Nahrungs- und Futtermittelindustrie (FrankfurtRheinMain)

Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen der Nahrungs- und Futtermittelindustrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
IHK-Geschäftsklimaindex auf niedrigem Niveau
In der Metropolregion FrankfurtRheinMain waren zum 30.06.2025 knapp 37.600 Personen sozialversicherungspflichtig in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie beschäftigt. Damit hat sich die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorjahr sogar geringfügig erhöht (plus 0,2 Prozent). Die Beschäftigungsentwicklung verlief damit deutlich günstiger als im Durchschnitt des verarbeitenden Gewerbes, obwohl sich die Branche auch im konjunkturell schwierigen „Fahrwasser“ befindet. Auch zum Jahresanfang 2026 gingen die Aufträge aus dem In- und Ausland zurück. Allerdings hat sich die Binnennachfrage etwas stabilisiert. Während der IHK-Auftragseingangsindikator für das Ausland nochmals um fünf auf nunmehr minus 27 Punkte sinkt, steigt der IHK-Auftragseingangsindikator für das Inland um elf Punkte, bleibt aber mit minus elf Punkten weiterhin im negativen Bereich. Die Geschäftslage wird aktuell noch etwas negativer beurteilt als im Herbst 2025. Der IHK-Geschäftslageindikator sinkt um neun auf minus 21 Punkte.
Vor allem höherpreisige Produkte bleiben unter Druck
Trotz der leichten Stabilisierung der Binnennachfrage leidet die Nahrungs- und Futtermittelindustrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain unter der anhaltenden Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte. Während sich bei Grundnahrungsmitteln eine robuste Nachfrage zeigt, befinden sich vor allem Anbieter von höherpreisigen Produkten und Unternehmen im Premiumsegment unter Druck. Zudem ist die Nachfrage nach Futtermitteln eng verknüpft mit der Tierhaltung, die in Deutschland strukturell rückläufig ist. Insgesamt befindet sich die Branche nicht in einer konjunkturellen Krise, sondern ist starken strukturellen Markveränderungen unterworfen. Dazu gehört unter anderem eine Verschiebung von Marken zu Handelsmarken, eine stärkere Konzentration im Lebensmittelbereich sowie die wachsende unternehmensstrategische Bedeutung der Kostenführerschaft. Dadurch geraten vor allem kleinere Hersteller zunehmend unter Druck.
Leichte Belebung beim Exportgeschäft erwartet
Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen keine wesentliche Belebung: Der IHK-Erwartungsindikator liegt gegenüber der Vorumfrage unverändert bei minus 13 Punkten. Deutlich verbessert haben sich jedoch die Exporterwartungen. Der IHK-Indikator der Exporterwartungen steigt um acht auf plus acht Punkte. Dabei dürften sich die Unternehmer besonders auf die wichtigste Absatzregion, den EU-Binnenmarkt, fokussieren. Die Beschäftigung dürfte angesichts eines IHK-Beschäftigungsindikators von minus 21 Punkten in den kommenden Monaten zurückgehen. Auch das Investitionsvolumen wird voraussichtlich sinken: Der IHK-Investitionsindikator bleibt mit minus 25 Punkten weit im negativen Bereich. Dabei fokussieren sich die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln vor allem auf den notwendigen Ersatzbedarf. Für 78 Prozent der Betriebe stellt der Ersatzbedarf das Hauptmotiv für die Investitionsentscheidung dar (Mehrfachnennungen waren möglich).

Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Okt 2025
(2025-III)
Jan 2026
(2026-I)
Veränderung
Auftragseingänge Inland
-22
-11
+11
Auftragseingänge Ausland
-22
-27
-5
Geschäftslage
-12
-21
-9
Geschäftserwartungen
-13
-13
+/-0
Exporterwartungen
+/-0
+8
+8
Investitionsvolumen
-26
-25
+1
Beschäftigung
-17
-21
-4

Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme

Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
sinkend sinkend sinkend leicht steigend