Konjunktur im Netzwerk Industrie in FrankfurtRheinMain
Der Geschäftsklimaindex im Netzwerk Industrie verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und ihrer Dienstleister in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Geschäftsklimaindex bei nur noch 87 Punkten
Die Einschätzung der Geschäftslage und der zukünftigen Perspektiven hat sich im Netzwerk Industrie des IHK-Bezirks Frankfurt am Main zum Frühsommer 2026 gegenüber der Vorumfrage zum Jahresanfang wieder verschlechtert. Der IHK-Geschäftslageindikator fällt um drei auf minus einen Punkt; der IHK-Erwartungsindikator sinkt kräftig auf minus 21 Punkte. Entsprechend niedriger notiert der IHK-Geschäftsklimaindex gegenüber der Vorumfrage. Er fällt um acht auf 86 Punkte.
Preisbereinigt dürften Umsätze zurückgehen
Die IHK-Erwartungsindikatoren liegen sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch bei den industrienahen Dienstleistern deutlich im negativen Bereich. Inzwischen befürchtet nahezu jedes dritte Unternehmen des Netzwerks Industrie eine weitere Verschlechterung der Geschäftslage. Dabei erstreckt sich der zunehmende Pessimismus nicht mehr nur auf das verarbeitende Gewerbe und einzelne Dienstleistungsbereiche wie die Verkehrsbranche und den Großhandel, sondern auch auf ehemalige Wachstumsbereiche im Bereich der unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Neben der nachlassenden Nachfrage aus der Industrie wirken sich hier vor allem steigende Kosten und sinkende Gewinnmargen aus. Auch im Kreditgewerbe hat sich die Stimmung spürbar eingetrübt.
Stellenabbau setzt sich fort
Diese negativen Perspektiven haben dazu geführt, dass die Einstellungsbereitschaft und Investitionsbereitschaft im Netzwerk Industrie gering sind. 24 Prozent der Unternehmen möchten in den kommenden Monaten Stellen abbauen, nur zehn Prozent planen, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Daher ist in den kommenden Monaten mit einem weiteren Beschäftigungsabbau zu rechnen. Bereits im vergangenen Jahr ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Netzwerk Industrie zurück. Zum Stichtag 30.09.2025 waren nur noch 1.202.564 Personen im Netzwerk Industrie der Metropolregion FrankfurtRheinMain beschäftigt. Das sind knapp 11.000 Personen weniger als zum gleichen Stichtag des Vorjahres. Der Beschäftigungsabbau ist in erster Linie auf den Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen. Aber auch bei den industrienahen Dienstleistern im engeren Sinne ging die Zahl der Beschäftigten leicht zurück. Die Dienstleistungen haben ihre Funktion als Beschäftigungsmotor in der Metropolregion inzwischen verloren.
Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren
|
IHK-Indikatoren
|
Jan 2026
(2026-I)
|
Mai 2026
(2026-II)
|
Veränderung
|
|---|---|---|---|
| Geschäftslage |
-1
|
-4
|
-3
|
| Geschäftserwartungen |
-9
|
-21
|
-12
|
| Exporterwartungen |
-5
|
-17
|
-12
|
| Investitionsvolumen |
-10
|
-15
|
-5
|
| Beschäftigung |
-10
|
-14
|
-4
|
Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme
Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate
|
Aufträge/Umsätze
|
Investitions-
volumen |
Beschäftigung
|
Export
|
|---|---|---|---|
| sinkend | sinkend | sinkend | leicht sinkend |
