Metallindustrie (FrankfurtRheinMain)

Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen der Metallindustrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Metallindustrie mit schwacher Grunddynamik
Die Metallindustrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain startet mit schwacher Grunddynamik in das Jahr 2026. Die Branche leidet unter der schwachen Nachfrage wichtiger Abnehmerbranchen wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Elektroindustrie sowie der Bauwirtschaft. Die Aufträge gingen auch zum Jahresanfang zurück, wenn auch etwas weniger stark wie noch im Herbst 2025. Nach wie vor liegen aber die IHK-Auftragseingangsindikatoren für das In- und Ausland mit minus 30 bzw. minus 31 Punkten deutlich im negativen Bereich. Gegenüber der Vorumfrage hat sich das ohnehin schon schlechte Geschäftsklima nochmals verschlechtert. Der IHK-Geschäftsklimaindex sinkt um fünf auf nur noch 79 Punkte. Unterschiede in der Beurteilung von Geschäftslage sowie den Geschäftserwartungen zeigen sich jedoch zwischen den Unternehmen der Metallerzeugung und -bearbeitung auf der einen Seite und den Herstellern von Metallerzeugnissen auf der anderen Seite. Während die aktuelle Geschäftslage bei den besonders energieintensiven Unternehmen der Metallerzeugung besonders negativ beurteilt wird, ist man hier insoweit überwiegend „optimistisch“, dass sich die Geschäftslage nicht noch weiter verschlechtern wird. Der IHK-Erwartungsindikator notiert bei null Punkten, Optimisten und Pessimisten halten sich also die Waage. Hingegen befürchten 29 Prozent der Hersteller von Metallerzeugnissen, dass sich ihre Geschäftslage weiter verschlechtern wird, lediglich neun Prozent hoffen auf eine Verbesserung.
Hoffnung auf Stabilisierung des Exportgeschäftes
Beim Exportgeschäft gehen die Unternehmen von einer allmählichen Stabilisierung aus. Der IHK-Indikator der Exporterwartungen steigt deutlich von minus 27 auf minus zwei Punkte. Vor allem vom EU-Binnenmarkt erwarten die Unternehmen wieder eine wachsende Nachfrage im Rahmen von Infrastruktur- und Energieprojekten sowie der Verteidigungsbeschaffung, insbesondere bei Blech, Profilen, Metallkomponenten und Zulieferteilen. Sorge bereitet den Unternehmen aber die nach wie vor hohen geopolitischen Unsicherheiten und die erratische, unvorhersehbare Zollpolitik der Trump-Administration.
Hohe Kostenbelastung bereitet Sorgen
Neben den außenwirtschaftlichen Risiken und der Nachfrageschwäche bei wichtigen Kernabnehmern bereitet den Unternehmen die hohe Belastung mit Energie und CO2-Abgaben Sorge. 52 Prozent sehen hierin eines der Hauptrisiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Durch die geringe Kapazitätsauslastung und die damit verbundene Ertragsschwäche wird den Unternehmen die Finanzierung der für die Transformation der Grundstoffproduktion notwendigen Umbauinvestitionen erschwert. Sorgen bereiten den Unternehmen auch die Höhe der Arbeitskosten: 63 Prozent der Betriebe sehen in den hohen Arbeitskosten derzeit eines der Hauptrisiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Das sind acht Prozentpunkte mehr als in der Vorumfrage (Mehrfachnennungen waren möglich). Im Zeitraum 2024 bis 2025 (Stichtag 30.06.) ist die Beschäftigung in der Metallindustrie der Metropolregion FrankfurtRheinMain bereits kräftig um 3,7 Prozent gesunken. Dieser Prozess dürfte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Der IHK-Beschäftigungsindikator notiert zum Jahresanfang 2026 mit minus 25 Punkten nochmals um neun Punkte niedriger als im Herbst 2025.

Metallindustrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Okt 2025
(2025-III)
Jan 2026
(2026-I)
Veränderung
Auftragseingänge Inland
-36
-30
+6
Auftragseingänge Ausland
-41
-31
+10
Geschäftslage
-20
-22
-2
Geschäftserwartungen
-11
-20
-9
Exporterwartungen
-27
-2
+25
Investitionsvolumen
-16
-13
+3
Beschäftigung
-16
-25
-9

Metallindustrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme

Metallindustrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
sinkend sinkend sinkend sinkend