Finanzdienstleistungswirtschaft von Überregulierung befreien – IHK-Vollversammlung verabschiedet Positionspapier


17. April 2026
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main hat in ihrer Sitzung am 16. April 2026 ein umfassendes Positionspapier zur Entlastung der Finanzdienstleistungswirtschaft verabschiedet. Unter dem Titel „Finanzdienstleistungswirtschaft von Überregulierung und Bürokratie befreien – Unternehmensfinanzierung erleichtern“ fordert die IHK tiefgreifende Deregulierungs- und Entbürokratisierungsmaßnahmen der Finanzwirtschaft auf europäischer und nationaler Ebene.
„Überregulierung und bürokratische Auflagen belasten insbesondere mittelständisch geprägte Finanzdienstleister und damit am Ende auch die Unternehmen, die auf Finanzierung angewiesen sind. Die Bundesregierung und die EU-Kommission zeigen beide Bereitschaft zur Entbürokratisierung. Dieses Momentum wollen wir als IHK Frankfurt am Main nutzen, denn bisher ist in der Finanzwirtschaft noch keine wirksame Entlastung angekommen“, sagte IHK-Präsident Ulrich Caspar.
„Regulierung muss regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden. Sie sollte sich an tatsächlichen Risiken orientieren und proportional ausgestaltet sein. Gerade bei Nachhaltigkeitsberichtspflichten oder bei der Anlageberatung erleben Unternehmen eine kaum noch zu bewältigende Komplexität. Ein ‚Finanzdienstleistungs-Omnibus‘ auf europäischer Ebene, der gebündelt die Finanzdienstleistungsregulierung vereinfacht, wäre ein wichtiger erster Schritt, aber für eine spürbare Verbesserung sollte dies nur der Anfang gewesen sein“, ergänzte Vizepräsident Dr. Stefan Mai.
Weite Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Homepage: https://www.frankfurt-main.ihk.de/finanzdienstleistungswirtschaft-position