Monate
Zum Jahresanfang 2026 zeigen sich keine Wachstumsimpulse für die kommenden Monate. Der IHK-Erwartungsindikator steigt zwar geringfügig um sechs Punkte, bleibt aber mit minus fünf Punkten im negativen Bereich. Aufgrund der geringen Nachfrage ist die Kapazitätsauslastung unter Normalniveau. Die Investitionsbereitschaft ist im Maschinenbau zurzeit gering. Nach dem Ersatzbedarf (68 Prozent der Unternehmen) stellen Rationalisierungsmaßnahmen für 46 Prozent der Maschinenbauer in FrankfurtRheinMain das Hauptmotiv für ihre Investitionsentscheidungen dar. Der Beschäftigungsrückgang, der bereits im letzten Jahr zu verzeichnen war, dürfte sich angesichts der schwachen Auftragslage weiter fortsetzen. Aktuell planen 28 Prozent der Maschinenbauunternehmen in FrankfurtRheinMain einen Stellenabbau; nur sechs Prozent möchten neue Arbeitsplätze schaffen.

Maschinenbau | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Okt 2025
(2025-III)
Jan 2026
(2026-I)
Veränderung
Auftragseingänge Inland
-62
-49
+13
Auftragseingänge Ausland
-40
-44
-4
Geschäftslage
-22
-26
-4
Geschäftserwartungen
-11
-5
+6
Exporterwartungen
-11
-14
-3
Investitionsvolumen
-21
-17
+4
Beschäftigung
-28
-22
+6

Maschinenbau | FrankfurtRheinMain | Diagramme

Maschinenbau | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
sinkend sinkend sinkend sinkend