Kommunalwahl-Check 2026 Frankfurt am Main IHK-Präsident Caspar: Unternehmen brauchen wirtschaftsfreundliche Kommunalpolitik
13. Februar 2026
Mit Blick auf die Kommunalwahl im März 2026 hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main am Donnerstagabend (12.2) die Vertreter der sechs größten Fraktionen in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung zu einer Podiumsdiskussion in die IHK am Börsenplatz 4 eingeladen.
Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main, erläuterte die Anliegen der IHK an die künftige Kommunalpolitik: „Wir wollen, dass die Unternehmen am Heimatstandort weiter investieren und wachsen können. Eine Voraussetzung dafür ist eine saubere Stadt, in der sich Gewerbetreibende, Fachkräfte unserer Mitgliedsunternehmen und Besucher gleichermaßen sicher und damit wohlfühlen. Ein weiterer zentraler Punkt ist eine bessere Verkehrsanbindung – und zwar mit allen Verkehrsmitteln. So ist eine zeitnahe Verbesserung der Zuverlässigkeit und Sauberkeit von S-Bahnen und Tram dringend erforderlich, damit Kunden und Mitarbeiter die Unternehmen in Frankfurt leichter erreichen. Aber auch der erfolgten Verschlechterung des Verkehrsflusses bei Pkw-Fahrten oder beim Gütertransport auf der Straße sollte entgegengewirkt werden, bspw. dadurch, dass keine weiteren Fahrspuren für den motorisierten Individualverkehr weggenommen werden oder durch eine Verbesserung des Baustellen-Mangements.“
Der IHK-Präsident führt weiter aus: „Damit Unternehmen wachsen können, braucht es die Sicherung der bestehenden und die Ausweisung neuer Gewerbeflächen für die betriebliche Expansion ebenso wie von Flächen für den Wohnungsbau, um beziehbaren Wohnraum für die dringend benötigten Fach- und Arbeitskräfte errichten zu können.“
Um den Wirtschaftsstandort Frankfurt zu stärken, sollte aus Sicht der IHK auch die Stadtverwaltung stärker an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet werden, damit Anträge schneller entschieden und die damit verbundenen Projekte rascher und kostengünstiger umsetzbar sind. Die konsequente Digitalisierung der Verwaltung sowie die Nutzung von KI-Instrumenten sind in diesem Zusammenhang obligatorisch. Caspar: „Die baltischen Staaten zeigen, wie Digitalisierung in der Verwaltung umgesetzt werden kann. Kommunen und Kreise sollten sich nicht scheuen, sich dort Lösungen anzuschauen und zu versuchen, sie bei uns anzuwenden.“
Auf dem Podium waren Dr. Katharina Knacker (Die Grünen), Dr. Nils Kössler (CDU), Kolja Müller(SPD), Michael Müller (Die Linke), Mathias Pfeifer (BFF) und Stephanie Wüst (FDP).
Die Forderungen der IHK Frankfurt am Main zur Kommunalwahl 2026 finden sich unter: https://www.frankfurt-main.ihk.de/presse/pressemeldungen2025/kampagne-wirtschaft-waehlt-zukunft--6752658
Ergänzend dazu finden Sie unter folgendem Link konkrete Änderungsvorschläge zu den kommunalen Satzungen der Stadt Frankfurt am Main: https://www.frankfurt-main.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6563554/a571f78cde72e9c3ccaa8068f0ffd252/wipos-kommunalwahl-2026-anhang-data.pdf
Gruppenbild:
v. I.: Moderatorin Patricia C. Borna (Geschäftsführerin der IHK Frankfurt am Main), Michael Müller (Die Linke), Dr. Nils Kössler (CDU), Dr. Katharina Knacker (Die Grünen), Kolja Müller(SPD), Stephanie Wüst (FDP), Mathias Pfeifer (BFF), Ulrich Caspar (Präsident der IHK Frankfurt) und Moderator Dr. Alexander Theiss (Geschäftsführer der IHK Frankfurt am Main)
