Konjunktur im Netzwerk Industrie in FrankfurtRheinMain
Der Geschäftsklimaindex im Netzwerk Industrie verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und ihrer Dienstleister in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Geschäftsklimaindex bei 95 Punkten
Die Einschätzung der Geschäftslage und der zukünftigen Perspektiven hat sich im Netzwerk Industrie des IHK-Bezirks Frankfurt am Main zum Jahresanfang 2026 gegenüber der Vorumfrage im Herbst 2025 geringfügig verbessert. Der IHK-Geschäftslageindikator steigt um drei auf minus einen Punkt; der IHK-Erwartungsindikator steigt marginal um einen auf minus neun Punkte. Entsprechend geringfügig höher notiert auch der IHK-Geschäftsklimaindex gegenüber der Vorumfrage. Er steigt um drei auf 95 Punkte.
Keine Belebung in Sicht
Die IHK-Erwartungsindikatoren liegen sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch bei den industrienahen Dienstleistern im negativen Bereich. Während die Zukunftserwartungen im verarbeitenden Gewerbe nicht mehr so negativ sind wie noch im Herbst 2025, haben sich diese bei den industrienahen Dienstleistern verschlechtert. Während die Verkehrsbranche und der Großhandel unverändert pessimistisch sind, sind unternehmensbezogene, industrienahe Dienstleister zunehmend skeptischer. Neben der nachlassenden Nachfrage aus der Industrie wirken sich hier vor allem auch steigende Kosten und sinkende Gewinnmargen aus. Auch der Optimismus des Kreditgewerbes, der zum industrienahen Dienstleistungssektor im weiteren Sinne gehört, ist nicht mehr so ausgeprägt wie noch im vergangenen Jahr.
Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sinkt auf unter 1,2 Millionen
Diese negativen Perspektiven haben dazu geführt, dass die Einstellungsbereitschaft und Investitionsbereitschaft im Netzwerk Industrie des IHK-Bezirks Frankfurt gering sind. 23 Prozent der Unternehmen möchten in den kommenden Monaten Stellen abbauen, nur 13 Prozent planen, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Daher ist in den kommenden Monaten mit einem Beschäftigungsabbau zu rechnen. Bereits im vergangenen Jahr ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Netzwerk Industrie zurück. Zum Stichtag 30.06. waren nur noch 1.196.811 Personen im Netzwerk Industrie der Metropolregion FrankfurtRheinMain beschäftigt. Das sind über 11.000 Personen weniger als im Vorjahr. Der Beschäftigungsabbau ist in erster Linie auf den Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen. Aber auch bei den industrienahen Dienstleistern ging die Zahl der Beschäftigten leicht zurück. Die Dienstleistungen haben also ihre Funktion als Beschäftigungsmotor in der Region inzwischen verloren.
Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren
|
IHK-Indikatoren
|
Okt 2025
(2025-III)
|
Jan 2026
(2026-I)
|
Veränderung
|
|---|---|---|---|
| Geschäftslage |
-4
|
-1
|
+3
|
| Geschäftserwartungen |
-10
|
-9
|
+1
|
| Exporterwartungen |
-12
|
-5
|
+7
|
| Investitionsvolumen |
-10
|
-10
|
+/-0
|
| Beschäftigung |
-12
|
-10
|
+2
|
Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme
Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate
|
Produktion
|
Investitions-
volumen |
Beschäftigung
|
Export
|
|---|---|---|---|
| leicht sinkend | sinkend | sinkend | leicht sinkend |
