Südamerika
Südamerika ist ein sehr heterogener Markt. Brasilien ist die mit Abstand größte Volkswirtschaft und verfügt über eine starke industrielle Basis. Die Andenländer konnten in den vergangenen Jahren mit wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen punkten. In vielen Ländern gewinnt der Dienstleistungssektor an Bedeutung. Beim Import aus Südamerika spielen neben den klassischen Rohstoffen perspektivisch auch seltene Erden eine wichtige Rolle.
Mit den Andenländern Kolumbien, Peru und Ecuador bestehen bereits Handelsabkommen. Weiter nördlich sind Zentralamerika, viele karibische Länder und auch Mexiko über ein Freihandelsabkommen mit der EU verbunden, was den Warenaustausch wesentlich erleichtert.
Die Mercosur-Länder fehlten in diesem Kontext der Handelsabkommen und Zollvorteile. Obwohl vor allem Brasilien und Argentinien seit mehr als 100 Jahren wichtiger Absatzmarkt und auch Produktionsstandort für deutsche Unternehmen sind, waren die Hürden für den Warenaustausch vor dem Abkommen sehr hoch, mit Zöllen bis zu 40 Prozent und teils sehr hohen zusätzlichen Handelsbarrieren.
Im Januar 2026 wurde das EU-Mercosur-Abkommen unterzeichnet. Dieses muss noch ratifiziert werden, bevor es vollständig in Kraft tritt. Im besten Fall können die verhandelten Zollvorteile durch eine Provisorische Anwendung für Unternehmen nutzbar gemacht werden.
Unterstützung beim Markteinstieg
Die Experten der Deutschen Auslandshandelskammern unterstützen deutsche Unternehmen beim Markteinstieg und der Bearbeitung der südamerikanischen Märkte. Die Dienstleistungen reichen von der kostenfreien Erstauskunft bis zur umfangreichen und daher kostenpflichtigen Marktstudie oder Geschäftspartnervermittlung.
Außenwirtschaftsportal Hessen
Informationen zu einzelnen südamerikanischen Märkten sind im Außenwirtschaftsportal abrufbar. Dort sind z.B. auch Import- und Exportstatistiken eingebettet, die nach Ländern verglichen werden können.
Informationen zu ausgewählten Märkten:
