Nahrungs- und Futtermittelindustrie (FrankfurtRheinMain)
Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen der Nahrungs- und Futtermittelindustrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
IHK-Geschäftsklimaindex sinkt auf das niedrigste Niveau seit der Corona-Pandemie
Das Geschäftsklima in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie in FrankfurtRheinMain hat sich im Frühsommer 2026 drastisch verschlechtert. Der IHK-Geschäftsklimaindex liegt mit 58 Punkten auf dem niedrigsten Niveau seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Vor allem die Auftragseingänge aus dem Inland gingen stark zurück. Der IHK-Auftragsindikator für das Inland fällt um 36 auf minus 47 Punkte. Die die verkauft einen großen Teil ihrer Produkte auf dem deutschen Markt. Die Preissensibilität der Kunden hat stark zugenommen Verbraucher kaufen häufiger günstige Eigenmarken statt höherwertiger Markenprodukte, deswegen leiden besonders Premium Produkte unter dieser Kaufzurückhaltung. Auch das Exportgeschäft verlief zuletzt rückläufig. Zudem ist aus weiterverarbeitenden Branchen eine schwache Nachfrage zu verzeichnen, denn ein Teil der Nahrungs- und Futtermittelindustrie liefert an die Gastronomie, den Großhandel, die Landwirtschaft, Tierhaltungsbetriebe sowie Lebensmittelhersteller. Hier ging zuletzt die Nachfrage deutlich zurück.
Weitere Lage-Verschlechterung zu befürchten
Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen eine Verschlechterung ihrer aktuellen Situation. Der IHK-Erwartungsindikator fällt gegenüber dem Jahresanfang um 35 auf minus 48 Punkte. Insbesondere die schwache Inlandsnachfrage bereitet den Unternehmen Sorge. 57 Prozent der Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln sehen die Entwicklung der Inlandsnachfrage als ein Hauptrisiko für die kommenden Monate. Zudem befürchten die Unternehmen insbesondere als Folge des Nahostkonflikts einen Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten. 78 Prozent der Betriebe geben die hohen Energie- und Rohstoffkosten als ein Hauptrisiko an. Besonders belastend wirken sich aus Sicht der Unternehmen inzwischen aber auch die Arbeitskosten aus. 65 Prozent der Unternehmen sehen hierin ein Hauptrisiko (Mehrfachnennungen möglich).
Leichte Belebung beim Exportgeschäft erwartet
In der Metropolregion FrankfurtRheinMain waren zum 30.09.2025 knapp 38.000 Personen sozialversicherungspflichtig in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie beschäftigt. Damit hat sich die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorjahr sogar geringfügig erhöht (plus 0,5 Prozent). Die Beschäftigungsentwicklung verlief also deutlich günstiger als im Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes. Für die kommenden Monate ist jedoch mit einem Rückgang der Beschäftigung zu rechnen. Der IHK-Beschäftigungsindikator sinkt gegenüber dem Jahresanfang nochmals um fünf Punkte und liegt mit minus 26 Punkten weit im negativen Bereich. Schwach ist auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Der IHK-Investitionsindikator befindet sich mit minus 45 Punkten auf einem historisch niedrigen Wert. In erster Linie beschränkt sich die Branche auf den unbedingt notwendigen Ersatzbedarf. 87 Prozent der Unternehmen der Nahrungs- und Futtermittelindustrie in der Metropolregion nennen den Ersatzbedarf als Hauptmotiv für ihre Investitionsentscheidung (Mehrfachnennungen möglich).
Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren
|
IHK-Indikatoren
|
Jan 2026
(2026-I)
|
Mai 2026
(2026-II)
|
Veränderung
|
|---|---|---|---|
|
Auftragseingänge Inland
|
-11
|
-47
|
-36
|
|
Auftragseingänge Ausland
|
-27
|
-25
|
+2
|
|
Geschäftslage
|
-21
|
-35
|
-14
|
|
Geschäftserwartungen
|
-13
|
-48
|
-35
|
|
Exporterwartungen
|
+8
|
-17
|
-25
|
|
Investitionsvolumen
|
-25
|
-45
|
-20
|
|
Beschäftigung
|
-21
|
-26
|
-5
|
Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme
Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate
|
Produktion
|
Investitions-
volumen |
Beschäftigung
|
Export
|
|---|---|---|---|
| sinkend | sinkend | sinkend | sinkend |
