Maschinenbau (Hessen)

Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des Maschinenbaus in Hessen zur konjunkturellen Entwicklung.
Auftragslage weiter schwach
Die Auftragslage im hessischen Maschinenbau ist weiterhin schwach. Zum Jahresanfang 2026 notieren die IHK-Auftragsindikatoren für das In- und Ausland mit minus 37 bzw. minus 31 Punkten weit im negativen Bereich. Die Investitionsbereitschaft ist nicht nur in Deutschland gering, sondern auch bei wichtigen Handelspartnern aus dem EU-Ausland wie Frankreich und Italien. Deutlich rückläufig war zuletzt auch das Exportgeschäft mit China sowie den Vereinigten Staaten. Auf einzelnen internationalen Märkten gab es jedoch Lichtblicke. Etwa sorgen stark steigende Investitionen in Industrie, Energie und Infrastruktur für steigende Nachfrage bei den hessischen Maschinenbauern. Auch Standortverlagerungen von China in Länder Südostasiens wie Vietnam und Indonesien sorgen für eine leichte Belebung des Exportgeschäfts. Dennoch rechnen die hessischen Maschinenbauer auch für die kommenden Monate eher mit einem weiteren Rückgang des Exportgeschäfts. Der IHK-Indikator der Exporterwartungen steigt nur leicht und bleibt mit minus 15 Punkten weiterhin deutlich im negativen Bereich.
Steigender Wettbewerbsdruck aus China
Neben der schwachen Auftragslage bereitet den Unternehmen der wachsende Wettbewerbsdruck aus China Sorgen. Längst hat sich China auf dem Weltmarkt zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten im Maschinenbau entwickelt, der auch in der Lage ist, innovative, technologisch hochwertige Maschinen und Ausrüstungen zu produzieren. Hinzu kommt, dass aufgrund von Überkapazitäten in Bereichen des Industriegütersektors und des Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten China große Mengen an Maschinen und anderen Industriekomponenten in die EU zu sehr niedrigen Preisen exportiert. Diese Produktflut erzeugt Preisdruck und Wettbewerbsnachteile für den heimischen Maschinenbau.
Bürokratie und hohe Arbeitskosten verstärken die Wettbewerbsnachteile
Neben der schwachen Nachfrageentwicklung aus dem In- und Ausland sehen die hessischen Unternehmen des Maschinenbaus vor allem in der Bürokratie und den Arbeitskosten besondere Herausforderungen. Zwei Drittel der Unternehmen geben an, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen ein Hauptrisiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung darstellen, mehr als jedes zweite Unternehmen sieht dies aktuell in der Höhe der Arbeitskosten (Mehrfachnennungen waren möglich). Der Beschäftigungsabbau wird sich aller Voraussicht nach fortsetzen. Im Zeitraum 2024 bis 2026 (Stichtag 30.06.) sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im hessischen Maschinenbau um 1,6 Prozent. Zum Jahresanfang 2026 möchten 28 Prozent der Unternehmen Stellen abbauen, lediglich acht Prozent neue Arbeitsplätze schaffen.

Maschinenbau | Hessen | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Okt 2025
(2025-III)
Jan 2026
(2026-I)
Veränderung
Auftragseingänge Inland
-55
-37
+18
Auftragseingänge Ausland
-37
-31
+6
Geschäftslage
-25
-21
+4
Geschäftserwartungen
-10
-3
+7
Exporterwartungen
-20
-15
+5
Investitionsvolumen
-23
-10
+13
Beschäftigung
-28
-20
+8

Maschinenbau | Hessen | Diagramme

Maschinenbau | Hessen | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
sinkend leicht sinkend sinkend sinkend