Nachlese Tag der Metropolregion 2019

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FrankfurtRheinMain ist eine der Zuzugsregionen Deutschlands. Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Einwohner um rund 300.000 auf 5,8 Millionen und die der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um knapp 400.000 auf 2,4 Millionen gestiegen. Jeder zweite der rund 2,4 Millionen Beschäftigten, die in den 25 Kreisen oder kreisfreien Städten der Metropolregion FrankfurtRheinMain wohnen, pendelt über Kreisgrenzen zum Arbeitsort. In den Stoßzeiten ist die Verkehrsinfrastruktur bereits heute an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt.

Aus diesem Grund bildete die Bedeutung eines funktionierenden Verkehrs- und Transportsystems vor rund 300 Teilnehmern beim diesjährigen Tag der Metropolregion am 8. April 2019 das Schwerpunktthema. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zur Zukunft der Mobilität sprachen sich für eine Weiterentwicklung insbesondere der Schieneninfrastruktur als ein Element einer dringend benötigten länderübergreifenden Mobilitätsstrategie aus. „Wir brauchen eine Mobilitätsstrategie, die die Pendlerbewegungen der gesamten Metropolregion berücksichtigt“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt. „Ohne eine Weiterentwicklung insbesondere der Schieneninfrastruktur lähmen wir Unternehmen, Pendler und damit die gesamte Entwicklung der Region.“ Dies jedoch sei ohne eine Strategie, die alle zur Metropolregion gehörenden Länder miteinbezieht, nicht möglich. Ein Bremsklotz bei der Planung von Infrastrukturprojekten seien zudem die langen Planungszeiten. Die Diskutanten sprachen sich deutlich für eine Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsprozesse aus.  

Die Zukunft der Mobilität ist auch ein Schwerpunkt des länderübergreifenden Strategieforums für die Metropolregion FrankfurtRheinMain. Auf Initiative der regionalen Wirtschaftskammern haben sich Anfang 2018 insgesamt 16 Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz versammelt und sich im Strategieforum FrankfurtRheinMain konstituiert. Die Bedeutung eines funktionierenden Verkehrs- und Transportsystems ist Thema der Fachgruppe „Mobilität“, die sich unter anderem mit Fragen länderübergreifender und innovativer Mobilitätslösungen befasst. Die Ziele der Fachgruppe wurden beim Tag der Metropolregion 2019 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zudem wurden die weiteren Fachgruppen „Planungsbeschleunigung“, „Gründerregion“ und „Smart Region“ vorgestellt.

Die aus dem Strategieforum bisher hervorgegangenen Ziele und Ideen stießen auch bei den Teilnehmern der Veranstaltung auf breite Zustimmung – viele der Anwesenden nutzten die Veranstaltung um ihre Ideen dem Gremium mitzugeben. Noch nie hätten sich so viele Menschen für die Zukunft der Metropolregion eingesetzt, um eben genau das zu ändern. Die Einsicht in die Notwendigkeit, dass wir in FrankfurtRheinMain interkommunal und länderübergreifend zusammenarbeiten müssen, war noch nie so stark wie heute, so Prof. Dr. Müller.
 

Abschließend lobte Prof. Müller, der nach zehn Jahren Amtszeit als IHK-Präsident zum letzten Mal Gastgeber der Veranstaltung war, den „Preis der Metropolregion“ aus. Ziel ist es, die „Allianz der Befürworter“ unter den Akteuren der Region noch mehr zu stärken. Das Strategieforum FrankfurtRheinMain wird den Preis ab 2020 jährlich vergeben und Projekte aus den Bereichen Gründungsregion, Mobilität und Verkehr, Flächenentwicklung/ Planungs- beschleunigung sowie Digitalisierung/Smart Region auszeichnen. Die Projekte sollen sich durch interkommunale und länderübergreifende Kooperationen auszeichnen und neue Perspektiven für aktuelle Herausforderungen aufzeigen.

 

Nachlesen:

Nachlese - Tag der Metropolregion 2018
Nachlese - Tag der Metropolregion 2017

 

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Sebastian Trippen Wirtschaftspolitik und Metropolenentwicklung Geschäftsführer
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