Konjunktur im Netzwerk Industrie im IHK-Bezirk Frankfurt am Main

Der Geschäftsklimaindex im Netzwerk Industrie verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und ihrer Dienstleister im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zur konjunkturellen Entwicklung.
Geschäftsklimaindex etwas höher als im hessischen Durchschnitt
Im Frühsommer 2026 hat sich das Geschäftsklima im Netzwerk Industrie des IHK-Bezirks Frankfurt am Main wieder verschlechtert. Der IHK-Geschäftsklimaindex fällt um fünf auf 94 Punkte. Damit bleibt der Index nach wie vor unter der neutralen 100-Punkte-Marke, befindet sich aber um sechs Punkte über dem hessischen Niveau, was jedoch in erster Linie auf den höheren Anteil an Dienstleistungsunternehmen innerhalb des Netzwerks zurückzuführen ist. Allerdings zeigen sich zum Frühsommer – anders als noch zum Jahresbeginn – kaum noch Unterschiede beim Geschäftsklima zwischen verarbeitendem Gewerbe und Dienstleistern.
Wachsender Pessimismus bei den Dienstleistungsunternehmen
Bereits zum Jahresanfang gab es kaum noch Unterschiede in Bezug auf die Zukunftserwartungen zwischen Industrie und industrienahen Dienstleistern. Dies hat sich auch im Frühsommer 2026 fortgesetzt. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die industrienahen Dienstleister erwarten, dass sich die wirtschaftliche Lage eher verschlechtern als verbessern wird. Der IHK-Erwartungsindikator sinkt um fünf auf minus 13 Punkte. Insofern ist in den kommenden Monaten nicht mit einer wirtschaftlichen Belebung zu rechnen. Dies wirkt sich auch negativ auf die Investitionsbereitschaft aus. Der IHK-Investitionsindikator verharrt gegenüber der Vorumfrage unverändert bei minus neun Punkten. Im Vordergrund steht für 58 Prozent der Unternehmen des Netzwerks Industrie der Ersatzbedarf als Motiv für die Investitionsentscheidungen. 31 Prozent nennen Rationalisierungsinvestitionen als Hauptmotiv und 26 Prozent Produktinnovationen (Mehrfachnennungen waren möglich).
Stabile Beschäftigungsentwicklung im Netzwerk Industrie
Im verarbeitenden Gewerbe ging im Zeitraum 2024 bis 2025 (Stichtag: 30.09.) die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 1.890 Personen zurück, zugleich stieg die Zahl der Beschäftigten bei den industrienahen Dienstleistern um gut 2.300 Personen. Daher blieb die Beschäftigung im Netzwerk Industrie trotz des kräftigen Beschäftigungsabbaus im industriellen Kern stabil. Für die kommenden Monate ist weiterhin mit einer stabilen Beschäftigungsentwicklung im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zu rechnen. Der IHK-Beschäftigungsindikator liegt minus fünf Punkten nur geringfügig im negativen Bereich.

Netzwerk Industrie | IHK-Bezirk Frankfurt am Main | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Jan 2026
(2026-I)
Mai 2026
(2026-II)
Veränderung
Geschäftslage
+6
+1
-5
Geschäftserwartungen
-8
-13
-5
Exporterwartungen
+/-0
-25
-25
Investitionsvolumen
-9
-9
+/-0
Beschäftigung
-4
-5
-1

Netzwerk Industrie | IHK-Bezirk Frankfurt am Main | Diagramme

Netzwerk Industrie | IHK-Bezirk Frankfurt am Main | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Aufträge/Umsätze

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
leicht sinkend sinkend stagnierend sinkend